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Insolventer Autozulieferer Moldtecs in Sonneberg streicht rund 120 Arbeitsplätze

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Das berichtet die Zeitung „Freies Wort“. Für die Beschäftigten des Unternehmens bedeutet die angekündigte Reduzierung der Belegschaft erhebliche Einschnitte.

Besonders schwer wiegt die Größenordnung: Von rund 330 Arbeitsplätzen in Sonneberg sollen etwa 120 entfallen. Rechnerisch entspricht das rund 36 Prozent der derzeit genannten Stellen. Blieben die übrigen Rahmenbedingungen unverändert, wären danach noch etwa 210 Arbeitsplätze vorhanden.

Diese Rechnung beschreibt allerdings lediglich das Verhältnis der genannten Zahlen. Aus den vorliegenden Informationen lässt sich nicht ableiten, wie sich die Beschäftigtenzahl tatsächlich im Einzelnen entwickeln wird.

Stellenabbau beginnt noch 2026

Der Personalabbau soll nach dem Bericht nicht auf einmal erfolgen.

Erste Arbeitsplätze sollen demnach noch im laufenden Jahr 2026 wegfallen. Die übrigen Stellen sollen bis Ende des kommenden Jahres, also bis Ende 2027, abgebaut werden.

Wie viele Beschäftigte bereits in der ersten Phase betroffen sein werden und wie sich die insgesamt rund 120 wegfallenden Stellen auf die verschiedenen Bereiche des Unternehmens verteilen, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Ebenso ist daraus nicht ersichtlich, ob neben Kündigungen auch andere Instrumente – beispielsweise freiwillige Vereinbarungen oder natürliche Fluktuation – eine Rolle spielen sollen.

Mehr als jeder dritte Arbeitsplatz betroffen

Die Dimension des geplanten Stellenabbaus ist für den Standort erheblich.

Bei rund 330 Arbeitsplätzen entsprechen 120 Stellen etwa 36,4 Prozent der Belegschaft. Damit würde mehr als jeder dritte der derzeit genannten Arbeitsplätze wegfallen.

Für Sonneberg ist die Entwicklung deshalb nicht nur für die unmittelbar betroffenen Beschäftigten von Bedeutung. Ein Personalabbau dieser Größenordnung kann auch für das wirtschaftliche Umfeld eines Industriestandorts relevant sein.

Welche konkreten wirtschaftlichen Auswirkungen der Stellenabbau auf die Region haben wird, lässt sich aus den bisher vorliegenden Informationen allerdings nicht belastbar bestimmen.

IG Metall übt Kritik an Unternehmensführung

Kritik kommt von der IG Metall.

Nach dem Bericht des „Freien Wort“ wirft die Gewerkschaft der Unternehmensführung vor, kein Zukunftskonzept entwickelt zu haben.

Diese Aussage ist als Position der IG Metall einzuordnen. Aus den vorliegenden Informationen geht nicht hervor, wie die Unternehmensführung auf diesen Vorwurf reagiert und welche eigenen Pläne sie für die weitere Entwicklung des Standorts vorgelegt hat.

Auch ist nicht bekannt, ob es zwischen Unternehmensführung, Arbeitnehmervertretung und Gewerkschaft alternative Vorschläge zum angekündigten Personalabbau gibt.

Insolvenz und Stellenabbau treffen Belegschaft

Besonders belastend ist die Situation für die Beschäftigten vor dem Hintergrund der bereits bestehenden Insolvenz des Autozulieferers.

Der nun bekannt gewordene Abbau von rund 120 Arbeitsplätzen zeigt, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten konkrete Folgen für einen erheblichen Teil der Belegschaft haben sollen.

Aus der vorliegenden Meldung lassen sich jedoch weder die genauen Ursachen der Insolvenz noch die wirtschaftlichen Gründe für die konkrete Größenordnung des Personalabbaus ableiten.

Auch Angaben zur Höhe der Verbindlichkeiten, zum zuständigen Insolvenzgericht, zum Insolvenzverwalter oder zum aktuellen Stand des Insolvenzverfahrens enthält die vorliegende Information nicht.

Was passiert mit den verbleibenden Arbeitsplätzen?

Eine der entscheidenden Fragen ist nun, welche Perspektive die verbleibenden Beschäftigten am Standort haben.

Werden tatsächlich rund 120 von derzeit etwa 330 Stellen gestrichen, blieben rechnerisch ungefähr 210 Arbeitsplätze bestehen. Ob diese Zahl dauerhaft gesichert werden kann, lässt sich aus der bisherigen Berichterstattung jedoch nicht ableiten.

Ebenso offen bleibt auf Grundlage der vorliegenden Informationen, welche Produktionsbereiche in Sonneberg künftig fortgeführt werden sollen und ob Veränderungen bei Produktion, Auftragsbestand oder Standortstruktur vorgesehen sind.

Gerade vor diesem Hintergrund erhält die Kritik der IG Metall an einem aus ihrer Sicht fehlenden Zukunftskonzept zusätzliches Gewicht. Sie bleibt allerdings zunächst die Bewertung der Gewerkschaft.

Stellenabbau bis Ende 2027 geplant

Für die Beschäftigten dürfte nun insbesondere entscheidend sein, wann Klarheit über die konkrete Umsetzung geschaffen wird.

Nach dem Bericht steht bislang fest: Rund 120 der etwa 330 Arbeitsplätze sollen wegfallen. Erste Stellen sollen noch 2026 gestrichen werden, der weitere Abbau soll sich bis Ende 2027 erstrecken.

Damit steht dem Moldtecs-Standort in Sonneberg ein erheblicher personeller Einschnitt bevor.

Offen bleibt vor allem, welche Beschäftigten und Unternehmensbereiche konkret betroffen sein werden und welches wirtschaftliche Konzept für die danach verbleibenden rund 210 Arbeitsplätze vorgesehen ist.

Die IG Metall hat hierzu bereits deutliche Kritik geäußert und der Unternehmensführung vorgeworfen, kein Zukunftskonzept entwickelt zu haben. Eine Stellungnahme der Unternehmensführung zu diesem Vorwurf ist in den vorliegenden Informationen nicht enthalten.

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