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Dramatischer Unfall in Castrop-Rauxel: Kleinkind fällt aus fahrendem Auto und wird von Rettungswagen erfasst

Rico_Loeb (CC0), Pixabay

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Sonntagvormittag in Castrop-Rauxel in Nordrhein-Westfalen ereignet. Ein erst eineinhalb Jahre alter Junge fiel während der Fahrt aus einem Auto auf die Straße. Anschließend wurde das auf der Fahrbahn liegende Kind auch noch von einem entgegenkommenden Rettungswagen erfasst.

Der Junge erlitt schwere Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei besteht glücklicherweise keine Lebensgefahr.

Junge soll während der Fahrt Autotür geöffnet haben

Der Unfall ereignete sich gegen 11.30 Uhr. Nach Angaben der Polizei befand sich das Kleinkind in einem schwarzen BMW, als sich während der Fahrt plötzlich eine Tür öffnete.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der eineinhalbjährige Junge die Autotür selbst geöffnet haben und anschließend aus dem fahrenden Fahrzeug auf die Straße gestürzt sein.

Wie dies trotz der normalerweise erforderlichen Sicherung eines Kleinkindes möglich war, ist bislang ungeklärt.

Rettungswagen konnte nicht mehr vollständig ausweichen

In diesem Moment kam dem Auto ein Rettungswagen entgegen. Dessen Besatzung bemerkte das auf die Fahrbahn gestürzte Kind und versuchte sofort auszuweichen.

Ein Zusammenstoß ließ sich jedoch nicht mehr vollständig verhindern.

Der Junge wurde vom Rettungswagen erfasst. Die Rettungskräfte konnten dadurch unmittelbar mit der medizinischen Versorgung des schwer verletzten Kindes beginnen.

Anschließend wurde der kleine Patient in eine Klinik gebracht.

War das Kind richtig angeschnallt?

Genau diese Frage beschäftigt nun die Ermittler.

Auf der Rückbank des Autos befand sich nach Polizeiangaben noch ein weiteres Kind. Bislang ist nicht geklärt, wie der eineinhalbjährige Junge aus dem Wagen fallen konnte.

Die Polizei untersucht unter anderem, ob das Kleinkind ordnungsgemäß gesichert war, ob es seinen Sicherheitsgurt möglicherweise selbst lösen konnte oder ob eine Situation zwischen den beiden Kindern auf der Rückbank eine Rolle spielte.

Konkrete Erkenntnisse dazu liegen bislang nicht vor.

Damit ist derzeit auch noch offen, ob und wem möglicherweise ein Fehlverhalten vorgeworfen werden kann.

Rettungssanitäter psychologisch betreut

Der Unfall war auch für die Besatzung des Rettungswagens eine enorme psychische Belastung.

Obwohl die Einsatzkräfte noch versucht hatten, dem Kind auszuweichen, konnten sie die Kollision nicht vollständig verhindern.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden die beteiligten Rettungssanitäter deshalb unmittelbar nach dem Unfall aus dem Dienst genommen und psychologisch betreut.

Für den kleinen Jungen endete der außergewöhnlich schwere Unfall nach bisherigem Kenntnisstand zumindest ohne akute Lebensgefahr. Wie schwer seine Verletzungen genau sind und ob langfristige Folgen zu erwarten sind, ist bislang nicht bekannt.

Die Polizei ermittelt nun vor allem, wie ein nur eineinhalb Jahre altes Kind während der Fahrt eine Autotür öffnen und aus dem Fahrzeug stürzen konnte.

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