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Windpark Merschbach: Forderungen springen um 72 Prozent – kurzfristige Schulden steigen um mehr als eine Million Euro

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die Lungta Windpark Merschbach GmbH & Co. KG aus Leinfelden-Echterdingen hat ihren Jahresabschluss für 2024 veröffentlicht. Die Bilanz zeigt eine auffällige Verschiebung innerhalb der Vermögens- und Finanzierungsstruktur.

Während das Anlagevermögen um knapp eine Million Euro zurückgeht, steigt das Umlaufvermögen um fast 1,19 Millionen Euro. Hauptgrund dafür ist ein massiver Anstieg der Forderungen.

Gleichzeitig nehmen die gesamten Verbindlichkeiten zu – und insbesondere die kurzfristigen Verpflichtungen steigen deutlich.

Für Anleger und Kommanditisten ist deshalb vor allem eine Frage interessant:

Was steckt hinter den 2,77 Millionen Euro Forderungen, und wann fließt dieses Geld tatsächlich zu?

Denn rund 91 Prozent des gesamten Umlaufvermögens bestehen zum Bilanzstichtag nicht aus Bankguthaben, sondern aus Forderungen.

Bilanzsumme steigt trotz sinkendem Anlagenwert

Die Bilanzsumme erhöhte sich von

10,959 Millionen Euro Ende 2023

auf

11,154 Millionen Euro Ende 2024.

Das entspricht einem Anstieg um rund

194.833 Euro beziehungsweise 1,8 Prozent.

Das wirkt zunächst unspektakulär.

Innerhalb der Bilanz haben sich jedoch erhebliche Verschiebungen ergeben.

Das Anlagevermögen ist stark gesunken, während gleichzeitig das Umlaufvermögen kräftig gestiegen ist.

Anlagevermögen sinkt um fast eine Million Euro

Das Anlagevermögen verringerte sich von

9,101 Millionen Euro

auf

8,109 Millionen Euro.

Das entspricht einem Rückgang von

991.914 Euro beziehungsweise 10,9 Prozent.

Davon entfallen Ende 2024 rund

8,097 Millionen Euro

auf Sachanlagen.

Der Anhang erklärt, dass das Anlagevermögen zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert wird.

Damit spricht vieles dafür, dass planmäßige Abschreibungen einen wesentlichen Teil des Rückgangs erklären.

Der veröffentlichte Text enthält allerdings keinen vollständigen Anlagenspiegel mit den konkreten Zugängen, Abgängen und Abschreibungsbeträgen.

Deshalb sollte nicht behauptet werden, dass die gesamten 991.914 Euro ausschließlich auf Abschreibungen zurückzuführen sind.

Hinter der Gesellschaft steht ein realisierter Windpark

Öffentlich verfügbare Projektdaten führen für Merschbach in Rheinland-Pfalz einen Windpark mit zwei Vestas-Anlagen des Typs V126 und einer installierten Leistung von insgesamt rund 6,6 MW auf. Andere Betreiberverzeichnisse nennen für die Lungta Windpark Merschbach GmbH & Co. KG rund 6,9 MW installierte Leistung. Die Gesellschaft selbst ist als aktive Kommanditgesellschaft unter HRA 739887 registriert.

Damit handelt es sich bilanziell um eine Gesellschaft mit einem substantiellen operativen Anlagenbestand und nicht lediglich um eine kleine Beteiligungshülle.

Umlaufvermögen steigt um fast 64 Prozent

Besonders auffällig ist die Entwicklung des Umlaufvermögens.

2023:

1.858.270 Euro

2024:

3.045.017 Euro

Das ist ein Anstieg um

1.186.747 Euro beziehungsweise 63,9 Prozent.

Ein solcher Sprung verdient Aufmerksamkeit.

Er ist fast vollständig auf die Entwicklung der Forderungen zurückzuführen.

Forderungen steigen um 1,16 Millionen Euro

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von

1.611.069 Euro

auf

2.774.648 Euro.

Das entspricht einem Zuwachs von

1.163.580 Euro beziehungsweise 72,2 Prozent.

Damit bestehen zum Jahresende Forderungen von fast 2,8 Millionen Euro.

Der Anhang erklärt, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Laufzeit von mehr als einem Jahr besitzen und auch die sonstigen Vermögensgegenstände kurzfristig sind.

Das ist grundsätzlich positiv, weil es sich demnach nicht um langfristig gebundene Forderungen handelt.

Es bleibt jedoch die Frage offen, wer die Schuldner sind und wodurch sich der enorme Anstieg erklärt.

91 Prozent des Umlaufvermögens stecken in Forderungen

Die Dimension wird besonders deutlich, wenn man die Forderungen mit dem gesamten Umlaufvermögen vergleicht.

Von insgesamt

3,045 Millionen Euro Umlaufvermögen

entfallen

2,775 Millionen Euro

auf Forderungen.

Das entspricht rund

91,1 Prozent.

Das tatsächlich vorhandene Bankguthaben fällt dagegen wesentlich kleiner aus.

Für die Liquiditätsanalyse ist diese Zusammensetzung entscheidend.

Eine Forderung ist bilanziell zwar Vermögen, aber eben noch kein verfügbares Geld auf dem Bankkonto.

Bankbestand steigt nur leicht

Die liquiden Mittel stiegen von

247.201 Euro

auf

270.369 Euro.

Der Zuwachs beträgt damit lediglich

23.168 Euro beziehungsweise 9,4 Prozent.

Verglichen mit dem Anstieg der Forderungen ist das ausgesprochen wenig.

Damit besteht die deutliche Ausweitung des Umlaufvermögens fast ausschließlich aus Ansprüchen gegenüber Dritten und nicht aus zusätzlicher Liquidität.

Verbindlichkeiten steigen auf 7,48 Millionen Euro

Auch auf der Passivseite gibt es eine wesentliche Veränderung.

Die gesamten Verbindlichkeiten stiegen von

7,011 Millionen Euro

auf

7,476 Millionen Euro.

Das entspricht einem Plus von

465.037 Euro beziehungsweise 6,6 Prozent.

Damit nimmt die Fremdfinanzierung im Jahr 2024 insgesamt zu.

Das unterscheidet Merschbach von vielen Windparkgesellschaften, bei denen die Verbindlichkeiten mit zunehmender Betriebsdauer kontinuierlich sinken.

Allerdings muss genauer hingeschaut werden.

Denn die längerfristigen Schulden gehen tatsächlich zurück.

Langfristige Schulden sinken um 586.000 Euro

Die Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr reduzierten sich von

5,596 Millionen Euro

auf

5,010 Millionen Euro.

Das entspricht einem Rückgang von

586.000 Euro beziehungsweise 10,5 Prozent.

Damit ist durchaus ein Abbau längerfristiger Finanzierung erkennbar.

Das Problem liegt an anderer Stelle.

Kurzfristige Schulden springen um 74 Prozent nach oben

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stiegen nämlich von

1,415 Millionen Euro

auf

2,466 Millionen Euro.

Das ist ein Anstieg von

1.051.037 Euro beziehungsweise 74,3 Prozent.

Damit hat sich die kurzfristige Belastung innerhalb nur eines Jahres massiv erhöht.

Diese Entwicklung ist einer der wichtigsten Punkte des gesamten Jahresabschlusses.

Sie bedeutet nicht automatisch, dass ein Liquiditätsproblem vorliegt.

Aber sie erhöht die Bedeutung der Frage, wie schnell die ebenfalls stark gestiegenen Forderungen tatsächlich eingezogen werden können.

Forderungsanstieg und kurzfristige Schulden bewegen sich nahezu parallel

Besonders interessant ist der Vergleich:

Die Forderungen steigen um rund

1,164 Millionen Euro.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten steigen um rund

1,051 Millionen Euro.

Beide Veränderungen liegen damit in einer ähnlichen Größenordnung.

Das könnte darauf hindeuten, dass sich zum Bilanzstichtag außergewöhnlich hohe kurzfristige Zahlungsströme auf beiden Seiten der Bilanz aufgebaut haben.

Ob dahinter beispielsweise noch nicht vereinnahmte Stromerlöse, Abrechnungen, Gesellschaftervorgänge oder andere Forderungen und Verpflichtungen stehen, lässt sich aus dem veröffentlichten Abschluss nicht erkennen.

Eine konkrete Ursache sollte daher nicht behauptet werden.

Bankguthaben deckt nur rund elf Prozent der kurzfristigen Schulden

Beim direkten Liquiditätsvergleich ergibt sich zunächst ein angespannt wirkendes Verhältnis.

Liquide Mittel:

270.369 Euro

Kurzfristige Verbindlichkeiten:

2.466.287 Euro

Damit entspricht der Bankbestand lediglich rund

11,0 Prozent

der innerhalb eines Jahres fälligen Verbindlichkeiten.

Die Differenz beträgt knapp

2,20 Millionen Euro.

Allein aus diesem Vergleich darf jedoch keine Zahlungsunfähigkeit abgeleitet werden.

Denn die Gesellschaft besitzt gleichzeitig sehr hohe kurzfristige Forderungen.

Einschließlich Forderungen sieht die Situation deutlich besser aus

Das gesamte Umlaufvermögen beträgt

3.045.017 Euro.

Den kurzfristigen Verbindlichkeiten von

2.466.287 Euro

steht damit rechnerisch ein um rund

578.730 Euro

höheres Umlaufvermögen gegenüber.

Das Verhältnis liegt bei rund

123,5 Prozent.

Damit sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten bilanziell durch kurzfristiges Vermögen gedeckt.

Der entscheidende Unterschied ist jedoch:

Nur ein kleiner Teil dieses Umlaufvermögens ist bereits liquide.

Der Großteil muss zunächst als Forderung realisiert werden.

Die Qualität der Forderungen wird zum Schlüssel

Für Anleger ist deshalb nicht nur die Höhe der Forderungen entscheidend.

Wichtig wäre vor allem zu wissen:

Wer sind die Schuldner?

Wann werden die Forderungen fällig?

Wie hoch ist der Anteil aus regulären Stromlieferungen?

Bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern oder verbundenen Gesellschaften?

Gab es nach dem Bilanzstichtag Zahlungseingänge?

Und bestehen Ausfallrisiken?

Der Anhang sagt lediglich, dass die Forderungen unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken bewertet wurden und keine langfristigen Laufzeiten bestehen.

Eine detaillierte Aufschlüsselung fehlt.

Eigenkapital sinkt um rund 275.000 Euro

Das Eigenkapital ging von

3.939.130 Euro

auf

3.663.926 Euro

zurück.

Das entspricht einem Minus von

275.204 Euro beziehungsweise 7,0 Prozent.

Bemerkenswert ist dabei, dass der Bilanzgewinn beziehungsweise Bilanzverlust mit null Euro ausgewiesen wird.

Der Grund findet sich im Anhang.

Dort heißt es:

„Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 wird den Gesellschafterkonten gutgeschrieben.“

Damit wird das Jahresergebnis unmittelbar über die Gesellschafterkonten abgebildet.

Eigenkapitalrückgang ist nicht automatisch der Jahresverlust

Aus dem Rückgang der Kapitalanteile um 275.204 Euro darf deshalb nicht automatisch geschlossen werden, dass das Jahresergebnis exakt minus 275.204 Euro betrug.

Veränderungen der Gesellschafterkonten können auch durch Entnahmen, Einlagen, Ergebniszuweisungen oder andere gesellschaftsvertragliche Vorgänge beeinflusst werden.

Ohne Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise eine detaillierte Kapitalkontenentwicklung lässt sich das tatsächliche Jahresergebnis nicht zuverlässig bestimmen.

Eigenkapitalquote fällt auf 32,8 Prozent

Da das Eigenkapital sinkt und gleichzeitig die Bilanzsumme leicht steigt, verschlechtert sich die Eigenkapitalquote.

2023:

rund 35,9 Prozent

2024:

rund 32,8 Prozent

Damit fällt die Quote um gut

3,1 Prozentpunkte.

Trotzdem ist noch ungefähr ein Drittel der Bilanzsumme mit Eigenkapital finanziert.

Das ist deutlich mehr als bei vielen hoch fremdfinanzierten Windpark-Projektgesellschaften.

Von einer extrem dünnen Eigenkapitaldecke kann anhand dieser Bilanz daher nicht gesprochen werden.

Verbindlichkeiten entsprechen rund 67 Prozent der Bilanzsumme

Die Verbindlichkeiten von

7,476 Millionen Euro

entsprechen rund

67,0 Prozent

der Bilanzsumme.

2023 waren es ungefähr

64,0 Prozent.

Die Fremdkapitalquote ist damit gestiegen.

Auch hier zeigt sich, dass sich die Bilanzstruktur 2024 trotz des sinkenden langfristigen Schuldenblocks nicht eindeutig verbessert hat.

Besonders interessant: Schulden gegenüber Kommanditisten

Der Anhang enthält einen für Anleger sehr wichtigen Hinweis.

Dort heißt es, dass Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem beziehungsweise mehr als fünf Jahren gegenüber den Kommanditisten bestanden.

Diese Verbindlichkeiten werden mit

2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz bei Wirtschaftsjahresbeginn

verzinst.

Damit stammt zumindest ein Teil der Finanzierung offenbar unmittelbar aus dem Gesellschafterkreis.

Das ist bei Projektgesellschaften grundsätzlich möglich und nicht ungewöhnlich.

Für die wirtschaftliche Bewertung sind solche Gesellschafterdarlehen dennoch wichtig.

Was bedeutet „2 Prozent über Basiszins“?

Die Verzinsung ist variabel an den gesetzlichen Basiszinssatz gekoppelt.

Für Anleger bedeutet das:

Steigt der Basiszins, steigt grundsätzlich auch die Verzinsung dieser Verbindlichkeiten.

Sinkt der Basiszins, reduziert sich entsprechend der Zinssatz.

Welche absolute Zinsbelastung daraus 2024 entstanden ist, lässt sich aus dem veröffentlichten Bilanztext nicht ablesen.

Dafür wäre die Gewinn- und Verlustrechnung erforderlich.

Keine Sicherungsrechte zugunsten Dritter

Eine Besonderheit gegenüber klassischen Projektfinanzierungen findet sich ebenfalls im Anhang.

Dort heißt es ausdrücklich:

„Sicherungsrechte am Gesellschaftsvermögen zu Gunsten Dritter sind nicht bestellt.“

Das ist bemerkenswert.

Bei vielen Windparkfinanzierungen bestehen umfangreiche Sicherungsabtretungen, Grundpfandrechte oder Sicherheiten an Anlagen und Stromerlösen.

Hier erklärt die Gesellschaft dagegen, dass entsprechende Sicherungsrechte zugunsten Dritter nicht bestehen.

Das könnte mit der Finanzierungsstruktur über Kommanditisten zusammenhängen.

Der Abschluss nennt hierzu jedoch keine weiteren Einzelheiten.

Rückstellungen spielen kaum eine Rolle

Die Rückstellungen stiegen von

8.900 Euro

auf

13.900 Euro.

Das sind lediglich

5.000 Euro mehr.

Laut Anhang handelt es sich dabei insbesondere um erwartete Abschluss- und Prüfungskosten.

Im Verhältnis zur Bilanzsumme ist dieser Posten unbedeutend.

Keine Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte 2024 keine eigenen Arbeitnehmer.

Das ist für eine Windparkgesellschaft nicht ungewöhnlich.

Technische Betriebsführung, Wartung, Buchhaltung und kaufmännische Verwaltung können vollständig über externe Dienstleister beziehungsweise verbundene Unternehmen organisiert werden.

Fortführung ausdrücklich angenommen

Der Abschluss wurde unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens aufgestellt.

Im Anhang heißt es sogar ausdrücklich, dass weder tatsächliche noch rechtliche Gründe gegen die Fortführung sprechen.

Das ist zunächst ein wichtiger Hinweis.

Aus den veröffentlichten Zahlen lässt sich jedenfalls keine unmittelbare Insolvenzlage ablesen.

Gleichzeitig darf die Going-Concern-Annahme nicht mit einer Garantie für eine gute wirtschaftliche Entwicklung verwechselt werden.

Die entscheidenden Informationen fehlen weiterhin

Für eine umfassende wirtschaftliche Bewertung wären insbesondere folgende Daten wichtig:

die Stromproduktion 2024,

die Umsatzerlöse,

die Höhe der Vergütung beziehungsweise Marktpreise,

Betriebs- und Wartungskosten,

Zinsaufwendungen,

das tatsächliche Jahresergebnis,

Ausschüttungen und Entnahmen,

sowie die genaue Zusammensetzung der 2,77 Millionen Euro Forderungen.

Gerade der letzte Punkt ist für diesen Abschluss zentral.

Warum die Forderungen wichtiger sind als der Bankbestand

Die Gesellschaft besitzt zwar insgesamt mehr kurzfristiges Vermögen als kurzfristige Verbindlichkeiten.

Doch das Verhältnis hängt nahezu vollständig davon ab, dass die Forderungen werthaltig sind und zeitnah bezahlt werden.

Würde ein wesentlicher Teil davon verspätet oder gar nicht eingehen, sähe die kurzfristige Liquiditätslage wesentlich weniger komfortabel aus.

Daraus folgt nicht, dass solche Probleme bestehen.

Der veröffentlichte Abschluss liefert dafür keinen Hinweis.

Er zeigt lediglich eine Bilanzstruktur, bei der die tatsächliche Zahlungsfähigkeit stark von der Einbringlichkeit der Forderungen abhängt.

Fazit: Kein Krisenabschluss – aber 2,77 Millionen Euro Forderungen verdienen Erklärung

Die Bilanz der Lungta Windpark Merschbach GmbH & Co. KG vermittelt kein eindeutiges Krisenbild.

Mit einer Eigenkapitalquote von rund 32,8 Prozent besitzt die Gesellschaft weiterhin einen vergleichsweise beachtlichen bilanziellen Puffer.

Auch das Umlaufvermögen übersteigt die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Gleichzeitig fallen jedoch drei Entwicklungen auf:

Die Forderungen steigen um 72 Prozent auf 2,77 Millionen Euro.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten steigen um 74 Prozent auf 2,47 Millionen Euro.

Das Eigenkapital sinkt um rund 275.000 Euro.

Die langfristigen Schulden gehen zwar um 586.000 Euro zurück, insgesamt steigen die Verbindlichkeiten jedoch um rund 465.000 Euro.

Damit ist der Abschluss 2024 weniger eine Geschichte klassischer Entschuldung als eine Geschichte erheblicher Verschiebungen innerhalb der Bilanz.

Für Anleger ist deshalb die zentrale Frage nicht allein:

Wie hoch sind die Schulden?

Sondern vielmehr:

Wer schuldet dem Windpark Ende 2024 fast 2,8 Millionen Euro – und wie schnell wurde dieses Geld tatsächlich bezahlt?

Solange die Gewinn- und Verlustrechnung, die genaue Forderungsstruktur und die Entwicklung der Gesellschafterkonten nicht vorliegen, bleibt diese Frage offen.

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