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Love Scamming mit Ukraine-Bezug: Diese zehn Fehler können Betroffene teuer zu stehen kommen

Tumisu (CC0), Pixabay

Der sogenannte Love- oder Romance-Scam zählt zu den perfidesten Formen des Online-Betrugs. Die Täter gewinnen über Wochen oder sogar Monate das Vertrauen ihrer Opfer, bauen eine vermeintlich romantische Beziehung auf und fordern schließlich Geld – oft unter emotionalem Druck. Besonders häufig wird dabei nach Angaben eines aktuellen Rechtstipps ein Bezug zur Ukraine hergestellt: Die angebliche Partnerin oder der angebliche Partner berichtet von Krieg, Flucht, familiären Notlagen oder dringend benötigten Reisekosten.

Für die Betroffenen endet die vermeintliche Liebesgeschichte nicht selten mit hohen finanziellen Verlusten und großem emotionalem Schaden. Hinzu kommt die Scham, auf die Betrugsmasche hereingefallen zu sein. Gerade diese Reaktion nutzen die Täter häufig aus.

Betrüger setzen auf Emotionen statt Technik

Anders als klassische Phishing-Angriffe funktioniert Love Scamming vor allem durch psychologische Manipulation. Die Täter investieren viel Zeit in den Aufbau einer persönlichen Beziehung. Erst wenn ausreichend Vertrauen entstanden ist, folgen Geldforderungen – zunächst oft in kleinen Beträgen, später nicht selten in fünf- oder sechsstelliger Höhe. Häufig werden medizinische Notfälle, Visa-Probleme, Zollgebühren oder angebliche Reisekosten vorgeschoben.

Die größten Fehler nach der Entdeckung

Nach Einschätzung des Autors des Rechtstipps verschlechtern viele Opfer ihre Ausgangslage, weil sie aus Scham niemandem von dem Betrug erzählen. Dadurch verstreicht wertvolle Zeit, in der Beweise gesichert oder Zahlungswege nachvollzogen werden könnten. Ebenso problematisch sei es, weitere Zahlungen zu leisten, weil Betrüger häufig behaupten, es fehle nur noch ein letzter kleiner Betrag. Tatsächlich folgen auf eine Zahlung meist neue Forderungen.

Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, Chatverläufe, E-Mails oder Fotos aus Wut oder Enttäuschung zu löschen. Gerade diese Unterlagen können später wichtige Beweismittel sein. Auch Überweisungsbelege, Kontoauszüge und Zahlungsbestätigungen sollten unbedingt aufbewahrt werden.

Vorsicht vor angeblichen Geldrückholern

Nach einem bekannt gewordenen Betrugsfall melden sich laut dem Rechtstipp häufig weitere Personen oder Unternehmen, die versprechen, das verlorene Geld garantiert zurückzuholen. Solche Angebote sollten äußerst kritisch geprüft werden. Versprechen wie „100 Prozent Geld zurück“ oder die Forderung nach einer Bearbeitungsgebühr können selbst Teil einer weiteren Betrugsmasche sein.

Strafanzeige allein reicht oft nicht

Viele Geschädigte setzen ausschließlich auf eine Strafanzeige und hoffen auf eine automatische Rückzahlung ihres Geldes. Der Beitrag weist jedoch darauf hin, dass Strafverfahren und zivilrechtliche Ansprüche unterschiedliche Ziele verfolgen. Deshalb sollten Betroffene möglichst früh prüfen lassen, welche rechtlichen Möglichkeiten im konkreten Einzelfall bestehen.

Diese Unterlagen sollten gesichert werden

Wer Opfer eines Love Scams geworden ist, sollte möglichst sämtliche vorhandenen Informationen sichern. Dazu gehören insbesondere:

  • vollständige Chatverläufe,
  • E-Mails und Screenshots,
  • Kontoauszüge und Zahlungsbelege,
  • Fotos und Videos,
  • Telefonnummern und Benutzernamen,
  • Dating-Profile,
  • gegebenenfalls Ausweiskopien,
  • Kryptowallet-Adressen sowie sämtliche weiteren Kommunikationsnachweise.

Scham hilft nur den Tätern

Der wohl wichtigste Rat lautet: Den Betrugsfall nicht aus Scham verschweigen und nicht vorschnell aufgeben. Ob und welche rechtlichen Schritte Aussicht auf Erfolg haben, hängt von den vorhandenen Beweisen, den Zahlungswegen und den beteiligten Personen ab. Deshalb kann eine frühzeitige und strukturierte Aufarbeitung entscheidend sein. Der Beitrag betont, dass jeder Fall individuell geprüft werden sollte und ein planvolles Vorgehen die Chancen verbessert, den Sachverhalt rechtlich aufzuarbeiten.

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