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Windpark Portfolio I GmbH & Co. KG: Solide Erträge aus Windparkbeteiligungen, aber hohe Haftungsrisiken bleiben bestehen
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Windpark Portfolio I GmbH & Co. KG: Solide Erträge aus Windparkbeteiligungen, aber hohe Haftungsrisiken bleiben bestehen

geralt (CC0), Pixabay

Die Windpark Portfolio I GmbH & Co. KG mit Sitz in Freiburg im Breisgau hat für das Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss von rund 1,85 Millionen Euro erwirtschaftet. Damit liegt das Ergebnis zwar deutlich unter dem Vorjahreswert von 3,47 Millionen Euro, dennoch zeigt sich die Beteiligungsgesellschaft weiterhin profitabel und finanziell stabil.

Beteiligungsgesellschaft mit Fokus auf Windparks

Die Gesellschaft betreibt selbst keine Windenergieanlagen, sondern fungiert als Holding- und Beteiligungsgesellschaft. Ihr wesentliches Vermögen besteht aus Beteiligungen an vier Windparkgesellschaften:

  • Windpark Wetzdorf GmbH & Co. KG
  • Windpark Großberndten GmbH & Co. KG
  • Windpark Jatzke GmbH & Co. KG
  • Windpark Kantow GmbH & Co. KG

Der Buchwert dieser Beteiligungen blieb unverändert bei rund 18,4 Millionen Euro und macht praktisch die gesamte Vermögensbasis der Gesellschaft aus.

Gewinn weiterhin auf hohem Niveau

Der Jahresüberschuss von 1,85 Millionen Euro resultiert vor allem aus Ausschüttungen der Tochtergesellschaften, die als Beteiligungserträge vereinnahmt wurden. Gegenüber dem Vorjahr ging das Ergebnis allerdings um rund 47 Prozent zurück.

Die Gesellschaft verfügt dennoch weiterhin über erhebliche Gewinnvorträge. Einschließlich der laufenden Gewinne belaufen sich die kumulierten Gewinn- und Verlustvorträge auf knapp 47,8 Millionen Euro.

Eigenkapital weiterhin solide

Das ausgewiesene Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag rund 18,4 Millionen Euro und entspricht damit nahezu der gesamten Bilanzsumme von 18,55 Millionen Euro.

Die Gesellschaft weist damit eine außerordentlich hohe Eigenkapitalquote von über 99 Prozent auf. Finanzielle Verschuldung spielt praktisch keine Rolle. Die gesamten Verbindlichkeiten belaufen sich lediglich auf rund 134.000 Euro.

Liquidität leicht rückläufig

Die liquiden Mittel gingen von rund 100.000 Euro auf etwa 84.000 Euro zurück. Da die Gesellschaft als Holding fungiert und ihre Erträge überwiegend aus Beteiligungen erzielt, stellt dies derzeit kein wesentliches Risiko dar.

Zusätzlich bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Umsatzsteuererstattungsansprüche.

Auffällige Entnahmen der Gesellschafter

Ein Blick auf die Eigenkapitalentwicklung zeigt allerdings eine Besonderheit. Die kumulierten Entnahmen der Kommanditisten summieren sich inzwischen auf mehr als 55,6 Millionen Euro.

Diese hohen Ausschüttungen haben zur Folge, dass nach § 172 Abs. 4 HGB eine sogenannte wiederauflebende Kommanditistenhaftung entstanden ist. Laut Jahresabschluss beträgt diese Haftung rund 4,95 Millionen Euro.

Dies bedeutet, dass ausgeschüttete Beträge unter bestimmten Voraussetzungen wieder zurückgefordert werden könnten, falls Gläubigeransprüche entstehen sollten.

Hohe Eventualverpflichtungen

Besonders aufmerksam sollten Anleger die ausgewiesenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrachten.

Die Gesellschaft weist Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von rund 62,1 Millionen Euro aus. Diese resultieren aus noch nicht eingeforderten Einlagen sowie potenziellen Haftungsverpflichtungen.

Solche Verpflichtungen stellen zwar keine unmittelbaren Schulden dar, zeigen jedoch, dass erhebliche finanzielle Risiken im Beteiligungsgeflecht vorhanden sind.

Keine eigenen Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Arbeitnehmer. Die Verwaltung erfolgt über die Komplementärgesellschaft Windpark Portfolio Verwaltungs GmbH. Geschäftsführer sind Diplom-Betriebswirt (FH) Oliver Fleischer sowie Diplom-Ökonom Bernhard Wieland.

Bewertung aus Anlegersicht

Der Jahresabschluss vermittelt insgesamt ein solides Bild. Die Gesellschaft verfügt über eine sehr hohe Eigenkapitalquote, geringe Verbindlichkeiten und erwirtschaftet weiterhin erhebliche Gewinne aus ihren Windparkbeteiligungen.

Positiv hervorzuheben sind:

  • stabile Beteiligungswerte,
  • geringe Verschuldung,
  • weiterhin hohe Ertragskraft,
  • starke Eigenkapitalbasis.

Kritisch zu bewerten sind hingegen:

  • der deutliche Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr,
  • die hohen kumulierten Entnahmen der Gesellschafter,
  • die wiederauflebende Haftung der Kommanditisten,
  • die ausgewiesenen finanziellen Verpflichtungen von mehr als 62 Millionen Euro.

Insgesamt erscheint die Gesellschaft finanziell stabil, allerdings sollten Anleger die Haftungs- und Verpflichtungsrisiken innerhalb der Konzernstruktur nicht unterschätzen. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt zudem stark von den Ergebnissen der zugrunde liegenden Windparkgesellschaften abhängig.

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