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Wanise‘ WM-Kolumne: König Lionel schlägt wieder zu – Messi schreibt das nächste Kapitel für die Ewigkeit

Es gibt Spieler, die gewinnen Fußballspiele. Und es gibt Lionel Messi.

Argentinien ist mit einem souveränen 3:0 gegen Algerien in die Weltmeisterschaft gestartet. Doch das Ergebnis erzählt nur einen Teil der Geschichte. Der eigentliche Hauptdarsteller dieses Abends war einmal mehr jener Mann, der seit fast zwei Jahrzehnten Fußballgeschichte schreibt und offenbar noch immer nicht genug davon hat.

Lionel Messi.

Drei Tore, drei magische Momente und ein weiterer Eintrag in die Geschichtsbücher. Mit seinem Dreierpack zog der argentinische Superstar mit Miroslav Klose als erfolgreichstem WM-Torschützen aller Zeiten gleich. Eine Marke, die viele Experten noch vor einigen Jahren für nahezu unerreichbar hielten.

Dabei begann die Partie gar nicht so spektakulär. Algerien verteidigte leidenschaftlich, hielt die Räume eng und machte den Südamerikanern das Leben schwer. Argentinien kontrollierte zwar Ball und Spielgeschehen, doch die Wüstenfüchse zeigten, dass sie nicht gewillt waren, sich kampflos ihrem Schicksal zu ergeben.

Die knappe 1:0-Führung zur Pause spiegelte die Kräfteverhältnisse durchaus wider. Argentinien war besser, aber Algerien blieb unbequem.

Nach dem Seitenwechsel schien zunächst der algerische Torhüter Zidane seinem berühmten Familiennamen alle Ehre machen zu wollen. Als Lautaro Martínez direkt nach Wiederbeginn die große Chance auf das 2:0 vergab, keimte bei den Nordafrikanern noch einmal Hoffnung auf.

Doch dann kam die Szene, die das Spiel endgültig veränderte.

Ein Distanzschuss von Alexis Mac Allister stellte Zidane vor keine unlösbare Aufgabe. Doch der Keeper konnte den Ball nur nach vorne abwehren. Dort stand natürlich Messi. Wo sonst? Während andere Spieler noch überlegen, hat Messi die Situation längst erkannt. Der Weltstar staubte eiskalt zum 2:0 ab und ließ die argentinischen Fans jubeln.

Von diesem Moment an war der Widerstand Algeriens gebrochen.

Die Südamerikaner spielten nun mit der Gelassenheit eines Favoriten, der weiß, dass sein größter Trumpf auf dem Feld steht. Messi bewegte sich zwischen den Linien, dirigierte das Spiel und wartete auf den nächsten Moment.

Der kam in der 76. Minute.

Mit seinem dritten Treffer machte er den Deckel endgültig drauf und verwandelte ein solides Auftaktspiel in einen historischen Abend. Das Stadion erhob sich, die Mitspieler suchten ihren Kapitän, und selbst neutrale Beobachter mussten anerkennen, dass hier erneut Fußballgeschichte geschrieben wurde.

Was mich dabei besonders beeindruckt: Messi wirkt nicht wie ein Spieler, der Rekorde jagt. Er wirkt wie jemand, der einfach Fußball spielt. Und genau das macht ihn so außergewöhnlich. Während andere über Statistiken sprechen, liefert er sie.

Für Algerien bleibt die Erkenntnis, dass man lange ordentlich dagegengehalten hat. Die Mannschaft kämpfte aufopferungsvoll und zeigte phasenweise gute Ansätze. Gegen eine Mannschaft mit einem Messi in dieser Form war an diesem Abend jedoch schlicht kein Kraut gewachsen.

Argentinien setzt sich damit sofort an die Spitze der Gruppe J und sendet eine deutliche Botschaft an die Konkurrenz. Die Albiceleste ist da. Und solange Lionel Messi auf dem Platz steht, muss jeder Gegner damit rechnen, Teil eines weiteren historischen Kapitels zu werden.

Mein Fazit: Argentinien gewinnt verdient, Algerien verkauft sich ordentlich – aber dieser Abend gehörte nur einem Mann. Lionel Messi hat wieder einmal bewiesen, dass manche Legenden nicht altern. Sie schreiben einfach weiter Geschichte.

Ihr Wanise

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