Der Jahresbericht des Fonds Strategiekonzept Defensiv zeigt für das Geschäftsjahr 2025 ein außergewöhnlich starkes Ergebnis – insbesondere für einen Fonds mit defensiver Ausrichtung. Trotz geopolitischer Unsicherheiten, hoher Marktschwankungen und wirtschaftlicher Risiken erzielte der Fonds eine Performance von +31,14 % in der ausschüttenden Anteilsklasse und übertraf damit sowohl den DAX (+23,01 %) als auch den EuroStoxx 50 (+18,29 %) deutlich.
Erfolgreiche Anlagestrategie mit Fokus auf Substanzwerte
Der Fonds verfolgt eine klar strukturierte und konservative Aktienstrategie. Investiert wurde ausschließlich in europäische Aktien mit solider Fundamentaldatenbasis. Entscheidende Auswahlkriterien waren:
stabile Dividendenpolitik,
günstige Kurs-Gewinn-Verhältnisse,
angemessene Kurs-Buchwert-Verhältnisse,
breite Branchendiversifikation.
Besonders positiv aus Anlegersicht ist die starke Diversifikation. Das Portfolio bestand aus über 100 Einzeltiteln, wobei die zehn größten Positionen lediglich etwas mehr als 11 % des Fondsvolumens ausmachten. Dadurch wird das Einzelwertrisiko erheblich reduziert.
Klare Positionierung: Value-, Dividenden- und Europa-Fokus
Die Vermögensaufstellung zeigt eine deutliche Ausrichtung auf europäische Qualitätsunternehmen aus defensiven und substanzstarken Branchen wie:
Banken und Versicherungen,
Energieversorger,
Telekommunikation,
Konsumgüter,
Infrastruktur und Industrie.
Besonders stark vertreten sind Großbritannien (15,95 %), Deutschland (14,70 %) und Frankreich (13,04 %). Dies deutet auf eine bewusste Konzentration auf etablierte europäische Volkswirtschaften hin.
Die Aktienquote lag zum Jahresende bei rund 98,8 %, was zeigt, dass der Fonds das positive Marktumfeld aktiv genutzt hat. Gleichzeitig blieb die Liquiditätsquote mit etwa 1,3 % gering, was auf eine hohe Investitionsbereitschaft des Managements hinweist.
Beeindruckende Wertentwicklung und Vermögenswachstum
Das Fondsvermögen stieg von rund 17,1 Mio. EUR auf 23,2 Mio. EUR an. Der Anteilwert der ausschüttenden Anteilsklasse erhöhte sich von 100,82 EUR auf 129,43 EUR.
Bemerkenswert ist dabei, dass die Performance nicht allein durch Spekulation entstand, sondern überwiegend aus nicht realisierten Kursgewinnen hochwertiger Beteiligungen resultierte. Die Nettoveränderung der nicht realisierten Gewinne betrug über 4,36 Mio. EUR.
Zusätzlich erwirtschaftete der Fonds stabile Dividendenerträge von insgesamt über 950.000 EUR vor Kosten und Steuern. Dies bestätigt die Qualität des Portfolios als einkommensorientierte Anlage.
Positiv: Langfristiger Investmentansatz
Das Management verfolgte überwiegend eine Buy-and-Hold-Strategie. Das spricht für einen langfristigen Anlagehorizont und vermeidet hohe Umschichtungs- sowie Transaktionskosten.
Auch die Auszeichnung mit 5 Morningstar-Sternen unterstreicht die hohe Qualität des Fonds im Wettbewerbsvergleich.
Risiken bleiben bestehen
Trotz der starken Ergebnisse sollten Anleger die bestehenden Risiken nicht unterschätzen:
Der Fonds investiert fast vollständig in Aktien und bleibt daher marktabhängig.
Politische Risiken wie Handelskonflikte oder geopolitische Krisen können die Kurse belasten.
Durch internationale Anlagen bestehen zusätzlich Währungsrisiken.
Darüber hinaus zeigt die hohe Aktienquote, dass der Fonds in schwächeren Börsenphasen deutlich stärker schwanken kann, als der Name „Defensiv“ möglicherweise vermuten lässt.
Fazit aus Anlegersicht
Der Fonds Strategiekonzept Defensiv überzeugt 2025 mit einer außergewöhnlich starken Kombination aus:
hoher Rendite,
breiter Diversifikation,
substanzorientierter Aktienauswahl,
stabilen Dividendenerträgen,
langfristiger Anlagestrategie.
Für langfristig orientierte Anleger, die europäische Qualitätsaktien bevorzugen und gleichzeitig Wert auf Risikostreuung legen, stellt der Fonds eine attraktive Lösung dar. Besonders hervorzuheben ist, dass die überdurchschnittliche Performance nicht durch spekulative Einzelwetten, sondern durch eine disziplinierte fundamentale Auswahl erzielt wurde.
Gleichzeitig bleibt der Fonds trotz seines defensiven Ansatzes klar ein Aktienfonds und ist damit weiterhin von Börsenentwicklungen abhängig. Anleger sollten daher eine gewisse Schwankungsbereitschaft mitbringen.