Berlin. Im Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der ZAQ GmbH hat das Amtsgericht Charlottenburg Sicherungsmaßnahmen angeordnet und einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 3611 IN 2185/26 geführt. Der Beschluss erging am 9. Mai 2026 um 20.30 Uhr.
Die ZAQ GmbH hat ihren Sitz in der Zimmerstraße 16 in 10969 Berlin und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter HRB 31724 eingetragen. Geschäftsführer der Gesellschaft ist Nikolaus Ziegert.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Friedemann Ulrich Schade aus Berlin. Verfügungen über Vermögensgegenstände der Gesellschaft sind seitdem nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Zudem wurden Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Gesellschaft untersagt beziehungsweise bereits laufende Maßnahmen einstweilen eingestellt.
Nach den Angaben im Beschluss liegt der Geschäftsschwerpunkt der ZAQ GmbH im Erwerb, Halten, Verwalten und Entwickeln von Immobilien sowie im Handel mit Immobilien. Damit war das Unternehmen im Bereich Immobilieninvestitionen und Projektentwicklung tätig.
Der vorläufige Insolvenzverwalter erhielt umfangreiche Befugnisse zur Sicherung der Vermögenswerte. Er darf unter anderem Bankguthaben und Forderungen einziehen, Sonderkonten einrichten sowie die Geschäftsräume und Unterlagen der Gesellschaft prüfen. Zudem wurden Banken und Drittschuldner verpflichtet, nur noch unter Beachtung der gerichtlichen Anordnungen zu leisten.
Mit den Maßnahmen soll verhindert werden, dass sich die Vermögenslage der Gesellschaft bis zur Entscheidung über die Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens weiter verschlechtert. Gegen die Entscheidung kann binnen zwei Wochen sofortige Beschwerde beim Amtsgericht Charlottenburg eingelegt werden.