Im Verfahren 59 IN 60/26 hat das Amtsgericht Halle (Saale) am 21. April 2026 um 16:05 Uhr die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der IMS Immobilien-Management Sachsen GmbH & Co. KG angeordnet.
Das Unternehmen mit Sitz in der Steinbergsanger 2 in 06667 Weißenfels wird über seine persönlich haftende Gesellschafterin, die IMS Immobilien-Management Sachsen Verwaltungs GmbH, vertreten. Deren Geschäftsführerin ist Sophie Alpatskaia.
Eingriffe in die Unternehmensführung
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Thilo Korn bestellt. Mit der Entscheidung sind zentrale Einschränkungen verbunden:
Verfügungen über Vermögenswerte sind nur noch mit Zustimmung des Insolvenzverwalters möglich
Zahlungen an die Gesellschaft dürfen nur noch unter Beachtung des Beschlusses erfolgen
der Insolvenzverwalter übernimmt die Kontrolle über wesentliche finanzielle Abläufe
Ziel ist es, das Vermögen der Schuldnerin zu sichern und eine geordnete Prüfung der wirtschaftlichen Lage zu ermöglichen.
Immobilienverwaltung im Fokus
Die Gesellschaft ist dem Namen nach im Bereich Immobilienmanagement tätig. Typische Aufgaben solcher Unternehmen umfassen:
Verwaltung von Immobilienbeständen
Organisation von Vermietung und Instandhaltung
kaufmännische Betreuung von Immobilienprojekten
Gerade in der Immobilienbranche haben steigende Zinsen und veränderte Marktbedingungen in den vergangenen Jahren zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen geführt.
Wie es weitergeht
Der vorläufige Insolvenzverwalter wird nun prüfen, ob genügend Vermögen vorhanden ist, um ein reguläres Insolvenzverfahren zu eröffnen und ob eine Fortführung des Unternehmens möglich erscheint.
Mit der Anordnung im Verfahren 59 IN 60/26 befindet sich die IMS Immobilien-Management Sachsen GmbH & Co. KG damit in einer entscheidenden Phase, in der über ihre wirtschaftliche Zukunft entschieden wird.