Am 27. März 2026 setzt sich die Serie von Insolvenzanträgen in Deutschland mit unverminderter Dynamik fort. Die Verfahren, die bei zahlreichen Amtsgerichten im gesamten Bundesgebiet anhängig gemacht wurden, zeigen erneut eine auffallende Branchenvielfalt und verdeutlichen die strukturellen Herausforderungen der aktuellen wirtschaftlichen Lage.
Im Raum Köln häufen sich die Verfahren besonders deutlich. Unter dem Aktenzeichen 70k IN 102 26 betrifft es die 2H Bau GmbH, während unter 70a IN 45 26 die Absolut R(h)ein UG aus Bedburg geführt wird. Ergänzt wird dies durch die Maximilian und Benedikt GmbH unter 70e IN 63 26 sowie die mecorad GmbH unter 70e IN 60 26.
Auch in Bayern sind mehrere Unternehmen betroffen. Beim Amtsgericht München wird unter 1500 IN 1149 26 die ALS Logistik und Service GmbH aus Kirchheim geführt, während unter 1502 IN 1143 26 die Luminar GmbH betroffen ist. In Kempten betrifft es unter IN 159 26 die Arktis Tours GmbH und Co. KG sowie unter IN 138 26 die Mediashop International Group GmbH.
In Baden Württemberg zeigen sich ebenfalls zahlreiche Verfahren. Unter dem Aktenzeichen 105 IN 189 26 wird beim Amtsgericht Karlsruhe die Emtrion GmbH geführt. In Stuttgart betrifft es unter 14 IN 595 26 die ATech Holding GmbH sowie unter 13 IN 59 26 die Heuer Präzisionsteile GmbH. Ergänzt wird dies durch die HaLog MCI Modulhallenpool II GmbH unter 11 IN 152 26 beim Amtsgericht Baden Baden.
Nordrhein Westfalen bleibt weiterhin ein Schwerpunkt der Insolvenzentwicklung. Neben Köln betrifft es unter anderem die FileWave Deutschland GmbH unter 504 IN 71 26 beim Amtsgericht Düsseldorf sowie die Hölling GmbH Luft und Heizungstechnik unter 43 IN 179 26 beim Amtsgericht Bielefeld. Auch die PRO SANUM Eifel GmbH und Co. KG unter 91 IN 73 26 beim Amtsgericht Aachen ist Teil dieser Entwicklung.
Im Bereich Bau und Handwerk ist die Betroffenheit besonders ausgeprägt. Hierzu zählen die Jasinski Baugeschäft GmbH unter 25 IN 35 26 beim Amtsgericht Kiel, die Elektro Leukefeld GmbH unter 8 IN 53 26 beim Amtsgericht Mühlhausen sowie die Terrassenüberdacher GmbH unter 91 IN 30 26 beim Amtsgericht Fulda.
Auch der Dienstleistungssektor weist zahlreiche Verfahren auf. Die Pflegewerk Hamburg ambulant GmbH wird unter 3617 IN 11921 25 beim Amtsgericht Charlottenburg geführt, während die Sentosa Food GmbH unter 67h IN 94 26 beim Amtsgericht Hamburg betroffen ist. Hinzu kommen Unternehmen wie die Team Thaler GmbH unter IN 112 26 beim Amtsgericht Weilheim sowie die INGMeister GmbH unter 10 IN 127 26 beim Amtsgericht Wiesbaden.
In Berlin werden mehrere Verfahren parallel geführt, darunter die Hanfgeflüster GmbH unter 3609 IN 2087 26, die homepoint services GmbH unter 3603 IN 252 26 sowie die The Library Code GmbH unter 3608 IN 2085 26, alle beim Amtsgericht Charlottenburg.
Auch spezialisierte Industriebetriebe und Logistikunternehmen sind betroffen. Die Hartmann und Bender Vertriebs und Produktions GmbH unter 10 IN 133 26 beim Amtsgericht Wiesbaden gehört ebenso dazu wie die O F E Logistics GmbH unter 9 IN 105 25 beim Amtsgericht Limburg an der Lahn sowie die WKA Green Service GmbH unter 61a IN 6 26 beim Amtsgericht Rostock.
Weitere Verfahren betreffen unter anderem die Geriatrische Rehabilitation Oberbayern Lenggries GmbH unter IN 72 26 beim Amtsgericht Wolfratshausen, die Medici Lounge GmbH unter 105 IN 197 26 beim Amtsgericht Karlsruhe sowie die MEVEMA Packaging Systems GmbH unter 810 IN 1667 25 beim Amtsgericht Frankfurt am Main.
Die Vielzahl und gleichzeitige Verteilung der Verfahren über nahezu alle Branchen hinweg macht deutlich, dass die wirtschaftlichen Belastungen weiterhin breit wirken. Insbesondere die parallele Betroffenheit von Bau, Industrie, Dienstleistungen und Handel weist auf eine strukturelle Eintrübung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hin. Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, ob Restrukturierungen greifen oder sich die Insolvenzen in eine nachhaltige Marktbereinigung fortsetzen.