Ein ungewöhnlicher Fall hat in Erfurt für Kopfschütteln gesorgt: Ein 20-jähriger Mann soll zwei Schafe von einer Koppel gestohlen und sie anschließend in ein Wohnhaus gebracht haben. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zu Sonntag und rief Polizei, Rettungskräfte und schließlich auch Tierexperten auf den Plan.
Polizei findet Schafe im Zimmer eingesperrt
Die Beamten wurden zunächst wegen eines unbefugten Aufenthalts in einem Wohnhaus alarmiert. Vor Ort machten sie dann eine ebenso überraschende wie besorgniserregende Entdeckung: In einem Zimmer hielten sich nicht nur der junge Mann auf, sondern auch zwei Kamerunschafe, die in einer Box eingesperrt waren.
Tiere in schlechtem Zustand
Nach Angaben der Polizei wiesen die Schafe deutliche Anzeichen von Dehydrierung und Unterernährung auf. Offenbar waren die Tiere über einen längeren Zeitraum weder ausreichend versorgt noch artgerecht untergebracht worden. Die Schafe wurden in die Obhut zuständiger Stellen gegeben, um medizinisch versorgt zu werden.
Mann alkoholisiert und mit Wahnvorstellungen
Der 20-Jährige selbst befand sich laut Polizei in einem stark alkoholisierten Zustand und zeigte Wahnvorstellungen. Aufgrund seines psychischen Zustands wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er medizinisch betreut wird.
Mehrere Strafanzeigen drohen
Auf den Mann kommen nun mehrere Anzeigen zu. Ihm werden unter anderem vorgeworfen:
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Diebstahl der Tiere,
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Hausfriedensbruch,
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sowie ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.
Wie und warum der Mann auf die Idee kam, die Schafe von der Koppel zu holen und in einem Wohnhaus einzusperren, ist bislang unklar und Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Fazit
Der Fall zeigt eine bizarre Mischung aus Tierdiebstahl, Alkoholeinfluss und psychischem Ausnahmezustand. Für die Tiere endete der Vorfall glimpflich, für den jungen Mann hingegen dürfte er erhebliche rechtliche Konsequenzen haben.