Griechenland geht mit harter Hand gegen Brandstiftung vor: Mehr als 300 mutmaßliche Täter sind seit Jahresbeginn bereits festgenommen worden. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis erinnerte in einer Videobotschaft daran, dass seit einer jüngsten Gesetzesverschärfung deutlich strengere Strafen gelten.
Deutlich härtere Sanktionen
Nach den neuen Bestimmungen ist eine Haftstrafe bei Brandstiftung zwingend im Gefängnis abzusitzen – Bewährung gibt es nicht mehr. Zusätzlich droht Tätern die Einziehung ihres Vermögens. Die Regierung will mit dieser Verschärfung ein klares Signal senden und potenzielle Brandstifter abschrecken.
Waldbrände weiterhin große Bedrohung
Griechenland hat auch in diesem Jahr erneut massiv unter Wald- und Buschbränden gelitten. Nach Angaben des staatlichen meteorologischen Amtes sind seit Januar rund 45.000 Hektar Wald, Buschland und landwirtschaftlich genutzte Flächen den Flammen zum Opfer gefallen. Starke Hitze, Trockenheit und teils stürmische Winde begünstigen die Ausbreitung der Brände zusätzlich.
Politische Botschaft
Mitsotakis betonte, dass Brandstiftung nicht nur ein Verbrechen gegen den Staat, sondern auch ein Angriff auf die Gesellschaft und die Umwelt sei. Mit den hohen Strafen solle sichergestellt werden, dass Täter „den vollen Preis für ihre Taten zahlen“. Gleichzeitig appellierte er an die Bevölkerung, wachsam zu bleiben und verdächtige Aktivitäten sofort zu melden.
Dauerproblem in Südeuropa
Die Waldbrände in Griechenland stehen exemplarisch für ein wiederkehrendes Problem vieler Mittelmeerländer. Längere Hitzeperioden und extreme Trockenheit infolge des Klimawandels verschärfen die Gefahr von Feuern zusätzlich. Brandstiftung bleibt jedoch ein zentraler Faktor, der jedes Jahr erhebliche Schäden anrichtet und die Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen stellt.