In Deutschland verfügen mittlerweile rund jeder zweite Haushalt über einen Glasfaser-Internetanschluss. Das geht aus einer aktuellen Studie des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) hervor. Demnach lag der Anteil im Juni bei 52,8 Prozent – ein Zuwachs von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.
Damit wurde ein Ziel, das die inzwischen abgelöste Ampel-Bundesregierung ausgegeben hatte, deutlich früher erreicht. Ursprünglich sollte die Marke von 50 Prozent erst Ende 2025 überschritten werden.
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger begrüßte die Entwicklung. Die Zahlen zeigten, so Wildberger, dass Deutschland „auf dem richtigen Weg“ sei.
Bedeutung für den Netzausbau
Glasfaser gilt als Schlüsseltechnologie für schnelles und stabiles Internet, insbesondere angesichts wachsender Datenmengen durch Streaming, Homeoffice und digitale Industrieprozesse. Der Ausbau ist jedoch mit hohen Investitionskosten verbunden und erfordert häufig langwierige Tiefbauarbeiten.
Mit dem Erreichen der 50-Prozent-Marke rückt nun das nächste Ziel in den Fokus: die flächendeckende Versorgung. Fachleute betonen, dass nicht nur der Anschluss gelegt, sondern auch die tatsächliche Nutzung durch Verbraucher gefördert werden müsse.