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Wenn der See sein Geheimnis preisgibt – Edersee-Atlantis zieht Besucher in den Bann

Hobbyfotography (CC0), Pixabay

Jahr für Jahr, wenn der Wasserstand im nordhessischen Edersee sinkt, geschieht etwas, das ein wenig an eine Szene aus einem Abenteurerroman erinnert: Aus den stillen Fluten taucht das sogenannte „Edersee-Atlantis“ auf. Dann offenbart der See die steinernen Zeugen einer vergangenen Zeit – versunkene Dörfer, deren Mauern, Brücken und Straßen sonst unter der Wasseroberfläche verborgen liegen.

Momentan ist der Zauber besonders greifbar: Die Aseler Brücke, Alt-Bringhausen, die Dorfstelle Berich, der Hopfenberg und die Bringhäuser Brücke sind wieder sichtbar. „Die Aseler Brücke kann sogar komplett trockenen Fußes überquert werden“, berichtet Lisa Brüne, Pressesprecherin der Edersee Marketing GmbH – ein Erlebnis, das in den Köpfen vieler Besucher noch lange nachhallt.

Wie ein riesiges, geöffnetes Geschichtsbuch lädt der Edersee jetzt Entdecker aus nah und fern ein. Zwischen den steinernen Relikten der Vergangenheit weht der Hauch einer Welt, die vor über hundert Jahren den Fluten weichen musste, als der Stausee geflutet wurde. Für die einen ist es eine Zeitreise, für die anderen ein stiller Ort der Erinnerung – für alle aber ein Anblick, der Staunen auslöst.

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