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Frankreichs Drogenkrimi: Ausgangssperre für Kids und Koks mit Beipackzettel

Photos_by_Paul (CC0), Pixabay

Wenn man in Südfrankreich als Kind nach 21 Uhr noch draußen ist, könnte man entweder ein sehr spät draner Schulfreund sein – oder Teil eines Drogenkartells. Sicher ist sicher, sagt sich die Stadt Nîmes und verpasst Kindern und Jugendlichen unter 16 ab sofort eine nächtliche Ausgangssperre. Von 21 Uhr bis 6 Uhr heißt es: ab in die Koje, bevor die Kugeln fliegen.

Der zuständige Sicherheitschef Richard Schieven erklärt die Maßnahme so: „Wir wollen die Minderjährigen schützen – sowohl die ganz harmlosen als auch die, die von Dealern schon mit 12 als Laufburschen gecastet wurden.“

Nur in den Brennpunktvierteln gilt diese neue Regel – sprich: Da, wo abends nicht Netflix, sondern Kalaschnikows laufen.


Nîmes bei Nacht: Jetzt mit weniger Kindern, aber mehr Polizei

Die Polizei bekommt übrigens Verstärkung – hoffentlich diesmal ohne Plot-Twist wie in Marseille (dazu gleich mehr). Die Ausgangssperre gilt erst mal zwei Wochen, aber man lässt sich die Option offen, sie zu verlängern – wie eine Gratis-Testphase für nächtliche Ruhe.

Ob das Ganze funktioniert? Die Polizeigewerkschaft sagt: „Naja…“ – und zweifelt, dass echte Gangster jetzt plötzlich tagsüber ihre Mittagspausen mit Drive-by-Schießereien verbringen.


Marseille: Wenn die Drogenfahndung selbst ins Visier gerät

In Marseille, Frankreichs inoffizieller Hauptstadt des „Kokain mit Meerblick“, spielt sich derweil ein echter Netflix-Thriller ab: Dort wird nämlich nicht mehr nur gegen Dealer ermittelt – sondern gegen die Chefin der Drogenfahndung höchstpersönlich. Und, man ahnt es, auch gegen ihren Stellvertreter. Das Duo stand plötzlich nicht mehr nur in der Rangliste, sondern auf der Ermittlerliste.

Der Grund: 400 Kilogramm Kokain, angeblich aus Kolumbien, angeblich überwacht, aber am Ende… nun ja, nicht ganz da, wo sie sein sollten. Von 400 Kilo blieb offiziell eins übrig – der Rest: offenbar unter der Hand verkauft. Ob versehentlich oder mit Quittung, ist noch unklar.

Die Polizei ermittelte gegen sich selbst – sehr effizient, immerhin kennt man die Büroräume. Die wurden im April 2024 gleich mit durchsucht.


„Bac Nord“, aber echt

Falls dir das alles bekannt vorkommt: Ja, das klingt wie der Film „Bac Nord“ – nur diesmal nicht mit Schauspielern, sondern mit echten Beamten, echten Drogen und wahrscheinlich auch echtem Kopfschütteln im Innenministerium.

Laut Staatsanwaltschaft wurden mindestens 360 Kilogramm Koks ganz ohne Chef-okay verschoben – also quasi der polizeiliche Bringdienst für Betäubungsmittel. Das ist nicht mehr „undercover“, das ist „über alle Maßen drüber“.


Fazit:

Frankreich hat 2025 einen neuen Sommerhit: „Hitze, Hasch und Handschellen“. Während Nîmes Kindern abends Sendepause verordnet, geht in Marseille der Plot so wild weiter, dass selbst Netflix fragt: „Habt ihr das Drehbuch noch frei?“

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