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Starbucks verlangt von Büroangestellten Rückkehr ins Büro – vier Tage pro Woche

twalmedia (CC0), Pixabay

Die Kaffeekette Starbucks verschärft ihre Regeln für Büroangestellte: Ab Oktober 2025 müssen Mitarbeitende im Unternehmensbereich an mindestens vier Tagen pro Woche im Büro arbeiten. Wer das nicht möchte, kann ein freiwilliges Abfindungsprogramm nutzen – inklusive einmaliger Ausstiegszahlung.

Der Schritt erfolgt laut CEO Brian Niccol als Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets, um sinkende Umsätze zu stoppen und die Unternehmenskultur zu stärken.

„Unsere beste Arbeit entsteht, wenn wir zusammen sind“, erklärte Niccol. „Ideen lassen sich besser teilen, Probleme kreativer lösen, Entscheidungen schneller treffen – und unser Teamgeist wächst.“

Von Pandemie zur Präsenzpflicht: Rückkehr ins Büro mit Gegenwind

Starbucks hatte bereits 2023 eine drei-Tage-Präsenzpflicht eingeführt. Jetzt erhöht sich der Mindestwert auf vier Tage. Zudem müssen alle Führungskräfte, die derzeit vollständig remote arbeiten, innerhalb von zwölf Monaten nach Seattle oder Toronto umziehen.

Die Entscheidung kommt nicht überall gut an. Laut einer aktuellen Umfrage des Pew Research Center arbeiten rund 75 % der Beschäftigten mit Bürojob weiterhin zumindest teilweise im Homeoffice. Knapp die Hälfte gab an, bei vollständigem Entzug dieser Flexibilität den Job wahrscheinlich aufzugeben.

Kritik an Doppelmoral: CEO reiste bislang im Jet zur Arbeit

Für Unmut sorgt auch die vermeintliche Doppelmoral bei der Homeoffice-Regel: Viele CEOs genießen Sonderregeln – so auch Brian Niccol selbst.

Der frühere Chipotle-Chef wurde 2024 von Starbucks abgeworben – mit einem Paket, das ihm die wöchentliche Pendelreise von Newport Beach (Kalifornien) nach Seattle im Firmenjet gestattet. Medienberichten zufolge hatte Niccol kein dauerhaftes Büro in Seattle, sondern arbeitete teils selbst aus dem Homeoffice.

Starbucks teilte inzwischen mit, Niccol verfüge mittlerweile über ein Büro und einen Wohnsitz in Seattle. Dennoch betonen Beobachter, der Schritt zur Büro-Rückkehr sei auch ein Signal: Niccol wolle sich als „präsenter Führungstyp“ positionieren – und sich vom Image eines Homeoffice-Verfechters lösen.

„Die Debatte um Homeoffice wird zunehmend emotional geführt“, sagt Nick Bloom, Wirtschaftsprofessor an der Stanford University. „Diese Entscheidung ist auch politisch – sie soll Stärke zeigen, aber kostet Vertrauen.“

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