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„Ach ja?“ – Melania Trump widerspricht Putins Schönwetter-Propaganda laut Donald Trump

qimono (CC0), Pixabay

In einem seltenen Einblick in private Gespräche mit seiner Frau hat US-Präsident Donald Trump erklärt, dass Melania Trump offenbar skeptisch gegenüber den Beteuerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist. Während Putin in Telefonaten mit Trump ein friedliches Bild zeichne, weise Melania regelmäßig darauf hin, dass der Kreml zeitgleich neue Angriffe auf die Ukraine verübe.

„Ich komme nach Hause und sage: ‚Ich hatte ein tolles Gespräch mit Wladimir.‘ Und sie sagt: ‚Ach ja? Gerade wurde wieder eine Stadt bombardiert‘“, erzählte Trump am 14. Juli bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte im Oval Office.

Zweifel aus dem Hause Trump

Wenig später wiederholte Trump dieselbe Anekdote bei einem Mittagessen mit religiösen Führern im Weißen Haus. „Ich sagte: ‚Ich glaube, jetzt ist Frieden möglich.‘ Und dann schaltet man den Fernseher ein – oder meine Frau sagt: ‚Seltsam, gerade wurde ein Pflegeheim getroffen.‘“ Das Publikum reagierte mit Gelächter, doch die Botschaft blieb klar: Melania Trump scheint Putins Worten deutlich weniger Glauben zu schenken als ihr Mann.

Trumps Geduld mit Putin schwindet

Nach monatelangen erfolglosen Verhandlungen über einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine verschärft Trump den Ton: Sollte in den nächsten 50 Tagen kein Waffenstillstand zustande kommen, werde er 100 % Strafzölle auf Russland und dessen Handelspartner verhängen, kündigte er am Montag an. Zudem will er Waffenlieferungen an die Ukraine künftig über die NATO organisieren.

„Ich bin enttäuscht von Präsident Putin. Ich dachte, wir hätten vor zwei Monaten eine Einigung“, so Trump. „Aber es zieht sich endlos hin.“

Melania bleibt öffentlich zurückhaltend – aber mit Meinung

Melania Trump, gebürtige Slowenin, hält sich traditionell aus politischen Diskussionen heraus. Auch seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus ist sie selten öffentlich präsent. Umso bemerkenswerter, dass ihr Ehemann sie in dieser sensiblen außenpolitischen Angelegenheit zitiert – als kritische Stimme gegen Putins Doppelspiel.

Zuletzt trat das Präsidentenpaar gemeinsam bei einem Besuch in Texas auf, wo sie Opfer der jüngsten Hochwasserkatastrophe trafen. Auch beim FIFA Club-Weltpokal am Sonntag zeigten sich die Trumps gemeinsam.

Ob Melania Trump künftig eine aktivere Rolle einnehmen wird, bleibt offen – doch ihre skeptische Frage „Ach ja?“ könnte sich als prägnantes Statement in einer Zeit diplomatischer Nebelkerzen etablieren.


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