Porsche hat angekündigt, bis 2029 rund 1.900 Stellen an den Standorten Stuttgart-Zuffenhausen und Weissach abzubauen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens.
Ursprünglich verfolgte Porsche das Ziel, bis 2030 mehr als 80 Prozent seiner Fahrzeuge mit vollelektrischen Antrieben auszustatten. Aufgrund einer unerwartet schwachen Nachfrage nach Elektroautos, insbesondere in wichtigen Märkten wie China, hat das Unternehmen jedoch beschlossen, wieder verstärkt auf Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybridantriebe zu setzen.
Der geplante Stellenabbau betrifft alle Bereiche des Unternehmens, von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Verwaltung. Da für die Mitarbeiter der Porsche AG bis 2030 eine Beschäftigungssicherung gilt, sind betriebsbedingte Kündigungen bis dahin ausgeschlossen. Der Konzern setzt daher auf freiwillige Maßnahmen wie Altersteilzeitregelungen und Aufhebungsverträge mit Abfindungen.
Diese Entscheidung folgt auf bereits zuvor beschlossene Einsparungen, bei denen seit 2024 rund 1.500 befristete Arbeitsverträge nicht verlängert wurden. Weitere 500 Verträge sollen in diesem Jahr auslaufen.
Porsche steht vor vielfältigen Herausforderungen, darunter der verzögerte Hochlauf der Elektromobilität sowie geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Mit diesen Maßnahmen möchte das Unternehmen frühzeitig die Weichen stellen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.