Die verheerenden Waldbrände in Portugal dauern weiter an und haben inzwischen eine Naturfläche zerstört, die doppelt so groß ist wie der Bodensee. Seit dem Ausbruch der Brände am vergangenen Sonntag sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Lusa bereits über 106.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer gefallen. Diese Schätzung basiert auf Daten des europäischen Überwachungssystems Copernicus, das Satellitenbilder und Umweltdaten zur Überwachung von Naturkatastrophen verwendet.
Die Brände, die durch anhaltende Dürreperioden und extreme Hitze begünstigt wurden, sind für Portugal nichts Neues, doch das Ausmaß der aktuellen Feuer ist besonders verheerend. Der portugiesische Zivilschutz (ANEPC) meldete bisher fünf Todesopfer und 59 Verletzte, von denen zehn schwer verletzt wurden. Die Brände haben nicht nur massive Zerstörungen in den Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen des Landes angerichtet, sondern auch zahlreiche Dörfer bedroht. Tausende von Menschen mussten ihre Häuser verlassen, während die Feuerwehr und das Militär weiterhin im Dauereinsatz sind, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Besonders betroffen sind die zentralen und nördlichen Regionen des Landes, wo die dichte Vegetation in den trockenen Sommermonaten ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Brände bietet. Portugal hat in den vergangenen Jahren regelmäßig mit verheerenden Waldbränden zu kämpfen, aber die steigende Intensität und Häufigkeit solcher Brände stellt das Land vor immer größere Herausforderungen. Klimaforscher warnen davor, dass die Situation durch den Klimawandel noch weiter verschärft werden könnte. Portugals Regierung hat internationale Hilfe angefordert, um die Brände zu bekämpfen und die betroffenen Gebiete wieder aufzubauen.