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Präsidentschaftswahl in Algerien: Tebboune strebt zweite Amtszeit an

jorono (CC0), Pixabay

Heute sind rund 24 Millionen Algerier dazu aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Obwohl eine zweite Amtszeit für den amtierenden Staatschef Abdelmadjid Tebboune als nahezu sicher gilt, steht die Wahlbeteiligung im Fokus der Beobachter. Bei der letzten Wahl im Jahr 2019, die inmitten prodemokratischer Massenproteste stattfand, boykottierten rund 60 Prozent der Wahlberechtigten die Abstimmung – ein Ausdruck weit verbreiteter Unzufriedenheit.

Der 78-jährige Tebboune tritt als unabhängiger Kandidat an, wird jedoch von der ehemaligen Einheitspartei FLN sowie der islamistischen Bewegung Al-Bina unterstützt. Während er in den letzten Jahren wirtschaftliche Reformen und politische Stabilität versprach, sehen viele Algerierinnen und Algerier nach wie vor Defizite in der Korruptionsbekämpfung und Demokratisierung. Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest für die Legitimität der politischen Führung und die Bereitschaft der Bevölkerung, sich wieder stärker an der politischen Gestaltung des Landes zu beteiligen.

Obwohl Tebboune als klarer Favorit ins Rennen geht, bleibt abzuwarten, wie hoch die Wahlbeteiligung ausfällt und ob sie Hinweise auf eine mögliche politische Veränderung im Land gibt.

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