Start Justiz Mann nach Polizei-Schüssen auf der Reeperbahn vor Haftrichter

Mann nach Polizei-Schüssen auf der Reeperbahn vor Haftrichter

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falco (CC0), Pixabay

Der Mann, der am Sonntag im Hamburger Stadtteil St. Pauli mit einem Hammer und einem Molotowcocktail gedroht hatte und von Polizisten angeschossen wurde, soll noch am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Hamburgs Oberstaatsanwältin Liddy Oechtering erklärte, dass der Haftrichter im Laufe des Tages entscheiden werde, welcher Tatvorwurf dem Mann gemacht werde. Derzeit steht der Vorwurf eines versuchten Tötungsdeliktes im Raum. Zudem müsse der Haftrichter entscheiden, ob der Mann vorläufig in einer Klinik untergebracht oder in ein Untersuchungsgefängnis gebracht werde.

Nach Angaben der Polizei handelte der Mann möglicherweise in einem psychischen Ausnahmezustand. Der 39-Jährige aus dem niedersächsischen Buchholz wurde am Montagmorgen aus dem Krankenhaus entlassen.

Bereits am Sonntag wurde seine Wohnung in Buchholz auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft durchsucht. Dabei wurden Unterlagen sichergestellt, die weiteren Aufschluss über das Tatmotiv geben könnten. Oechtering betonte, dass es keinen Zusammenhang zur organisierten Fußballgewalt gebe.

Der Vorfall ereignete sich, als der Mann aus einem Imbiss in der Silbersackstraße kam und eine „Art Spitzhacke“ in der Hand hielt, die er in bedrohlicher Weise gegen Polizeibeamte richtete. Trotz Aufforderungen, den Gegenstand abzulegen, verhielt sich der Mann weiterhin bedrohlich, woraufhin die Polizei einschritt und ihn anschoss.

Die Ermittlungen dauern an, und die Entscheidung des Haftrichters wird im Laufe des Tages erwartet.

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