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Uganda

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OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat entschieden, dass nahezu 50.000 Opfer des ugandischen Milizenführers Dominic Ongwen eine Gesamtentschädigung von über 52 Millionen Euro erhalten sollen. Da Ongwen selbst nicht in der Lage ist, die Summe aufzubringen, wird der Treuhandfonds für Opfer des Gerichtshofs mit der Auszahlung beauftragt, wobei jedes Opfer 750 Euro erhalten soll. Zusätzlich sind Rehabilitationsmaßnahmen und die Errichtung von Gedenkstätten geplant.

Es besteht jedoch die Sorge, dass der Treuhandfonds, der sich durch freiwillige Beiträge finanziert und zu Beginn des Jahres 2023 über weniger als 20 Millionen Euro verfügte, nicht ausreichend Mittel für die Entschädigungen bereitstellen kann. Ein Großteil dieser Gelder ist bereits für andere Fälle verplant.

Dominic Ongwen, der als Kindersoldat zur Lord’s Resistance Army (LRA) kam und später zu deren oberstem Befehlshaber aufstieg, wurde 2021 wegen 60 Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter Vergewaltigung, Mord und das Entführen von Kindern, zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Haftstrafe verbüßt er in Norwegen.

Die LRA, unter der Führung von Joseph Kony, hat fast zwei Jahrzehnte lang Teile Ugandas in Angst und Schrecken versetzt. Die Gruppe ist mittlerweile weitgehend zerschlagen, und Kony befindet sich auf der Flucht.

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