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Dumm gelaufen

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qimono (CC0), Pixabay

Weil ein 37‑Jähriger Geld aus Betrugstaten, bei denen unbekannte Hintermänner die Hilfsbereitschaft und Hoffnungen von mindestens drei Frauen ausnutzten, verwahrt und weitergeleitet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Berlin nun Anklage wegen drei Fällen der Geldwäsche vor dem Amtsgericht Tiergarten erhoben.

Die drei Frauen sollen über soziale Netzwerke gebeten worden sein, aufgrund kurzfristiger Liquiditätsengpässe Geld auf ein Konto zu überweisen. Kontoinhaber soll der Angeschuldigte gewesen sein, der die eingegangenen Geldbeträge dann an Hintermänner weitergeleitet haben soll – wobei er jedenfalls billigend in Kauf genommen haben soll, dass die Überweisungen auf Betrugstaten beruhten. Zwei der Frauen überwiesen das Geld, um so „Billy“ aus England und „Raymond Clark“ aus Australien Postgebühren in Höhe von 2.865 Euro bzw. 1.800 Euro vorzustrecken.

Die dritte Frau war davon überzeugt, schon seit längerem mit dem kanadischen Schauspieler Keanu Reeves über Instagram in Kontakt zu stehen. Im Juni 2020 soll der Hollywood‑Star zu dem lang ersehnten persönlichen Treffen mit ihr bereit gewesen sein. Insgesamt 14.150 Euro überwies die Frau auf das Konto des Angeschuldigten in der Annahme, so endlich ihren Schwarm persönlich kennenlernen zu können. Zu dem Treffen mit Keanu Reeves kam es nicht.

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