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Mischfonds legt kräftig zu, doch die Kosten bleiben hoch und das Nettoergebnis vor Veräußerungen ist negativ

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Frankfurt am Main legt mit diesem Bericht die Zahlen zum Fonds AL Sydbank Vermögensverwaltung Dynamisch vor. Der Mischfonds hat im Geschäftsjahr 2025/2026 deutlich an Volumen gewonnen und gleichzeitig eine starke Wertentwicklung gezeigt; aus Anlegersicht fällt aber auf, dass das laufende Geschäft vor allem wegen der hohen Kosten einen negativen ordentlichen Nettoertrag ausweist. Als externer Anlageansatz beziehungsweise die im Portfolio dominierende externe Fondsauswahl ist vor allem Sydbank bzw. eine Reihe von Sydbank-Zielfonds aus Dänemark eingebunden.

Vermögen und Wertentwicklung

Das Fondsvermögen stieg im Berichtsjahr von 239,38 Mio. Euro auf 342,56 Mio. Euro. Damit erhöhte sich das Sondervermögen um rund 103,18 Mio. Euro beziehungsweise um gut 43 Prozent. Der Anteilwert der Anteilklasse A legte von 65,23 Euro auf 76,56 Euro zu, die Anteilklasse I von 1.396,65 Euro auf 1.649,88 Euro. Das entspricht einer Wertentwicklung von 18,23 Prozent für die A-Tranche und 18,99 Prozent für die I-Tranche. Für Anleger ist das ein sehr solides Ergebnis, zumal der Fonds nach eigener Darstellung aktiv, ausgewogen und flexibel zwischen Aktien- und Rentenbausteinen steuert.

Der Vermögenszuwachs kam nicht nur aus der Wertentwicklung, sondern auch aus neuen Geldern: Netto flossen 55,54 Mio. Euro zu. Nach Abzug der Ausschüttung des Vorjahres, des Ertragsausgleichs und der Ausschüttungsergebnisse stieg das Fondsvermögen dadurch deutlich an. Die Zahl der umlaufenden Anteile nahm ebenfalls zu, und zwar bei der A-Tranche auf 2.828.051 Stück und bei der I-Tranche auf 76.402 Stück. Das spricht für anhaltendes Anlegerinteresse.

Im Ergebnis des Geschäftsjahres stehen 50,63 Mio. Euro für den Gesamtfonds. Davon stammen 17,79 Mio. Euro aus dem realisierten Ergebnis und 32,84 Mio. Euro aus dem nicht realisierten Ergebnis. Der positive Beitrag kam also nicht nur aus Verkäufen, sondern vor allem auch aus Kursgewinnen im Bestand. Als wesentliche Quelle des positiven Veräußerungsergebnisses nennt der Bericht realisierte Gewinne aus ausländischen Investmentanteilen.

Kosten

Die Kostenbasis ist für Anleger ein zentraler Punkt. Im Fondsvermögen wurden im Berichtsjahr Verwaltungsvergütungen von insgesamt 6,08 Mio. Euro ausgewiesen, dazu 74.723 Euro Verwahrstellenvergütung und 548.204 Euro sonstige Aufwendungen. Die Gesamtkostenquote beträgt 1,86 Prozent bei der A-Tranche und 1,12 Prozent bei der I-Tranche. Für die A-Anteilklasse ist außerdem eine erfolgsabhängige Vergütung von 0,91 Prozent des durchschnittlichen Nettoinventarwerts ausgewiesen, bei der I-Tranche 0,99 Prozent. Die Beratervergütung ist mit 0,00 Euro angegeben.

Aus Anlegersicht auffällig ist das Verhältnis von Kosten zu Erträgen: Die Summe der laufenden Erträge lag beim Gesamtfonds bei 2,82 Mio. Euro, die Aufwendungen bei 6,71 Mio. Euro. Das ordentliche Nettoergebnis war deshalb mit minus 3,89 Mio. Euro negativ. Das heißt: Das laufende Fondsmanagement erwirtschaftete aus Zinsen und Ausschüttungen nicht genug, um die laufenden Kosten zu decken; die positive Gesamtrendite wurde vor allem durch Veräußerungsgewinne und Kursanstiege getragen. Transaktionskosten fielen in Höhe von 6.164,50 Euro an und bleiben im Verhältnis zum Fondsvolumen gering.

Portfolio und größte Positionen

Das Portfolio ist sehr stark über Investmentanteile geprägt: 97,55 Prozent des Fondsvermögens entfallen auf Investmentanteile, weitere 2,14 Prozent auf Zertifikate und 0,33 Prozent auf Anleihen. Die Liquidität lag zum Stichtag bei 0,93 Prozent Bankguthaben. Damit bleibt der Fonds klar investiert; ein größerer Liquiditätspuffer ist nicht erkennbar. Das kann Chancen bieten, erhöht aber auch die Abhängigkeit von der Entwicklung der Kapitalmärkte.

Regional dominieren Anlagen in Dänemark, Europa und den USA, wobei die Währungsstruktur ebenfalls breit gestreut ist: 48,28 Prozent der Investmentanteile sind in Euro denominiert, 29,16 Prozent in US-Dollar und 20,10 Prozent in Dänischen Kronen. Wesentliche Einzelpositionen sind unter anderem der iShares MSCI USA Value Factor ESG ETF mit 20,80 Mio. Euro, der iShares MSCI World Screened ETF mit 19,04 Mio. Euro, der SPDR S&P 500 Leaders ETF mit 19,19 Mio. Euro, der iShares MSCI World Value Factor Advanced ETF mit 23,49 Mio. Euro, der Xtrackers S&P 500 Screened ETF mit 14,11 Mio. Euro sowie der Xtrackers AI Innovation ETF mit 8,56 Mio. Euro. Bei den Fondsbausteinen stechen zudem mehrere Sydbank- und Sydinvest-Positionen hervor, etwa in dänischen Anleihen, High-Yield-Anleihen und Aktienfonds.

Inhaltlich ist der Fonds damit breit über Aktien- und Renten-ETFs sowie Zielfonds aufgestellt, mit klaren Schwerpunkten in den USA, Europa, Skandinavien, Technologie, Banken, Small- und Mid-Caps sowie Gold. Die Goldposition über ein ETC belief sich auf 7,34 Mio. Euro. Aus Sicht von Anlegern ist die breite Streuung grundsätzlich positiv, zugleich bleibt die Konzentration auf einzelne Themen-ETFs und auf Sydbank-nahe Zielfonds ein beobachtenswerter Schwerpunkt.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt die klassischen Marktrisiken eines Mischfonds: Marktpreisrisiken, Zinsänderungsrisiken, Adressenausfall- und Emittentenrisiken, Bonitätsrisiken, Risiken aus Zielfonds sowie Währungsrisiken. Gerade der hohe Anteil an Zielfonds macht den Fonds empfindlich gegenüber den Risiken der darunterliegenden Portfolios. Positiv ist, dass der Fonds keine Derivate einsetzte; das zugrunde liegende Derivate-Exposure lag bei 0,00 Euro.

Die Marktrisikokennzahlen auf Basis des Value-at-Risk zeigen einen potenziellen Risikobetrag zwischen 1,16 Prozent und 2,78 Prozent, im Durchschnitt 2,27 Prozent. Das ist für einen dynamischen Mischfonds nicht ungewöhnlich, verdeutlicht aber, dass der Fonds spürbaren Marktschwankungen ausgesetzt bleibt. Auffällig ist außerdem, dass das ordentliche Nettoergebnis trotz des starken Gesamtjahres negativ blieb. Auch die erfolgsabhängige Vergütung ist für Anleger ein Punkt, der die Gesamtkosten nach oben zieht.

Im Vergleich zum Vorjahr ist das Fondsvermögen deutlich gewachsen, und die Anteilwertentwicklung hat sich verbessert. Gleichzeitig ist der Fonds weiterhin stark von Kursgewinnen abhängig, weil die laufenden Erträge die Kosten nicht tragen. Die Strategie bleibt aktiv und flexibel; Änderungen an den Anlagebedingungen zum 16. April 2026 sowie die Umbenennung zum 15. Juni 2026 zeigen zudem, dass der Fonds rechtlich und organisatorisch angepasst wurde.

Fazit für Anleger

Der Fonds hat das Geschäftsjahr mit einem kräftigen Wertzuwachs und deutlichen Mittelzuflüssen abgeschlossen. Für Anleger ist das erfreulich, zumal die Ausschüttung fortgeführt wurde: Insgesamt wurden 1,61 Mio. Euro ausgeschüttet, davon 0,57 Euro je Anteil der A-Tranche und 12,37 Euro je Anteil der I-Tranche. Die Abschlussprüfer bescheinigen, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften entspricht und ein umfassendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse und Entwicklungen vermittelt. Gleichzeitig bleibt aus Anlegersicht festzuhalten: Die starke Performance ging mit einer spürbaren Kostenlast und einem negativen laufenden Ergebnis einher, sodass die Wertentwicklung stark von erfolgreichen Veräußerungen und Marktgewinnen getragen wurde.

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