{„title“:“Deka-BR 75: Solides Aktienjahr mit hoher US-Last, rund 1,07 Prozent Kosten und 14,4 Prozent Plus“,“content“:“
Der Jahresbericht zum 30. Juni 2026 wurde von der Deka Investment GmbH, Frankfurt am Main, als Kapitalverwaltungsgesellschaft und verwaltende Gesellschaft des Fonds Deka-BR 75 veröffentlicht. Der Fonds erzielte im Berichtsjahr ein deutliches Plus, blieb aber klar als Mischfonds mit starkem Aktien- und Auslandsfokus positioniert; ein externer Fondsmanager oder Anlageberater wird im Bericht nicht genannt.
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Aus Anlegersicht auffällig ist vor allem die Kombination aus guter Wertentwicklung und weiterhin spürbarem Marktrisiko: Das Fondsvermögen lag zum Stichtag bei 100,36 Mio. Euro, der Anteilwert bei 127,11 Euro. Für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026 weist der Fonds eine Performance von 14,4 Prozent aus. Der Bericht zeigt damit ein gutes Börsenjahr für den Fonds, aber auch eine deutliche Abhängigkeit von der Entwicklung der Aktienmärkte und der Währungsseite.
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Vermögen und Wertentwicklung
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Der Deka-BR 75 verfolgt einen aktiven, benchmarkfreien Ansatz und darf bis zu 75 Prozent des Fondsvermögens in Aktien und aktienähnliche Anlagen investieren. Zum Stichtag lag die Aktienquote bei 70,3 Prozent inklusive Aktienindexderivaten; die Rentenquote betrug 26,8 Prozent, mit Futures wirksam sogar 29,2 Prozent. Die Barreserve und sonstige Positionen machten 4,1 Prozent aus. Damit war das Portfolio weiter so ausgerichtet, dass ein großer Teil der Entwicklung von den Aktienmärkten kam, während Staatsanleihen und Derivate die Schwankungen abfedern sollten.
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Die Wertentwicklung fiel im Berichtszeitraum erfreulich aus. Der Bericht nennt als Gründe eine freundliche Aktienmarktentwicklung, unterstützt von rückläufigen Inflationsraten, soliden Unternehmensergebnissen und der anhaltenden Dynamik rund um Künstliche Intelligenz. Später belasteten geopolitische Spannungen die Märkte zeitweise, bevor sich die Stimmung wieder beruhigte. Die Rentenmärkte litten zwischenzeitlich unter gestiegenen Renditen. Für Anleger bedeutet das: Das Ergebnis kam nicht aus einem ruhigen Marktumfeld, sondern aus einem aktiven Management, das rechtzeitig von der Aufwärtsbewegung an den Börsen profitierte.
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Bei den Veräußerungsergebnissen zeigt sich ein klarer Schwerpunkt auf Aktien: Aus realisierten Gewinnen wurden 5,30 Mio. Euro mit Aktien und 1,91 Mio. Euro mit Futures erzielt. Hinzu kamen Gewinne aus Devisentermingeschäften von 0,44 Mio. Euro und Devisenkassageschäften von 0,08 Mio. Euro. Dem standen realisierte Verluste von insgesamt 1,99 Mio. Euro gegenüber, vor allem aus Futures, Aktien und Währungsgeschäften. Das spricht für ein Fondsmanagement, das aktiv umschichtet und nicht nur auf steigende Märkte setzt.
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Kosten
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Die Gesamtkostenquote lag bei 1,07 Prozent. Für einen aktiv gemanagten Mischfonds ist das nicht ungewöhnlich, aber aus Anlegersicht bleibt es ein relevanter Abzug von der Rendite. Der Bericht nennt als wesentliche sonstige Aufwendungen unter anderem Beratungsvergütungen von 2.022,77 Euro, EMIR-Kosten von 7.890,40 Euro, fremde Depotgebühren von 3.039,78 Euro und Kosten für Analysematerial oder -dienstleistungen von 2.801,56 Euro. Die Transaktionskosten beliefen sich auf 33.865,64 Euro.
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Ein direkter Vergleich von Kosten und Erträgen fällt gemischt aus: Die sonstigen Erträge waren mit 82.040,53 Euro vor allem durch Kompensationszahlungen geprägt. Dem stehen zwar zusätzliche Ertragsquellen wie Wertpapierleihe gegenüber, diese waren mit 3.505,47 Euro aber klein. Aus Anlegersicht bedeutsam ist daher, dass die laufenden Kosten zwar nicht aus dem Rahmen fallen, aber einen Teil der erwirtschafteten Erträge sichtbar aufzehren.
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Portfolio und größte Positionen
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Das Portfolio war klar international ausgerichtet. Auf Länderebene dominierten die USA mit 44,05 Prozent der Aktienanlagen, gefolgt von Japan, Großbritannien, Deutschland und Kanada. Unter Währungsaspekten war der US-Dollar mit 46,81 Prozent ebenfalls die wichtigste Währungsexponierung. Europa blieb wichtig, aber nicht führend. Die Rentenseite bestand fast ausschließlich aus Staatsanleihen aus den USA und Europa.
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Branchenmäßig lag der Schwerpunkt laut Bericht auf Technologie, gefolgt von Industrie und Pharma. Zu den größten Einzelpositionen gehörten unter anderem Alphabet, Nvidia, Apple, Microsoft und Amazon. Auch weitere bekannte Titel wie Roche, Nestlé, ASML, Siemens, SAP und Novo Nordisk waren vertreten. Das zeigt eine breite Streuung, aber auch eine deutliche Schwerpunktbildung bei großen, globalen Qualitäts- und Wachstumswerten.
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Die Vermögensübersicht weist eine relativ hohe Konzentration auf Aktien aus: 69,05 Prozent des Fondsvermögens steckten in Aktien, 26,55 Prozent in Anleihen. Dazu kamen 3,51 Prozent Bankguthaben und Geldmarktpositionen. Die Derivateposition war mit -0,18 Prozent leicht negativ, was auf Absicherungs- oder Steuerungseffekte hindeutet.
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Risiken und Auffälligkeiten
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Der Bericht nennt die typischen Marktpreisrisiken eines Aktien- und Rentenfonds: Kursrückgänge an den Aktienmärkten, Zinsänderungsrisiken bei Anleihen, Emittentenrisiken bei Unternehmenspapieren, Fremdwährungsrisiken sowie Kontrahentenrisiken aus Derivaten. Auffällig ist dabei, dass der Fonds trotz des Rentenbausteins stark vom Aktienmarkt geprägt bleibt. Für Anleger bedeutet das: Schwankungen können erheblich ausfallen, auch wenn der Rentenanteil stabilisierend wirken soll.
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Positiv ist, dass der Fonds laut Bericht keine wesentlichen Liquiditätsrisiken und keine besonderen operationellen Risiken verzeichnete. Ebenfalls bemerkenswert: Der Fonds setzte Wertpapierleihe ein; die dadurch ausgelagerten Wertpapiere beliefen sich auf ein Exposure von 7,57 Mio. Euro, abgesichert durch Sicherheiten von 10,77 Mio. Euro. Aus Anlegersicht ist das kein Alarmzeichen, aber ein zusätzlicher Komplexitätsfaktor.
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Bei den Nachhaltigkeitsangaben ist wichtig, dass der Fonds zwar PAI-Aspekte berücksichtigt, aber nicht nach EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten investiert. Das ist für Anleger relevant, die einen streng nachhaltigen Schwerpunkt erwarten würden.
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Fazit für Anleger
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Unterm Strich war das Geschäftsjahr für den Deka-BR 75 erfolgreich: 14,4 Prozent Wertzuwachs, ein Fondsvermögen von gut 100 Mio. Euro und eine klare Beteiligung an der Börsenhausse. Gleichzeitig bleibt der Fonds ein aktiver, marktnaher Mischfonds mit hohem Aktienanteil, internationaler Streuung, deutlicher US-Last und einer Kostenquote von 1,07 Prozent. Das Prüfungsurteil des Abschlussprüfers fiel ohne Einschränkungen aus; der Jahresbericht entspricht nach dessen Beurteilung in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorgaben und vermittelt ein zutreffendes Bild der Entwicklung des Sondervermögens.
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