Die Windpark Klingenberg GmbH & Co. KG mit Sitz auf der Ostseeinsel Fehmarn hat ihre Bilanz zum 31. Dezember 2025 offengelegt.
Die Veröffentlichung erfolgte am 19. Oktober 2026.
Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz sowie einen Anhang mit Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, den Verbindlichkeiten und weiteren gesellschaftsrechtlichen Informationen.
Die Gesellschaft ist beim Registergericht Lübeck unter der Registernummer 4781 eingetragen.
Aus dem Abschluss geht hervor, dass sich die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2025 von 8.467.435,78 Euro auf 8.784.157,44 Euro erhöht hat.
Das entspricht einem Anstieg um 316.721,66 Euro beziehungsweise rund 3,7 Prozent.
Während die Gesamtvermögenswerte damit leicht zunahmen, veränderte sich die Zusammensetzung der Bilanz spürbar.
Insbesondere die liquiden Mittel, die Forderungen, die Rechnungsabgrenzungsposten und die kurzfristigen Verbindlichkeiten entwickelten sich unterschiedlich.
Bilanzsumme steigt auf rund 8,78 Millionen Euro
Die wichtigsten Bilanzkennzahlen im Überblick:
| Bilanzposition | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 8.784.157,44 € | 8.467.435,78 € |
| Anlagevermögen | 1.317.371,59 € | 1.399.548,59 € |
| Umlaufvermögen | 5.402.091,56 € | 6.114.592,34 € |
| Liquide Mittel | 4.777.198,36 € | 4.386.490,73 € |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 624.893,20 € | 1.288.101,61 € |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2.064.694,29 € | 953.294,85 € |
| Eigenkapital | 7.312.326,52 € | 7.475.924,19 € |
| Rückstellungen | 785.714,53 € | 737.509,44 € |
| Verbindlichkeiten | 686.116,39 € | 254.002,15 € |
Die Zahlen zeigen, dass die Bilanzsumme zwar nur moderat gestiegen ist, sich einzelne Positionen jedoch erheblich verändert haben.
Besonders deutlich fällt der Anstieg der Rechnungsabgrenzungsposten aus.
Gleichzeitig gingen die Forderungen zurück, während sich der Bestand an Bankguthaben erhöhte.
Bankguthaben steigt auf 4,78 Millionen Euro
Eine der auffälligsten Positionen des Jahresabschlusses sind die liquiden Mittel.
Zum 31. Dezember 2025 verfügte die Windpark Klingenberg GmbH & Co. KG über Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 4.777.198,36 Euro.
Ein Jahr zuvor waren es 4.386.490,73 Euro gewesen.
Damit erhöhte sich der Bestand um 390.707,63 Euro beziehungsweise rund 8,9 Prozent.
Gemessen an der Bilanzsumme entfielen zum Jahresende 2025 etwa 54,4 Prozent des gesamten bilanzierten Vermögens auf liquide Mittel.
Das ist ein hoher Anteil.
Ein erheblicher Bankguthabenbestand kann die Fähigkeit eines Unternehmens stärken, laufende Verpflichtungen zu erfüllen und auf unerwartete finanzielle Anforderungen zu reagieren.
Allerdings lässt sich aus der Bilanz allein nicht feststellen, ob sämtliche Guthaben uneingeschränkt verfügbar sind oder ob einzelne Beträge bestimmten Zwecken dienen.
Auch die Ursachen für den Anstieg der liquiden Mittel werden im veröffentlichten Anhang nicht näher erläutert.
Eigenkapitalquote weiterhin über 83 Prozent
Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von 7.312.326,52 Euro aus.
Im Vorjahr waren es 7.475.924,19 Euro.
Damit ging das Eigenkapital um 163.597,67 Euro zurück.
Trotz dieses Rückgangs bleibt die Eigenkapitalausstattung im Verhältnis zur Bilanzsumme hoch.
Die rechnerische Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2025 rund 83,2 Prozent.
Im Vorjahr hatte sie noch bei rund 88,3 Prozent gelegen.
Damit verringerte sich die Quote um etwa 5,1 Prozentpunkte.
Eine hohe Eigenkapitalquote deutet grundsätzlich auf eine starke bilanzielle Finanzierung durch eigene Mittel hin.
Sie kann insbesondere bei der Beurteilung der Verschuldung und der langfristigen finanziellen Stabilität relevant sein.
Gleichzeitig ist zu beachten, dass eine hohe Eigenkapitalquote keine Garantie für künftige Gewinne oder dauerhaft positive Zahlungsströme darstellt.
Die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Windparkunternehmens hängt unter anderem von Stromerträgen, Vermarktungserlösen, Betriebskosten und möglichen Investitionsverpflichtungen ab.
Diese Informationen lassen sich aus der vorliegenden Bilanz nur eingeschränkt ableiten.
Verbindlichkeiten steigen um rund 170 Prozent
Während die Eigenkapitalquote weiterhin hoch bleibt, zeigt die Passivseite einen deutlichen Anstieg der Verbindlichkeiten.
Zum Jahresende 2025 beliefen sich diese auf 686.116,39 Euro.
Ein Jahr zuvor waren lediglich 254.002,15 Euro ausgewiesen worden.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich somit um 432.114,24 Euro.
Das entspricht einem Anstieg um rund 170,1 Prozent.
Damit haben sich die bilanzierten Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.
Der Anstieg ist zwar deutlich, muss jedoch im Verhältnis zur gesamten Vermögens- und Liquiditätslage betrachtet werden.
Den Verbindlichkeiten von rund 686.000 Euro standen zum Bilanzstichtag liquide Mittel von rund 4,78 Millionen Euro gegenüber.
Rechnerisch überstieg der ausgewiesene Bestand an liquiden Mitteln die gesamten Verbindlichkeiten damit um rund 4,09 Millionen Euro.
Diese Gegenüberstellung deutet auf einen erheblichen bilanziellen Liquiditätspuffer hin.
Sie ersetzt allerdings keine vollständige Liquiditätsanalyse, da beispielsweise künftige Investitionen, Auszahlungen oder sonstige Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig aus der Bilanz hervorgehen.
Sämtliche Verbindlichkeiten sind kurzfristig
Bemerkenswert ist auch die Fälligkeitsstruktur der ausgewiesenen Verbindlichkeiten.
Nach dem Jahresabschluss haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Der Betrag liegt bei 686.116,39 Euro.
Im Vorjahr betrugen die kurzfristigen Verbindlichkeiten 254.002,15 Euro.
Langfristige Verbindlichkeiten werden in der veröffentlichten Bilanz nicht ausgewiesen.
Das bedeutet, dass die zum Bilanzstichtag bilanzierten Verbindlichkeiten vollständig dem kurzfristigen Bereich zugeordnet sind.
Aus dieser Darstellung lässt sich jedoch nicht ableiten, dass das Unternehmen keinerlei künftige vertragliche Verpflichtungen besitzt.
Solche Verpflichtungen können unter bestimmten Voraussetzungen außerhalb der ausgewiesenen Bilanzpositionen bestehen.
Die vorliegenden Angaben enthalten hierzu keine weitergehende Aufschlüsselung.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern leicht rückläufig
Von den gesamten Verbindlichkeiten entfielen zum Jahresende 2025 insgesamt 56.838,58 Euro auf Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern.
Im Vorjahr waren es 58.425,55 Euro gewesen.
Damit verringerte sich diese Position um 1.586,97 Euro.
Im Anhang wird außerdem ausgewiesen, dass innerhalb der betreffenden Verbindlichkeiten keine Beträge gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis enthalten sind.
Der Anstieg der gesamten Verbindlichkeiten ist somit nicht auf eine Zunahme der ausdrücklich ausgewiesenen Gesellschafterverbindlichkeiten zurückzuführen.
Welche einzelnen Geschäftsvorfälle für die höheren kurzfristigen Verpflichtungen verantwortlich waren, geht aus dem Abschluss nicht hervor.
Eine konkrete Zuordnung etwa zu Lieferantenrechnungen, Abrechnungen oder sonstigen Verpflichtungen wäre deshalb spekulativ.
Forderungen sinken um mehr als die Hälfte
Auf der Aktivseite zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände.
Diese Position verringerte sich von 1.288.101,61 Euro im Jahr 2024 auf 624.893,20 Euro im Jahr 2025.
Das entspricht einer Abnahme um 663.208,41 Euro beziehungsweise rund 51,5 Prozent.
Der Rückgang kann unterschiedliche Ursachen haben.
Denkbar sind beispielsweise die Begleichung zuvor offener Forderungen oder Veränderungen im Umfang sonstiger Vermögensgegenstände.
Der veröffentlichte Anhang enthält allerdings keine detaillierte Erläuterung zu dieser Entwicklung.
Daher lässt sich nicht feststellen, welcher Anteil auf tatsächliche Zahlungseingänge oder andere bilanzielle Veränderungen zurückzuführen ist.
Die Forderungsposition macht zum Bilanzstichtag nur noch rund 7,1 Prozent der Bilanzsumme aus.
Wertpapierbestand fällt auf null
Eine weitere Veränderung betrifft die Wertpapiere des Umlaufvermögens.
Zum 31. Dezember 2024 hatte die Gesellschaft noch Wertpapiere im Umfang von 440.000 Euro ausgewiesen.
Zum Jahresende 2025 beträgt diese Bilanzposition dagegen null Euro.
Damit ist der zuvor ausgewiesene Wertpapierbestand vollständig aus dieser Position verschwunden.
Ob die Wertpapiere verkauft, eingelöst, umgeschichtet oder aus anderen Gründen nicht mehr im Umlaufvermögen ausgewiesen wurden, geht aus den veröffentlichten Angaben nicht hervor.
Ein Verkaufserlös oder ein daraus resultierender Gewinn beziehungsweise Verlust kann deshalb nicht beziffert werden.
Auffällig ist lediglich, dass gleichzeitig der Bestand an liquiden Mitteln gestiegen ist.
Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen beiden Veränderungen ist anhand der Bilanz jedoch nicht nachgewiesen.
Rechnungsabgrenzungsposten mehr als verdoppelt
Besonders stark stiegen die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.
Sie erhöhten sich von 953.294,85 Euro im Vorjahr auf 2.064.694,29 Euro zum Jahresende 2025.
Das entspricht einem Anstieg um 1.111.399,44 Euro beziehungsweise rund 116,6 Prozent.
Damit haben sich die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten mehr als verdoppelt.
Sie machen inzwischen rund 23,5 Prozent der Bilanzsumme aus.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten dienen grundsätzlich dazu, Ausgaben bilanziell den Geschäftsjahren zuzuordnen, denen sie wirtschaftlich zuzurechnen sind.
Der Anhang erläutert, dass Rechnungsabgrenzungsposten zur periodengerechten Abgrenzung von Erträgen und Aufwendungen gebildet wurden.
Welche konkreten Sachverhalte hinter dem starken Anstieg stehen, wird allerdings nicht näher aufgeschlüsselt.
Gerade wegen des erheblichen Umfangs wäre diese Information für eine vertiefte wirtschaftliche Analyse relevant.
Aus der Position allein lässt sich weder auf einen zusätzlichen Geldzufluss noch auf einen entsprechenden Jahresgewinn schließen.
Anlagevermögen geht zurück
Das gesamte Anlagevermögen verringerte sich von 1.399.548,59 Euro auf 1.317.371,59 Euro.
Der Rückgang beträgt 82.177 Euro beziehungsweise rund 5,9 Prozent.
Innerhalb dieser Position entwickelten sich die Sachanlagen und Finanzanlagen unterschiedlich.
Die Sachanlagen gingen von 1.339.906,67 Euro auf 1.199.479,67 Euro zurück.
Das entspricht einer Verringerung um 140.427 Euro.
Die Finanzanlagen erhöhten sich dagegen von 59.641,92 Euro auf 117.891,92 Euro.
Damit stiegen sie um 58.250 Euro.
Nach den Angaben im Anhang werden Sachanlagen zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und, soweit sie abnutzbar sind, planmäßig abgeschrieben.
Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer.
In welchem Umfang der Rückgang der Sachanlagen auf Abschreibungen, Abgänge oder andere Veränderungen zurückzuführen ist, lässt sich aus der veröffentlichten Bilanz nicht vollständig bestimmen.
Rückstellungen steigen leicht
Die Rückstellungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2025 von 737.509,44 Euro auf 785.714,53 Euro.
Das entspricht einem Anstieg um 48.205,09 Euro beziehungsweise rund 6,5 Prozent.
Nach den Angaben im Anhang umfassen die Steuerrückstellungen noch nicht veranlagte Steuern für das Geschäftsjahr und das Vorjahr.
Sonstige Rückstellungen wurden für weitere ungewisse Verbindlichkeiten gebildet.
Dabei seien alle erkennbaren Risiken berücksichtigt worden.
Eine detaillierte betragsmäßige Aufteilung der Rückstellungen ist im bereitgestellten Abschluss nicht enthalten.
Deshalb kann nicht festgestellt werden, welche einzelnen Risiken oder Verpflichtungen den Anstieg verursacht haben.
Keine Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt
Der Jahresabschluss enthält außerdem Angaben zur Beschäftigungssituation.
Danach betrug die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer null.
Das bedeutet, dass die Gesellschaft für 2025 keine durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer ausweist.
Für Windparkgesellschaften ist eine solche Struktur grundsätzlich möglich, wenn bestimmte technische, kaufmännische oder administrative Leistungen durch externe Dienstleister oder andere Gesellschaften erbracht werden.
Ob dies bei der Windpark Klingenberg GmbH & Co. KG konkret der Fall ist und welche Dienstleister gegebenenfalls tätig sind, geht aus dem veröffentlichten Abschluss nicht hervor.
Aus der Beschäftigtenzahl allein lässt sich daher keine Aussage über den Umfang des operativen Windparkbetriebs ableiten.
Was sagt die Bilanz über die Ertragslage aus?
Die veröffentlichten Zahlen ermöglichen eine Beurteilung der Vermögens- und Finanzierungsstruktur zum Bilanzstichtag.
Eine vollständige Analyse der Ertragslage ist damit jedoch nicht möglich.
Im bereitgestellten Abschluss ist keine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.
Es fehlen insbesondere Angaben zu Umsatzerlösen, Stromverkaufserträgen, Betriebskosten und dem Jahresergebnis.
In der Bilanz wird sowohl für 2025 als auch für 2024 ein Bilanzgewinn beziehungsweise Bilanzverlust von null Euro ausgewiesen.
Daraus kann jedoch nicht geschlossen werden, dass die Gesellschaft in beiden Jahren weder Gewinne noch Verluste erwirtschaftet hat.
Auch der Rückgang des Eigenkapitals um rund 163.600 Euro erlaubt für sich genommen keine eindeutige Aussage über den Jahresüberschuss.
Veränderungen des Eigenkapitals einer Kommanditgesellschaft können unter anderem durch Ergebnisse, Entnahmen und Einlagen beeinflusst werden.
Ohne ergänzende Angaben ist deshalb keine verlässliche Gewinnberechnung möglich.
Finanzielle Einordnung: Hohe Liquidität bei steigenden Verpflichtungen
Insgesamt zeigt die Bilanz der Windpark Klingenberg GmbH & Co. KG zum Jahresende 2025 eine weiterhin hohe Eigenkapitalausstattung.
Die Eigenkapitalquote von rund 83,2 Prozent liegt deutlich über dem Anteil der bilanzierten Rückstellungen und Verbindlichkeiten.
Auch der Bestand an liquiden Mitteln von rund 4,78 Millionen Euro ist im Verhältnis zu den ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten erheblich.
Gleichzeitig verdienen mehrere Entwicklungen besondere Aufmerksamkeit.
Dazu gehören der deutliche Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten, die mehr als verdoppelten aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und der Rückgang des Eigenkapitals.
Diese Veränderungen sind nicht automatisch als Anzeichen wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu verstehen.
Sie zeigen jedoch, dass sich die Struktur der Bilanz im Geschäftsjahr 2025 merklich verändert hat.
Eine abschließende Bewertung würde zusätzliche Informationen zur Geschäftstätigkeit, zur Ertragslage und zu den Hintergründen der einzelnen Bilanzbewegungen erfordern.
Jahresabschluss von der Geschäftsführung unterzeichnet
Der Abschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. Handelsgesetzbuch unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen für kleine Personengesellschaften erstellt.
Als Geschäftsführer sind Christian Köhlbrandt und Andreas Riessen genannt.
Die Unterzeichnung trägt das Datum 24. September 2026.
Nach den sonstigen Berichtsbestandteilen wurde der Jahresabschluss am 4. Juni 2026 festgestellt.
Die Veröffentlichung erfolgte am 19. Oktober 2026.