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Verbrenner-Aus ab 2035: Deutschland und Frankreich einigen sich auf Lockerung der EU-Vorgaben

andreas160578 (CC0), Pixabay

Deutschland und Frankreich haben am 16. Oktober eine gemeinsame Position zur Zukunft des Verbrennungsmotors in Europa vorgestellt.

Beide Regierungen wollen die bisherigen europäischen Vorgaben für die CO₂-Emissionen neuer Fahrzeuge ab 2035 lockern.

Nach dem gemeinsamen Vorschlag sollen Automobilhersteller ihre durchschnittlichen Emissionen gegenüber dem Referenzjahr 2021 um 90 Prozent reduzieren müssen.

Anders als bisher diskutiert sollen die verbleibenden zehn Prozent nicht zusätzlich durch bestimmte Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden müssen.

Dadurch könnten unter bestimmten Voraussetzungen auch nach 2035 neue Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor in der Europäischen Union zugelassen werden.

Die deutsche Automobilindustrie begrüßt die zusätzliche Flexibilität.

Kritiker befürchten dagegen, dass dadurch Investitionen in Elektromobilität verzögert und europäische Hersteller langfristig im internationalen Wettbewerb geschwächt werden könnten.

Für Verbraucher könnte eine Lockerung langfristig eine größere Auswahl unterschiedlicher Antriebstechnologien ermöglichen.

Allerdings ist noch keine endgültige Änderung des europäischen Rechts beschlossen.

Der Vorschlag benötigt die Zustimmung des Europäischen Parlaments und des Rates der EU-Mitgliedstaaten.

Für Autokäufer gelten deshalb zunächst weiterhin die bestehenden gesetzlichen Regelungen.

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