Das Insolvenzgericht Landshut hat im Verfahren mit dem Aktenzeichen IN 612/26 den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der PetFood Bar GmbH mit Sitz in Triftern am 14.10.2026 mangels Masse abgewiesen.
Was die Abweisung mangels Masse bedeutet
Eine Abweisung mangels Masse bedeutet: Das Gericht eröffnet kein Insolvenzverfahren, weil das vorhandene Vermögen des Unternehmens voraussichtlich nicht einmal ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu decken. Es wird also kein Insolvenzverfahren durchgeführt, in dem ein Insolvenzverwalter die vorhandenen Werte sichern und an die Gläubiger verteilen würde.
Für Gläubiger ist das eine schwierige Lage. Es kommt nicht zu einer geordneten Verteilung der Masse über ein eröffnetes Insolvenzverfahren. Forderungen müssen grundsätzlich auf anderem Weg verfolgt werden, die Aussichten auf eine vollständige oder auch nur teilweise Zahlung sind in solchen Fällen oft gering.
Folgen für das Unternehmen
Die Bekanntmachung betrifft die PetFood Bar GmbH, Sitz Triftern, Register Landshut, HRB 10091. Mit der Abweisung mangels Masse ist regelmäßig verbunden, dass die Gesellschaft aufgelöst wird und später aus dem Register gelöscht werden kann. Die Eintragung im Handelsregister bleibt dabei ein wichtiger formeller Schritt im weiteren Verlauf.
Im Handelsregister ist als Unternehmensgegenstand eingetragen: Herstellung von und Handel mit Tiernahrung. Der eingetragene Gegenstand muss nicht zwingend der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit entsprechen.
Was Betroffene jetzt tun können
Wer offene Forderungen, nicht erfüllte Leistungen, Anzahlungen oder Gutscheine gegenüber der PetFood Bar GmbH hat, sollte die Unterlagen vollständig sichern. Dazu gehören Rechnungen, Auftragsbestätigungen, Verträge, Zahlungsbelege und der Schriftverkehr. Gläubiger sollten außerdem prüfen, ob sie ihre Ansprüche selbst weiterverfolgen müssen und ob sich eine rechtliche Beratung lohnt.
Wichtig ist: Bei einer Abweisung mangels Masse gibt es kein reguläres Insolvenzverfahren mit Insolvenzverwalter. Gerade deshalb ist es für Betroffene sinnvoll, zügig zu handeln und alle Nachweise geordnet aufzubewahren.