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Insolvenzantrag von PMS – Pro Medical Services UG mangels Masse abgewiesen

Das Insolvenzgericht Hamburg hat den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der PMS – Pro Medical Services UG (haftungsbeschränkt) mit dem Aktenzeichen 67g IN 320/26 am 13.10.2026 mangels Masse abgewiesen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister Hamburg unter HRB 172442 eingetragen.

Was die Abweisung mangels Masse bedeutet

Eine Abweisung mangels Masse nach § 26 InsO bedeutet: Das Gericht eröffnet kein Insolvenzverfahren, weil das vorhandene Vermögen des Unternehmens voraussichtlich nicht einmal ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu decken. In einem solchen Fall wird also kein reguläres Insolvenzverfahren durchgeführt. Ein Insolvenzverwalter wird nicht bestellt, und es kommt auch nicht zu einer geordneten Verteilung von Vermögen an die Gläubiger.

Für Betroffene ist das meist eine ungünstige Situation. Gläubiger müssen ihre Forderungen dann selbst verfolgen. Die Aussichten, noch Geld zu erhalten, sind in der Regel gering. Nach der Bekanntmachung wird die Entscheidung außerdem im Handelsregister relevant; in der Regel folgt darauf die Auflösung der Gesellschaft und später die Löschung.

Welche Folgen das für Gläubiger und Kunden haben kann

Weil kein Insolvenzverfahren eröffnet wird, gibt es keine zentrale Stelle, die Ansprüche sammelt und prüft. Wer noch offene Forderungen gegen die Gesellschaft hat, muss sich daher selbst um die Durchsetzung kümmern. Das betrifft zum Beispiel offene Rechnungen, Ansprüche aus bereits bezahlten, aber nicht mehr erfüllten Leistungen oder ähnliche Forderungen.

Kundinnen und Kunden mit offenen Leistungen, Anzahlungen oder Gutscheinen sollten ihre Unterlagen deshalb gut sichern. Dazu gehören Verträge, Rechnungen, Zahlungsbelege und sonstige Nachweise. Wenn Unsicherheiten bestehen, kann es sinnvoll sein, rechtlichen Rat einzuholen.

Weitere Angaben aus der Bekanntmachung

In der Bekanntmachung heißt es außerdem, dass die Verfügungsbeschränkungen und die Anordnung der vorläufigen Verwaltung am 13.10.2026 aufgehoben worden sind. Der vollständige Beschluss kann in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts eingesehen werden.

Als Gegenstand des Unternehmens ist in der Bekanntmachung die Erbringung von medizinischen Dienst- und Beratungsleistungen genannt.

Für Betroffene ist vor allem wichtig: Die Abweisung mangels Masse bedeutet nicht, dass offene Ansprüche automatisch erfüllt werden. Wer Forderungen hat, sollte seine Unterlagen deshalb vollständig zusammenstellen und das weitere Vorgehen prüfen.

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