Bilanzsumme sinkt um rund 1,16 Millionen Euro
Die CEE Windpark Nonnweiler GmbH & Co. KG hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 offengelegt.
Die Bilanzsumme verringerte sich von 20.070.363,04 Euro zum Ende des Jahres 2024 auf 18.908.845,20 Euro zum 31. Dezember 2025.
Das entspricht einem Rückgang um 1.161.517,84 Euro beziehungsweise rund 5,8 Prozent.
Den mit Abstand größten Teil des bilanzierten Vermögens bilden die Sachanlagen.
Sie wurden zum Jahresende 2025 mit 17.414.758 Euro ausgewiesen. Im Vorjahr hatten sie noch 18.499.374 Euro betragen.
Damit verringerte sich das Sachanlagevermögen um 1.084.616 Euro beziehungsweise rund 5,9 Prozent.
Die Sachanlagen machten zum Bilanzstichtag etwa 92 Prozent der Bilanzsumme aus.
Nach Angaben im Anhang werden die abnutzbaren Sachanlagen linear über eine Nutzungsdauer von 25 Jahren abgeschrieben.
Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr 2025 nicht vorgenommen.
Der Rückgang des bilanzierten Anlagevermögens ist deshalb im Zusammenhang mit der planmäßigen Abschreibung der technischen Anlagen zu betrachten. Eine vollständige Überleitung der Veränderungen enthält der vorliegende Auszug jedoch nicht.
Bankguthaben steigen auf mehr als eine Million Euro
Während das Anlagevermögen zurückging, entwickelte sich das Umlaufvermögen positiv.
Es erhöhte sich von 1.310.622,89 Euro auf 1.493.782,30 Euro.
Das entspricht einem Anstieg um rund 183.000 Euro beziehungsweise 14 Prozent.
Auch die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nahmen zu.
Sie stiegen von 357.646,56 Euro auf 442.469,47 Euro und damit um rund 84.800 Euro.
Besonders wichtig für die Beurteilung der kurzfristigen Finanzlage ist die Entwicklung der liquiden Mittel.
Zum 31. Dezember 2025 verfügte die Gesellschaft über Bankguthaben und sonstige flüssige Mittel von 1.051.312,83 Euro.
Ein Jahr zuvor waren es 952.976,33 Euro gewesen.
Damit erhöhte sich der Zahlungsmittelbestand um 98.336,50 Euro beziehungsweise rund 10,3 Prozent.
Die Gesellschaft verfügte somit zum Jahresende über etwas mehr als eine Million Euro an liquiden Mitteln.
Aus dem Anstieg lässt sich allerdings nicht unmittelbar auf einen positiven operativen Cashflow schließen. Dafür wären zusätzliche Angaben zu den Einzahlungen, Auszahlungen und Finanzierungsvorgängen erforderlich.
Eigenkapital wieder im positiven Bereich
Eine besonders auffällige Veränderung zeigt sich auf der Passivseite der Bilanz.
Zum 31. Dezember 2025 weist die CEE Windpark Nonnweiler GmbH & Co. KG ein Eigenkapital von 6.000 Euro aus.
Im Vorjahr war das bilanzielle Eigenkapital mit null Euro angegeben worden. Gleichzeitig stand auf der Aktivseite ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditisten von 260.115,55 Euro.
Dieser besondere Bilanzposten ist im Abschluss 2025 nicht mehr ausgewiesen.
Damit hat sich die bilanzielle Darstellung der Kapitalverhältnisse deutlich verändert.
Der Wegfall des nicht gedeckten Verlustanteils und das nun ausgewiesene positive Eigenkapital sind grundsätzlich eine Verbesserung gegenüber der Situation zum Jahresende 2024.
Allerdings ist die Eigenkapitalausstattung weiterhin äußerst gering.
Bei einer Bilanzsumme von rund 18,91 Millionen Euro entspricht das Eigenkapital von 6.000 Euro einer Quote von lediglich rund 0,03 Prozent.
Damit verfügt die Gesellschaft praktisch über keinen nennenswerten bilanziellen Eigenkapitalpuffer.
Die vorliegenden Unterlagen erläutern nicht, durch welche konkreten Ergebnisverwendungen, Kapitalmaßnahmen oder sonstigen Vorgänge der nicht gedeckte Verlustanteil des Vorjahres beseitigt wurde.
Aus den Bilanzangaben allein lässt sich deshalb nicht bestimmen, welcher Anteil der Veränderung auf das Geschäftsergebnis 2025 entfällt.
Verbindlichkeiten sinken um knapp 1,19 Millionen Euro
Die gesamten Verbindlichkeiten der Windparkgesellschaft gingen im Geschäftsjahr 2025 zurück.
Sie verringerten sich von 19.938.832,64 Euro auf 18.748.509,23 Euro.
Das entspricht einem Rückgang um 1.190.323,41 Euro beziehungsweise rund sechs Prozent.
Trotz dieser Reduzierung bleiben die Verpflichtungen im Verhältnis zum bilanzierten Vermögen sehr hoch.
Die Verbindlichkeiten entsprechen rund 99,2 Prozent der Bilanzsumme.
Die Gesellschaft ist damit weiterhin nahezu vollständig fremdfinanziert.
Besonders relevant sind die Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten.
Diese beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf 11.748.320,99 Euro.
Im Vorjahr hatten die Bankverbindlichkeiten noch 13.225.956,99 Euro betragen.
Damit wurden die gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Verpflichtungen um 1.477.636 Euro beziehungsweise rund 11,2 Prozent reduziert.
Die Bankverschuldung ging somit stärker zurück als die gesamten Verbindlichkeiten.
Das bedeutet zugleich, dass die übrigen Verbindlichkeiten rechnerisch zugenommen haben.
Welche einzelnen Gläubigergruppen oder Geschäftsvorfälle dafür verantwortlich waren, lässt sich aus der vorliegenden Veröffentlichung nicht erkennen.
Banken verfügen über umfangreiche Sicherheiten
Nach Angaben im Anhang sind die Bankverbindlichkeiten vollständig besichert.
Als Sicherheiten dienen die Sicherungsübereignung der getätigten Investitionen sowie die offene Abtretung der Einspeiseerlöse der finanzierten Windenergieanlage.
Die finanzierenden Kreditinstitute verfügen damit über vertraglich vereinbarte Sicherungsrechte an bestimmten Vermögenswerten und Erlösansprüchen.
Solche Finanzierungsstrukturen sind bei Windenergieprojekten grundsätzlich nicht ungewöhnlich.
Die Anlagen erfordern häufig hohe Anfangsinvestitionen, während die Rückführung der Finanzierung über einen längeren Betriebszeitraum erfolgt.
Für die wirtschaftliche Stabilität ist deshalb entscheidend, ob die laufenden Einnahmen aus der Stromerzeugung ausreichen, um Betriebskosten, Zinsen und Tilgungen zu decken.
Die veröffentlichten Bilanz- und Anhangangaben enthalten jedoch keine detaillierte Darstellung der Umsatzerlöse oder des operativen Cashflows.
Eine abschließende Bewertung der Schuldendienstfähigkeit ist deshalb nicht möglich.
Mehr als 1,1 Millionen Euro jährliche Vertragsverpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen langfristige finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Verträgen.
Die Gesellschaft beziffert diese auf insgesamt 1.115.900 Euro jährlich.
Den größten Einzelposten bildet der Wartungsvertrag mit jährlichen Verpflichtungen von 584.400 Euro.
Dieser Vertrag läuft nach den veröffentlichten Angaben bis zum Jahr 2037.
Ein weiterer wesentlicher Kostenblock sind Miet- und Pachtverhältnisse.
Dafür werden jährlich 470.700 Euro ausgewiesen. Die entsprechenden Vertragsverhältnisse laufen bis 2038.
Hinzu kommen jährlich 41.600 Euro für die technische Betriebsführung. Dieser Vertrag ist bis 2032 angegeben.
Für die kaufmännische Betriebsführung fallen weitere 19.200 Euro pro Jahr an. Die Vertragslaufzeit reicht bis 2028.
Die Wartungs- sowie Miet- und Pachtverpflichtungen machen zusammen rund 94,6 Prozent der gesamten ausgewiesenen jährlichen Vertragsverpflichtungen aus.
Damit wird deutlich, dass der Betrieb des Windparks mit erheblichen laufenden vertraglichen Kosten verbunden ist.
Die genannten 1.115.900 Euro stellen die Summe der ausgewiesenen jährlichen Verpflichtungen dar. Sie sind nicht mit der Gesamtsumme sämtlicher künftiger Zahlungen bis zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeiten gleichzusetzen.
Rückstellungen steigen auf rund 105.000 Euro
Auch die Rückstellungen veränderten sich im Geschäftsjahr.
Sie erhöhten sich von 85.435,92 Euro auf 105.024,90 Euro.
Das entspricht einem Anstieg um rund 19.600 Euro beziehungsweise 22,9 Prozent.
Die Gesellschaft bildet Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten.
Nach Angaben des Anhangs haben diese grundsätzlich eine voraussichtliche Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Eine Ausnahme bildet die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen.
Diese wird über die Laufzeit des Pachtvertrags aufgebaut und aufgrund ihrer längeren Restlaufzeit abgezinst.
Der notwendige Erfüllungsbetrag wird anhand der erwarteten Rückbaukosten unter Berücksichtigung möglicher Verwertungserlöse aus Restwerten ermittelt.
Der kumulierte Abzinsungseffekt dieser Rückstellung beträgt nach Angaben der Gesellschaft zum Bilanzstichtag 26.350 Euro.
Der Aufzinsungsaufwand aus der Veränderung des Barwerts wird für 2025 mit 970 Euro angegeben, nach 830 Euro im Vorjahr.
Die Rückbauverpflichtung ist für Windenergieprojekte von besonderer Bedeutung, weil nach dem Ende der Nutzungsdauer regelmäßig vertragliche oder rechtliche Pflichten zum Rückbau der Anlagen bestehen können.
Passive latente Steuern steigen leicht
Die passiven latenten Steuern erhöhten sich von 46.094,48 Euro auf 49.311,07 Euro.
Das entspricht einem Anstieg um rund 3.200 Euro beziehungsweise sieben Prozent.
Nach Angaben der Gesellschaft entstehen die latenten Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz.
Eine Rolle spielen insbesondere abweichende Nutzungsdauern der technischen Anlagen.
Hinzu kommen Unterschiede bei der Bewertung von Rückbaurückstellungen, bei Rechnungsabgrenzungsposten, gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen und einer steuerlichen Ergänzungsbilanz.
Die daraus entstehenden aktiven und passiven latenten Steuerpositionen werden miteinander verrechnet.
Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern stellen damit eine bilanzielle Größe dar und sind nicht mit einer unmittelbar fälligen Steuerzahlung in derselben Höhe gleichzusetzen.
Keine eigenen Beschäftigten
Die CEE Windpark Nonnweiler GmbH & Co. KG beschäftigte im Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben keine Arbeitnehmer.
Die technische und kaufmännische Betreuung wird über entsprechende Dienstleistungsverträge organisiert.
Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Walsrode unter der Handelsregisternummer HRA 203936 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde am 16. April 2026 in Rotenburg (Wümme) von Frank Grafe und Christian Bertsch-Engel unterzeichnet.
Beide handelten für die CYCAP Project Management GmbH mit Sitz in Rotenburg.
Festgestellt wurde der Jahresabschluss am 21. Mai 2026. Die Veröffentlichung datiert vom 12. Oktober 2026.