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Deutscher Schönheitschirurg in Marbella erschossen – 18-jähriger Tatverdächtiger festgenommen

Ricinator (CC0), Pixabay

Der gewaltsame Tod des deutschen Schönheitschirurgen Dr. Alexander Aslani im spanischen Marbella beschäftigt die Ermittlungsbehörden. Der 57-jährige Mediziner wurde am Mittwoch, dem 7. Oktober 2026, in seiner eigenen Klinik durch mehrere Schüsse tödlich verletzt.

Inzwischen haben spanische Polizeibeamte einen 18-jährigen schwedischen Staatsangehörigen festgenommen. Er steht im Verdacht, an der Tötung des Arztes beteiligt gewesen zu sein.

Die Ermittlungen konzentrieren sich unter anderem auf die Frage, ob die Tat gezielt geplant wurde und möglicherweise im Auftrag einer bislang unbekannten Person erfolgte.

Ein Tatmotiv ist bisher nicht abschließend geklärt.

Schüsse in einer Schönheitsklinik an der Costa del Sol

Nach den bisherigen Ermittlungen betrat am späten Mittwochnachmittag eine dunkel gekleidete und vermummte Person die Cirumed-Klinik im Osten von Marbella.

Zu diesem Zeitpunkt sollen sich noch Mitarbeiter und Patienten in dem Gebäude aufgehalten haben.

Der Angreifer soll sich gezielt zu Alexander Aslani begeben und mehrere Schüsse auf ihn abgegeben haben. Der Arzt erlitt schwere Schussverletzungen, unter anderem am Kopf.

Alarmierte Rettungskräfte versuchten, den Mediziner zu versorgen. Sein Leben konnte jedoch nicht mehr gerettet werden.

Nach Medienberichten flüchtete der Schütze anschließend mit einem Motorrad vom Tatort.

Die spanische Nationalpolizei leitete umfangreiche Ermittlungen ein und untersuchte unter anderem Spuren am Tatort sowie mögliche Fluchtwege.

Polizei nimmt 18-jährigen Verdächtigen fest

Am Donnerstag, dem 8. Oktober, wurde nach übereinstimmenden Medienberichten ein 18-jähriger Schwede festgenommen.

Die Ermittlungsbehörden prüfen, ob der junge Mann die tödlichen Schüsse abgegeben hat.

Die Festnahme bedeutet allerdings nicht, dass seine Beteiligung bereits gerichtlich festgestellt wurde.

Bislang ist auch nicht abschließend geklärt, ob weitere Personen an der Planung, Vorbereitung oder Durchführung der Tat beteiligt gewesen sein könnten.

Die Ermittlungen dauern an.

War ein persönliches Rachemotiv der Hintergrund?

Besondere Aufmerksamkeit erhält die Frage nach dem möglichen Motiv.

Spanische Medien berichten unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass verschiedene Hintergründe untersucht werden. Dazu gehört auch die Möglichkeit, dass eine Person aus dem beruflichen Umfeld des Mediziners die Tat veranlasst haben könnte.

In diesem Zusammenhang wird unter anderem geprüft, ob Unzufriedenheit mit einer medizinischen Behandlung eine Rolle gespielt haben könnte.

Dabei handelt es sich ausdrücklich um eine Ermittlungshypothese.

Es gibt bislang keine gesicherte Feststellung, dass eine frühere Patientin oder ein früherer Patient die Tat veranlasst hat. Ebenso wenig ist nachgewiesen, dass ein medizinischer Behandlungsfehler im Zusammenhang mit dem Verbrechen steht.

Auch die Möglichkeit einer gezielten Auftragstat wird untersucht. Ob tatsächlich ein Auftraggeber existiert, muss erst geklärt werden.

Alexander Aslani war international als Schönheitschirurg bekannt

Alexander Aslani stammte aus Deutschland und hatte sich über viele Jahre einen internationalen Ruf auf dem Gebiet der plastischen und ästhetischen Chirurgie aufgebaut.

Er war insbesondere auf körperformende Eingriffe spezialisiert. Dazu gehörten Operationen zur Gesäßformung, die unter der Bezeichnung Brazilian Butt Lift bekannt sind.

Nach Angaben seiner Klinik behandelte er Patienten aus zahlreichen Ländern und verfügte über mehr als 25 Jahre Berufserfahrung.

Zwischen 2008 und 2018 war er in leitender Funktion in der plastischen Chirurgie an Kliniken der Quirón-Gruppe in Málaga und Marbella tätig.

Mit seiner Cirumed-Klinik in Marbella hatte er sich auf ästhetische Eingriffe spezialisiert und betreute eine internationale Patientenschaft.

Sein Tod löste in der medizinischen Fachwelt und unter Menschen, die ihn persönlich kannten, große Betroffenheit aus.

Ermittlungen müssen Tatablauf und Hintergründe klären

Die spanischen Ermittlungsbehörden stehen nun vor mehreren zentralen Fragen.

Sie müssen feststellen, ob der festgenommene Tatverdächtige tatsächlich die Schüsse abgegeben hat, ob weitere Personen beteiligt waren und aus welchem Grund der Mediziner getötet wurde.

Auch die Frage, ob es sich um eine im Voraus geplante Tat handelte, ist Gegenstand der Untersuchungen.

Die bisherigen Berichte über eine mögliche Auftragstat oder persönliche Vergeltung erlauben noch keine abschließende Bewertung.

Insbesondere wäre es nicht gerechtfertigt, ohne entsprechende Beweise bestimmten Patienten, Geschäftspartnern oder anderen Personen eine Beteiligung an der Tat zuzuschreiben.

Unschuldsvermutung gilt auch nach der Festnahme

Der Tod von Alexander Aslani ist durch die übereinstimmenden Berichte über den Polizeieinsatz und die Ermittlungen bestätigt.

Auch die Festnahme eines 18-jährigen Tatverdächtigen wurde inzwischen bekannt.

Die strafrechtliche Verantwortung des Festgenommenen ist jedoch noch nicht gerichtlich festgestellt.

Fest steht, dass der 57-jährige deutsche Schönheitschirurg in seiner Klinik in Marbella durch Schüsse ums Leben kam. Ob die Tat aus Rache, im Auftrag einer anderen Person oder aus einem bislang unbekannten Motiv begangen wurde, bleibt Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Für den festgenommenen Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

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