Die MBBF Windpark Pokrent GmbH & Co. KG weist auch für 2024 kein bilanzielles Eigenkapital aus. Stattdessen erhöhte sich der nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteil der Kommanditisten von 27.327 Euro auf 32.343 Euro. Das entspricht einem Anstieg um rund 5.016 Euro beziehungsweise 18,4 Prozent.
Gleichzeitig nahmen die Verbindlichkeiten deutlich zu: Sie stiegen innerhalb eines Jahres von 105.736 Euro auf 135.500 Euro. Auffällig ist dabei, dass fast die gesamte Verschuldung langfristig ist.
Ungedeckter Verlustanteil wächst weiter
Auf der Aktivseite wird ein „nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil Kommanditisten“ von 32.342,79 Euro ausgewiesen. Im Vorjahr waren es 27.326,86 Euro.
Auf der Passivseite steht das Eigenkapital entsprechend bei 0 Euro.
Aus den veröffentlichten Angaben lässt sich allerdings nicht ablesen, wodurch der Verlustanteil im Geschäftsjahr konkret gestiegen ist. Eine Gewinn- und Verlustrechnung mit Umsätzen, Aufwendungen und Jahresergebnis ist in den vorliegenden Unterlagen nicht enthalten.
Verbindlichkeiten steigen um rund 28 Prozent
Deutlich nach oben gingen die Verbindlichkeiten. Sie erhöhten sich von 105.735,86 Euro auf 135.499,73 Euro – ein Zuwachs um knapp 29.764 Euro beziehungsweise rund 28 Prozent.
Dabei handelt es sich fast ausschließlich um langfristige Verpflichtungen. Lediglich 499,73 Euro sind innerhalb eines Jahres fällig. Im Vorjahr waren es noch 2.050,45 Euro.
Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich dagegen auf 135.000 Euro, nach 103.685 Euro im Vorjahr.
Davon besitzen 62.500 Euro eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Ein Jahr zuvor waren es 38.185 Euro.
Welche Gläubiger hinter diesen langfristigen Verbindlichkeiten stehen, geht aus dem vorgelegten Abschluss nicht hervor.
Finanzanlagen steigen auf knapp 102.000 Euro
Das eigentliche Anlagevermögen der Gesellschaft besteht ausschließlich aus Finanzanlagen. Deren Bilanzwert erhöhte sich von 75.685 Euro auf 101.691 Euro.
Das ist ein Zuwachs von rund 26.006 Euro beziehungsweise 34 Prozent.
Laut Anhang werden Beteiligungen zu Anschaffungskosten und Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Falls erforderlich, wird ein niedrigerer Wert berücksichtigt. Wie sich die Finanzanlagen konkret zusammensetzen und was den Anstieg verursacht hat, wird nicht angegeben.
Nur knapp 3.800 Euro Umlaufvermögen
Verglichen mit den Finanzanlagen ist das Umlaufvermögen sehr klein. Es erhöhte sich lediglich von 3.614,69 Euro auf 3.794,28 Euro.
Davon entfallen 3.762,88 Euro auf Bank- und Kassenbestände. Im Vorjahr waren es 2.422,09 Euro.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken dagegen drastisch von 1.192,60 Euro auf nur noch 31,40 Euro. Dieser Betrag entfällt vollständig auf Forderungen gegenüber Gesellschaftern.
Bilanzsumme steigt auf knapp 138.000 Euro
Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme von 106.626,96 Euro auf 137.828,03 Euro. Das entspricht einem Wachstum um rund 31.200 Euro oder gut 29 Prozent.
Dieses Wachstum bedeutet allerdings nicht, dass sich gleichzeitig die Eigenkapitalsituation verbessert hätte: Den gestiegenen Finanzanlagen stehen höhere Verbindlichkeiten und ein größerer ungedeckter Verlustanteil gegenüber.
Die Rückstellungen erhöhten sich ebenfalls, allerdings auf niedrigem Niveau – von 891,10 Euro auf 2.328,30 Euro.
Keine Beschäftigten
Die MBBF Windpark Pokrent GmbH & Co. KG beschäftigte im Geschäftsjahr keine Arbeitnehmer.
Als Geschäftsführer der MBBF Windpark Verwaltungs GmbH unterzeichnete Heinrich Meemken den Abschluss am 12. November 2025 in Jürgenshagen.
Der Jahresabschluss nennt als Registergericht Rostock und die Registernummer 3588. Öffentlich auffindbare Registerdaten führen die Gesellschaft ebenfalls unter HRA 3588.
Festgestellt wurde der Jahresabschluss am 15. Januar 2026.
Unter dem Strich fällt vor allem die Eigenkapitalsituation auf: Das bilanzielle Eigenkapital steht bei null, während der nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteil der Kommanditisten auf 32.343 Euro gestiegen ist. Gleichzeitig erhöhten sich die Verbindlichkeiten auf 135.500 Euro. Ob und in welchem Umfang daraus wirtschaftliche Risiken für die Fortführung entstehen, lässt sich aus den veröffentlichten Bilanzangaben allein nicht beurteilen.