Autofahrer dürfen sich ab Oktober erneut auf staatliche Hilfe an der Zapfsäule einstellen. Bundestag und Bundesrat haben den Weg für einen weiteren Tankrabatt freigemacht. Für drei Monate soll die Entlastung bei Benzin und Diesel bei rund 17 Cent je Liter liegen.
Drei Monate also. Genug Zeit, um sich an niedrigere Steuern zu gewöhnen – und kurz genug, damit man den Kalender für das Ende der Entlastung besser gleich griffbereit hält.
Die Maßnahme soll am 1. Oktober 2026 starten und bis zum Jahresende gelten. Technisch erfolgt die Entlastung über eine Senkung der Energiesteuer; einschließlich Mehrwertsteuereffekt geht es um rund 16,7 beziehungsweise rund 17 Cent pro Liter.
Im Bundestag unterstützte nach den Angaben zum Beschluss auch die AfD das Vorhaben der Bundesregierung, während Grüne und Linke dagegen stimmten. Damit herrschte zumindest in einem Punkt Klarheit: Der Tankrabatt kommt. Darüber, ob drei Monate Steuerentlastung eine ausreichende Antwort auf dauerhaft hohe Energiepreise sind, gehen die politischen Vorstellungen dagegen auseinander.
Auch aus den Ländern gibt es Forderungen nach weitergehenden Maßnahmen. Bereits in früheren Bundesratsberatungen wurde darauf hingewiesen, dass hohe Kraftstoff- und Energiepreise nicht automatisch mit dem Ende einer befristeten Steuersenkung verschwinden.
Das politische Ziel ist ambitioniert: Kraftstoff soll dauerhaft weniger als zwei Euro pro Liter kosten. Der aktuelle Weg dorthin lautet zunächst: Steuern runter, drei Monate warten – und anschließend sehen, was die Zapfsäulen daraus machen.
Für Autofahrer bleibt damit eine entscheidende Frage offen: Wie viel von den rund 17 Cent kommt tatsächlich an der Tankstelle an – und was passiert am 1. Januar 2027, wenn die befristete Entlastung endet?
Denn einen Rabatt für drei Monate zu beschließen ist vergleichsweise einfach. Dauerhaft günstige Energiepreise wären die deutlich größere Aufgabe.