Berlin wählt neues Abgeordnetenhaus
In der Hauptstadt wird am 20. September 2026 das Berliner Abgeordnetenhaus neu gewählt. Gleichzeitig finden die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen statt. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
Eine wesentliche Änderung betrifft das Wahlalter. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus dürfen erstmals bereits Jugendliche ab 16 Jahren abstimmen. Bislang lag das Mindestalter für diese Wahl bei 18 Jahren.
Damit können auch 16- und 17-jährige Deutsche mitentscheiden, sofern sie die weiteren Voraussetzungen für die Wahlberechtigung erfüllen.
Linke und CDU in Berlin vorn
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf das Abschneiden von Linken und CDU.
Das jüngste ZDF-Politbarometer Extra vom 17. September sah die Linke bei 22 Prozent und die CDU bei 20 Prozent. Dahinter folgten die AfD mit 18 Prozent, die Grünen mit 15 Prozent und die SPD mit zwölf Prozent. Das BSW wurde bei vier Prozent ausgewiesen.
Auch die ARD-Vorwahlumfrage hatte Linke und CDU zuvor dicht beieinander gesehen. Dort wurden für die Linke 21 Prozent und für die CDU 20 Prozent gemessen.
Die Zahlen zeigen damit ein knappes Rennen an der Spitze. Wegen der üblichen statistischen Unsicherheiten von Wahlumfragen lässt sich daraus jedoch kein Wahlergebnis ableiten.
Mecklenburg-Vorpommern wählt ebenfalls
Parallel stimmen die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern über die Zusammensetzung ihres Landtags ab.
Auch dort handelt es sich um eine reguläre Landtagswahl für die kommenden fünf Jahre. Nach fünf Jahren wird damit über die politischen Mehrheitsverhältnisse im Schweriner Landtag neu entschieden.
Wie in Berlin dürfen erstmals auch 16- und 17-Jährige bei der Landtagswahl abstimmen. Das aktive Wahlalter war in Mecklenburg-Vorpommern bereits 2022 von 18 auf 16 Jahre abgesenkt worden. Nach Angaben des ZDF machen die unter 18-Jährigen rund zwei Prozent der Wahlberechtigten aus.
AfD und SPD in Mecklenburg-Vorpommern dicht beieinander
Die letzten Umfragen vor der Wahl zeigten in Mecklenburg-Vorpommern vor allem einen engen Wettbewerb zwischen AfD und SPD.
Die SPD tritt mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig an. Für die AfD geht Leif-Erik Holm als Ministerpräsidentenkandidat in die Wahl.
Aktuelle Berichte unmittelbar vor Öffnung der Wahllokale beschreiben die Umfragelage als enges Rennen zwischen beiden Parteien.
Welche Partei am Ende tatsächlich die meisten Stimmen erhält und welche Regierungsmehrheiten rechnerisch möglich werden, entscheidet sich erst mit der Auszählung.
Erste Zahlen nach 18 Uhr
Bis zum Schließen der Wahllokale um 18 Uhr können die Wahlberechtigten ihre Stimmen abgeben. Danach beginnt die Auszählung.
Damit stehen an diesem Sonntag gleich zwei Landtagswahlen im Mittelpunkt der deutschen Politik. In beiden Ländern dürfen erstmals 16- und 17-Jährige auf Landesebene mitentscheiden – und in beiden Fällen zeigen die letzten Umfragen relativ geringe Abstände zwischen den jeweils führenden Parteien.