Eine abgelehnte Kartenzahlung hat in einem brasilianischen Supermarkt offenbar einen unglaublichen Wutausbruch ausgelöst. Ein 29-jähriger Mann soll minutenlang Weinflaschen aus den Regalen gerissen und auf den Boden geschleudert haben. Der Schaden wird auf rund 60.000 brasilianische Real, umgerechnet etwa 10.000 Euro, geschätzt.
Der Vorfall ereignete sich am 14. September 2026 in Dourado im brasilianischen Bundesstaat São Paulo. Auslöser soll nach Angaben des Supermarktleiters gewesen sein, dass die Karte des Kunden beim Bezahlen nicht akzeptiert wurde.
Mit Motorradhelm gegen die Weinflaschen
Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie der Mann durch den Markt läuft und Flaschen aus den Regalen auf den Boden wirft. Teilweise benutzt er seinen Motorradhelm, um ganze Reihen von Weinflaschen abzuräumen.
Innerhalb kürzester Zeit liegen Glasscherben auf dem Boden, während sich der Wein über die Verkaufsfläche verteilt. Mitarbeiter und Kunden halten Abstand. Berichten zufolge wurde außerdem eine Glastür beschädigt.
Die Randale soll etwa zweieinhalb Minuten gedauert haben.
Mann stellt sich der Polizei
Nach dem Wutausbruch verließ der 29-Jährige den Supermarkt. Als Polizeibeamte eintrafen, soll er sich ihnen gestellt haben. Er wurde zunächst festgenommen, nach seiner Aussage jedoch wieder freigelassen.
Die Ermittlungen sind damit nicht abgeschlossen. Nach Angaben des zuständigen Ermittlers soll unter anderem geprüft werden, in welchem psychischen Zustand sich der Mann während des Vorfalls befand. Eine endgültige Beurteilung seiner strafrechtlichen Verantwortlichkeit ist damit bislang nicht erfolgt.
Für den Supermarkt bleibt unterdessen ein beträchtlicher Schaden – und eine eher ungewöhnliche Erkenntnis:
Eine abgelehnte Kartenzahlung kann ärgerlich sein. Ein alternatives Zahlungsmittel wäre allerdings deutlich günstiger gewesen als ein komplett zerlegtes Weinregal.