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Windpark Klein Mutz baut Schulden ab – Millionenforderungen gegenüber Gesellschaftern steigen
Warnungen der IOSCO

Windpark Klein Mutz baut Schulden ab – Millionenforderungen gegenüber Gesellschaftern steigen

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die Berliner Windparkgesellschaft weist zum 31. Dezember 2025 eine Bilanzsumme von rund 7,33 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 8,23 Millionen Euro.

Damit schrumpfte die Bilanz innerhalb eines Jahres um knapp 896.000 Euro beziehungsweise rund elf Prozent.

Ein wesentlicher Grund dafür ist der weitere Rückgang des bilanzierten Anlagevermögens.

Windkraftanlagen werden weiter abgeschrieben

Das Sachanlagevermögen sank von rund 3,11 Millionen Euro auf 2,32 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 794.000 Euro.

Nach den Angaben im Jahresabschluss werden die Sachanlagen zu Anschaffungskosten angesetzt und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Der sinkende Bilanzwert ist deshalb nicht automatisch mit einem entsprechenden wirtschaftlichen Wertverlust der Anlagen gleichzusetzen. Er spiegelt zunächst die planmäßige bilanzielle Abschreibung wider.

Während das Anlagevermögen zurückging, blieb das Umlaufvermögen mit 4,65 Millionen Euro auf einem hohen Niveau.

3,46 Millionen Euro gegenüber Gesellschaftern

Besonders auffällig ist die Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände.

Sie erhöhten sich von rund 3,53 Millionen Euro auf 3,99 Millionen Euro.

Davon entfallen allein 3.456.510 Euro auf Forderungen und Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern. Im Vorjahr waren es noch rund 2,93 Millionen Euro.

Der Posten ist damit innerhalb eines Jahres um rund 531.000 Euro beziehungsweise gut 18 Prozent gestiegen.

Rechnerisch entsprechen die Forderungen und Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern damit rund 47 Prozent der gesamten Bilanzsumme.

Warum dieser Posten so hoch ist und weshalb er 2025 weiter zunahm, wird in den vorliegenden Angaben zum Jahresabschluss nicht näher erläutert.

Bankguthaben nahezu halbiert

Gleichzeitig gingen die frei ausgewiesenen liquiden Mittel deutlich zurück.

Der Bestand an Kassen- und Bankguthaben sank von rund 1,28 Millionen Euro auf 654.247 Euro. Das entspricht einem Rückgang von knapp 627.000 Euro beziehungsweise fast 49 Prozent.

Hinzu kommt eine Besonderheit: Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden weitere Bankkonten mit insgesamt rund 115.715 Euro ausgewiesen. Über diese Guthaben kann aufgrund von Verpfändungen zugunsten von Kreditinstituten nicht frei verfügt werden.

Damit zeigt die Aktivseite eine deutliche Verschiebung: weniger Anlagevermögen und weniger unmittelbar ausgewiesene liquide Mittel, dafür höhere Forderungen.

Verbindlichkeiten sinken um mehr als 800.000 Euro

Auf der Passivseite ist dagegen eine deutliche Entschuldung erkennbar.

Die gesamten Verbindlichkeiten reduzierten sich von rund 5,95 Millionen Euro auf 5,15 Millionen Euro.

Das entspricht einem Rückgang um knapp 805.000 Euro beziehungsweise rund 13,5 Prozent.

Vor allem bei den langfristigen Verpflichtungen hat sich etwas getan.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren gingen von rund 2,00 Millionen Euro auf 1,09 Millionen Euro zurück.

Die Verbindlichkeiten mit Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren stiegen dagegen leicht von 2,96 Millionen Euro auf rund 3,08 Millionen Euro. Kurzfristig, also innerhalb eines Jahres, sind knapp 980.000 Euro fällig.

Fast fünf Millionen Euro Verbindlichkeiten besichert

Trotz des Schuldenabbaus ist ein großer Teil der bestehenden Verpflichtungen weiterhin abgesichert.

Von den insgesamt rund 5,15 Millionen Euro Verbindlichkeiten sind 4,94 Millionen Euro besichert.

Als Sicherheiten dienen unter anderem Sicherungsübereignungen, Forderungsabtretungen und die Verpfändung von Kontoguthaben.

Damit sind rechnerisch knapp 96 Prozent der gesamten Verbindlichkeiten mit Sicherheiten unterlegt.

Im Vorjahr waren rund 5,70 Millionen Euro besichert.

Eigenkapital bleibt unverändert

Das Eigenkapital der Windparkgesellschaft veränderte sich gegenüber dem Vorjahr nicht und lag weiterhin bei rund 1,81 Millionen Euro.

Die Kapitalanteile der Kommanditisten betragen 3,22 Millionen Euro. Davon sind allerdings rund 1,78 Millionen Euro nicht eingeforderte ausstehende Einlagen.

Das eingeforderte Kapital der Kommanditisten beträgt damit rund 1,44 Millionen Euro. Hinzu kommen Rücklagen von rund 366.000 Euro.

Auf Basis der ausgewiesenen Bilanzsumme ergibt sich zum Jahresende 2025 eine rechnerische Eigenkapitalquote von rund 24,7 Prozent. Im Vorjahr waren es aufgrund der höheren Bilanzsumme etwa 22 Prozent.

Kein Jahresgewinn veröffentlicht

Anders als bei manchen ausführlicher offengelegten Jahresabschlüssen lässt sich aus den vorliegenden Zahlen nicht erkennen, wie profitabel der Windpark 2025 gearbeitet hat.

Ein Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag wird in der veröffentlichten Bilanz nicht gesondert ausgewiesen. Die Gesellschaft hat bei Erstellung und Offenlegung größenabhängige Erleichterungen des Handelsgesetzbuches in Anspruch genommen.

Deshalb wäre es nicht möglich, aus den vorliegenden Angaben seriös abzuleiten, ob der Windpark 2025 mehr oder weniger verdient hat als im Vorjahr.

Keine eigenen Arbeitnehmer

Die Windpark Klein Mutz GmbH & Co. KG beschäftigte 2025 wie bereits im Vorjahr keine eigenen Arbeitnehmer.

Vertreten wird die Gesellschaft durch die RP Beteiligungs-GmbH. Als Geschäftsführer werden Carsten Paatsch und Heiner Röger genannt.

Der Jahresabschluss wurde am 22. Mai 2026 unterzeichnet und am selben Tag festgestellt beziehungsweise gebilligt.

Schulden sinken – Forderungen steigen

Die Bilanz für 2025 zeigt damit zwei gegenläufige Entwicklungen.

Einerseits hat die Windparkgesellschaft ihre Verbindlichkeiten um mehr als 800.000 Euro reduziert. Besonders die Verpflichtungen mit Laufzeiten von mehr als fünf Jahren gingen kräftig zurück.

Andererseits sind die Forderungen und Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern auf 3,46 Millionen Euro angewachsen, während die ausgewiesenen liquiden Mittel nahezu halbiert wurden.

Damit richtet sich der Blick auf eine zentrale Position der Bilanz: Fast jeder zweite Euro der Bilanzsumme steckt rechnerisch in Forderungen und Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern.

Welche wirtschaftlichen Hintergründe diese hohen Forderungen haben und warum sie 2025 nochmals deutlich gestiegen sind, lässt sich aus dem veröffentlichten Jahresabschluss allerdings nicht entnehmen.

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