Bankkunden sollten derzeit bei einer E-Mail mit dem Betreff beziehungsweise Inhalt „Sicherheitsaktualisierung für Ihr Online-Banking“ besonders vorsichtig sein. Die Nachricht erweckt den Eindruck, von den Volksbanken Raiffeisenbanken zu stammen. Tatsächlich sprechen mehrere eindeutige Merkmale dafür, dass es sich um einen Phishing-Versuch handelt.
Die Betrüger behaupten, dass eine Aktualisierung der Sicherheitskonfiguration für OnlineBanking, SecureGo plus und pushTAN erforderlich sei. Als Frist wird der 18. August 2026 genannt. Danach könnten angeblich bestimmte Funktionen eingeschränkt werden.
Mit dieser zeitlichen Frist soll Druck aufgebaut werden, damit Empfänger möglichst schnell auf die angebotene Schaltfläche klicken.
Absenderadresse passt nicht zu einer Bank
Ein besonders deutliches Warnsignal ist die Absenderadresse. Die Nachricht wurde über die E-Mail-Adresse
hr@elijahinteriors.com
verschickt. Diese Adresse hat erkennbar nichts mit einer deutschen Volksbank oder Raiffeisenbank zu tun.
Allein diese Abweichung ist ein erheblicher Hinweis darauf, dass die sichtbare Gestaltung und die Angaben am Ende der Nachricht lediglich dazu dienen sollen, eine offizielle Bankmitteilung vorzutäuschen.
Der Link führt zu keiner Volksbank
Noch eindeutiger wird der Betrugsversuch beim Blick auf das Ziel des Buttons „Jetzt aktualisieren“.
Dieser führt nicht zu einer Internetadresse einer Volksbank oder Raiffeisenbank. Stattdessen verweist er auf eine Datei innerhalb des Google-Cloud-Speicherdienstes „storage.googleapis.com“.
Für eine angebliche Sicherheitsüberprüfung des Onlinebankings ist das ein massives Warnsignal. Bankkunden sollten diesen Link keinesfalls öffnen und dort unter keinen Umständen Zugangsdaten, PINs, TANs oder andere persönliche Informationen eingeben.
Besonders perfide: Die Mail warnt selbst vor Phishing
Die Nachricht ist vergleichsweise geschickt aufgebaut. Die Betrüger schreiben sogar:
„Wir werden Sie niemals per E-Mail nach vertraulichen Informationen wie PIN, TAN, Passwörtern oder vollständigen Kreditkartendaten fragen.“
Außerdem werden die Empfänger ausdrücklich aufgefordert, ausschließlich offizielle Kanäle zu verwenden.
Genau dadurch soll Vertrauen geschaffen werden. Gleichzeitig enthält dieselbe Nachricht aber einen Button, der auf eine völlig andere Internetadresse führt. Dieser Widerspruch ist ein besonders deutliches Zeichen für einen Betrugsversuch.
SecureGo plus und pushTAN sollen Vertrauen schaffen
Auch die Verwendung bekannter Begriffe aus dem Onlinebanking soll die Nachricht glaubwürdig erscheinen lassen. Genannt werden unter anderem SecureGo plus, pushTAN, die VR Banking App sowie die Überprüfung von Mobilfunknummern und autorisierten Geräten.
Solche konkreten Begriffe können dazu führen, dass Empfänger die Nachricht zunächst für echt halten. Sie sind jedoch kein Beweis dafür, dass die E-Mail tatsächlich von einer Bank stammt.
Was Empfänger jetzt tun sollten
Wer diese Nachricht erhalten hat, sollte nicht auf „Jetzt aktualisieren“ klicken und nicht auf die E-Mail antworten. Die Nachricht kann gelöscht beziehungsweise als Phishing oder Spam markiert werden.
Wer überprüfen möchte, ob bei seinem Onlinebanking tatsächlich eine Sicherheitsaktualisierung notwendig ist, sollte die VR Banking App selbst öffnen oder die bekannte Internetadresse seiner eigenen Volksbank oder Raiffeisenbank eigenständig im Browser aufrufen.
Wer den verdächtigen Link bereits geöffnet, dort aber keine Daten eingegeben hat, sollte die Seite schließen und keine weiteren Aktionen durchführen.
Wurden dagegen bereits Onlinebanking-Zugangsdaten, PIN, TAN oder andere Sicherheitsinformationen eingegeben, sollte unverzüglich die eigene Bank über die bekannten offiziellen Kontaktwege informiert werden. Der Onlinebanking-Zugang muss gegebenenfalls gesperrt und neu abgesichert werden. Auch die Kontobewegungen sollten anschließend sorgfältig kontrolliert werden.
Die vorliegende Nachricht zeigt, wie professionell Phishing inzwischen gestaltet werden kann. Eine seriös wirkende Sprache, Sicherheitshinweise und ein angeblich offizieller Absender im Text bedeuten nicht, dass eine Bank tatsächlich hinter einer E-Mail steht. Entscheidend sind vor allem die wirkliche Absenderadresse und das tatsächliche Ziel eines enthaltenen Links.
Hier der Mail-Text:
hr@elijahinteriors.com
Sicherheitsaktualisierung für Ihr Online-Banking
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, zur Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards ist eine Aktualisierung Ihrer Sicherheitskonfiguration für OnlineBanking, SecureGo plus und pushTAN bis zum 18. August 2026 erforderlich. Nach diesem Datum können bestimmte Funktionen vorübergehend eingeschränkt werden, bis die Überprüfung abgeschlossen ist.
Sicherheitshinweis: Wir werden Sie niemals per E-Mail nach vertraulichen Informationen wie PIN, TAN, Passwörtern oder vollständigen Kreditkartendaten fragen.
Ihre nächsten Schritte
🔒
Sicherheitsdaten überprüfen
Validieren Sie Ihre Mobilfunknummer, autorisierten Geräte und erteilten App-Berechtigungen auf Aktualität.
📱
Offizielle Kanäle nutzen
Führen Sie Sicherheitsänderungen ausschließlich über die autorisierte VR Banking App oder das gesicherte OnlineBanking-Portal durch.
📅
Frist beachten
Vervollständigen Sie die erforderlichen Aktualisierungen bis zum 18. August 2026 für eine unterbrechungsfreie Nutzung.
Zur Sicherheitsübersicht
Rufen Sie direkt die vertrauenswürdige Internetadresse Ihrer Volksbank Raiffeisenbank auf oder nutzen Sie die installierte VR Banking App. Folgen Sie den Anleitungen im Sicherheitsbereich, um die Aktualisierung durchzuführen.
Jetzt aktualisieren
Geben Sie Ihre Zugangsdaten ausschließlich dann ein, wenn Sie die Webseite selbst aufgerufen haben oder die offizielle Mobile Banking Anwendung verwenden.
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