Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA warnt vor dem Abschluss von Geschäften mit dem Anbieter Fundora. Nach Angaben der Behörde verfügt Fundora nicht über die erforderliche Berechtigung, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen.
Die Warnung wurde am 7. August 2026 veröffentlicht. Der Anbieter tritt mit einem angeblichen Sitz in Wien auf und verwendet die Internetseite fundora.at sowie die E-Mail-Adresse info@fundora.at.
Fundora darf keine Kreditgeschäfte anbieten
Die FMA stellt ausdrücklich fest, dass Fundora keine entsprechende Bankkonzession besitzt. Dem Anbieter ist daher insbesondere das Kreditgeschäft gemäß § 1 Abs. 1 Z 3 Bankwesengesetz (BWG) nicht gestattet.
Unter das Kreditgeschäft fällt grundsätzlich der gewerbliche Abschluss von Geldkreditverträgen und die Gewährung von Gelddarlehen. Solche Bankgeschäfte dürfen in Österreich nicht ohne die gesetzlich erforderliche Konzession betrieben werden.
Die Veröffentlichung der FMA erfolgt auf Grundlage von § 4 Abs. 7 Bankwesengesetz.
Angeblicher Unternehmenssitz in Wien
Nach den Angaben in der Warnmeldung tritt Fundora mit folgenden Daten gegenüber Verbrauchern auf:
- Name: Fundora
- angeblicher Sitz: Wien
- Website: fundora.at
- E-Mail: info@fundora.at
Die Angabe eines Sitzes in Wien bedeutet nicht, dass der Anbieter dort als zugelassenes Finanzunternehmen tätig ist. Entscheidend ist vielmehr, ob eine entsprechende Konzession der Finanzmarktaufsicht besteht. Nach der aktuellen FMA-Warnung ist dies bei Fundora für das Kreditgeschäft nicht der Fall.
Vorsicht bei Kreditangeboten
Verbraucher sollten bei Kreditangeboten nicht nur auf Zinssätze und Kreditbedingungen achten, sondern auch überprüfen, wer tatsächlich hinter dem Angebot steht und ob der Anbieter zur Durchführung des Geschäfts berechtigt ist.
Besondere Vorsicht ist beispielsweise angebracht, wenn vor der Auszahlung eines vermeintlichen Kredits zunächst Gebühren, Versicherungsbeiträge, Steuern oder andere Vorauszahlungen verlangt werden. Solche Forderungen können ein Warnsignal für betrügerische Kreditangebote sein.
Fazit
Die FMA Österreich warnt vor Geschäften mit Fundora. Der unter fundora.at auftretende Anbieter mit angeblichem Sitz in Wien verfügt nach Angaben der Finanzaufsicht nicht über die erforderliche Berechtigung für konzessionspflichtige Bankgeschäfte und darf insbesondere keine Kreditgeschäfte gemäß österreichischem Bankwesengesetz betreiben. Verbraucher sollten daher entsprechende Angebote besonders kritisch prüfen und vor einem Vertragsabschluss oder einer Zahlung die aufsichtsrechtliche Zulassung des Anbieters kontrollieren.