Cyberkriminelle verschicken derzeit Phishing-Mails im Namen der Commerzbank, mit denen sie versuchen, an sensible Zugangsdaten für das Online-Banking zu gelangen. Im Mittelpunkt steht diesmal die angebliche Überprüfung der bestehenden photoTAN-Registrierung.
Die Empfänger werden aufgefordert, ihre Registrierung aufgrund angeblicher Sicherheitsverbesserungen zu bestätigen. Dazu sollen sie sogar ihre persönliche photoTAN-Aktivierungsgrafik bereithalten – ein besonders sensibles Sicherheitsmerkmal, das ausschließlich für die Aktivierung des photoTAN-Verfahrens bestimmt ist. Seriöse Banken fordern ihre Kunden niemals per E-Mail dazu auf, solche Daten über einen Link einzugeben oder zu bestätigen.
Um zusätzlichen Druck aufzubauen, behaupten die Betrüger, die Bestätigung müsse bis zum 15. Juli 2026 erfolgen. Andernfalls drohten Einschränkungen beim Online-Banking. Genau dieser Zeitdruck gehört zu den typischen Methoden von Phishing-Angriffen: Betroffene sollen möglichst schnell handeln, ohne die Echtheit der Nachricht zu hinterfragen.
Woran Sie die Fälschung erkennen
Mehrere Merkmale sprechen eindeutig für einen Betrugsversuch:
- unseriöse oder gefälschte Absenderadresse,
- unpersönliche Anrede wie „Sehr geehrte Damen und Herren“,
- Aufforderung, einem Link in der E-Mail zu folgen,
- künstlich erzeugter Zeitdruck durch eine kurze Frist,
- Drohungen mit Kontoeinschränkungen oder Sicherheitsproblemen.
So sollten Betroffene reagieren
Wer eine solche Nachricht erhält, sollte keinesfalls auf den enthaltenen Link klicken oder persönliche Daten eingeben. Die E-Mail sollte unbeantwortet gelöscht beziehungsweise in den Spam-Ordner verschoben werden.
Commerzbank-Kunden sollten mögliche Sicherheitsmeldungen ausschließlich über die offizielle Banking-App, das Online-Banking oder die bekannte Internetseite der Bank prüfen. Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte umgehend die Commerzbank kontaktieren und gegebenenfalls den Zugang zum Online-Banking sperren lassen.
Der aktuelle Fall zeigt erneut: Phishing-Mails wirken immer professioneller. Ein gesundes Misstrauen gegenüber unerwarteten Sicherheitsaufforderungen bleibt der beste Schutz vor Datendiebstahl.