Dark Mode Light Mode

Betrugsmasche mit KI-Namen: Phishing-Mails geben sich als ChatGPT aus

geralt / Pixabay

Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor einer neuen Welle betrügerischer E-Mails, die im Namen von OpenAI beziehungsweise dem Dienst ChatGPT verschickt werden. Unter dem Vorwand einer fehlgeschlagenen Zahlung versuchen Kriminelle, an sensible Daten zu gelangen.

„Zahlung fehlgeschlagen“ – und 48 Stunden Frist

In den E-Mails wird behauptet, ein kostenpflichtiges Abonnement – etwa „ChatGPT Plus“ – habe nicht abgerechnet werden können. Um eine angebliche Kontosperrung zu verhindern, sollen Empfängerinnen und Empfänger ihre Zahlungsdaten über einen beigefügten Link aktualisieren. Oft wird mit Formulierungen wie „nur noch 48 Stunden“ zusätzlicher Druck aufgebaut.

Tatsächlich zeigt OpenAI Abrechnungsprobleme ausschließlich direkt im Nutzerkonto an – nicht per E-Mail mit externem Zahlungslink.

Typische Warnsignale

Die betrügerischen Nachrichten weisen mehrere klassische Merkmale von Phishing auf:

  • Unbekannte Absenderadresse: Die E-Mail stammt nicht von einer offiziellen Domain wie „@openai.com“.
  • Zeitdruck: Begriffe wie „Zahlung ausstehend“ oder „sofort handeln“ sollen Panik erzeugen.
  • Unpersönliche Anrede: Statt eines Namens wird allgemein mit „Sehr geehrte/r Nutzer/in“ begonnen.
  • Aufforderung zur Dateneingabe: Über einen Link sollen Zahlungs- oder Zugangsdaten eingegeben werden.

Kein Einzelfall

Nach Angaben der Verbraucherzentrale treten ähnliche Betrugsversuche regelmäßig im Namen bekannter Mobilfunkanbieter, Streamingdienste oder Online-Marktplätze auf. Je populärer ein digitaler Dienst ist, desto attraktiver wird er für Betrüger als Tarnung.

„Phishing-Mails werden zunehmend professioneller gestaltet und greifen gezielt bekannte digitale Dienste auf. Wachsamkeit bleibt der beste Schutz“, erklärt Steffi Meißner, Leiterin einer Beratungsstelle der Verbraucherzentrale.

So schützen Sie sich

Die Experten raten:

  • Keine Links in verdächtigen E-Mails anklicken.
  • Keine Zahlungs- oder Zugangsdaten preisgeben.
  • Den eigenen Account nur über die offizielle Webseite oder App aufrufen – manuell eingegeben, nicht über einen E-Mail-Link.
  • Verdächtige Nachrichten löschen oder als Spam markieren.

Wer unsicher ist, sollte im Zweifel direkt beim jeweiligen Anbieter nachfragen – jedoch ausschließlich über offizielle Kontaktwege.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

HI-Multi Credit Short Term-Fonds: Solider Kurzläufer-Credit mit höherem Spread-Risikoanteil und moderaten Kosten

Next Post

Windpark Bösel Beteiligungs GmbH: Kleine Beteiligungsgesellschaft mit schrumpfendem Eigenkapital