Der Traum vom eigenen Haus oder der Eigentumswohnung wird für viele Menschen in Deutschland auch 2025 kaum erschwinglicher. Nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) werden die Preise für selbst genutzte Wohnimmobilien in diesem Jahr erneut spürbar steigen – um durchschnittlich 3,2 Prozent.
Eigentum verteuert sich weiter
Damit setzt sich der langfristige Trend steigender Immobilienpreise fort. Zwischen 2007 und 2024 sind die Preise für Wohneigentum bundesweit um 16 Prozent stärker gestiegen als die verfügbaren Einkommen, so der BVR. In den sieben größten Städten Deutschlands ist die Entwicklung noch dramatischer: Hier kletterten die Preise um mehr als ein Drittel über das hinaus, was die Einkommensentwicklung hergegeben hat.
Wohneigentum bleibt unerreichbar
„Wohneigentum bleibt für viele Haushalte schwer erreichbar“, resümiert der Bankenverband. Steigende Bau- und Materialkosten, hohe Zinsen und weiterhin knapper Wohnraum treiben die Preise zusätzlich an – selbst wenn die Nachfrage durch gestiegene Finanzierungskosten zuletzt etwas gedämpft wurde.
Keine schnelle Entspannung in Sicht
Ob sich an dieser Entwicklung kurzfristig etwas ändert, ist fraglich. Zwar hat sich der Immobilienmarkt in einigen Regionen leicht abgekühlt, doch der strukturelle Wohnungsmangel in vielen Städten und Ballungsräumen wirkt weiter preistreibend. Zudem bleiben Baukosten und Anforderungen an energetische Sanierungen hoch.
Der Trend: Mieten statt kaufen
Für immer mehr Menschen bleibt der Eigentumserwerb damit unerreichbar – die Folge: Viele Haushalte bleiben auf dem Mietmarkt, was den Druck auf ohnehin knappe Mietwohnungen zusätzlich verstärkt.
Der erneute Preisanstieg dürfte die Debatte um Förderprogramme für den Eigentumserwerb, günstigere Baufinanzierungen und den dringend benötigten Wohnungsneubau weiter anheizen – Lösungen gegen die anhaltende Wohnungsnot bleiben jedoch vielerorts schwierig umzusetzen.