Am legendären Hockenheimring kam es zu einem spektakulären und gleichzeitig schockierenden Unfall: Ein Teenager, offenbar ohne Führerschein, schnappte sich eigenmächtig den 530 PS starken Mietwagen eines Freundes – und das mit verheerenden Folgen.
Der junge Mann raste mit dem PS-Monster über das Gelände, verlor jedoch bereits nach kurzer Zeit die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Bolide kam von der Straße ab, krachte mit voller Wucht gegen einen Baum und landete schließlich mitten im Kassenhäuschen des Rennsportareals.
Wie durch ein Wunder kam dabei niemand ernsthaft zu Schaden. Der materielle Verlust hingegen ist beträchtlich: Der Sportwagen ist ein Totalschaden, der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 80.000 Euro – das Kassenhäuschen inklusive.
Ersten Ermittlungen zufolge hatte der Jugendliche keinerlei Fahrerlaubnis. Warum der Wagen dennoch in seine Hände gelangte, ist derzeit Gegenstand polizeilicher Untersuchungen. Der Halter des Fahrzeugs – ein Bekannter des Fahrers – muss sich ebenfalls auf unangenehme Fragen gefasst machen.
Die Polizei ermittelt nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, grober Fahrlässigkeit und möglicher Gefährdung des Straßenverkehrs. Neben den juristischen Konsequenzen dürfte der Vorfall für den Teenager und seinen Kumpel auch finanziell ein böses Nachspiel haben.
Am Hockenheimring, wo sonst Hochleistung unter Kontrolle steht, bleibt nach diesem Vorfall vor allem eines zurück: ein Bild der Verwüstung – und die Erkenntnis, dass PS allein kein Maß für Verantwortung sind.