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Organspende-Register: Erst 275.000 Menschen eingetragen – Wachstum bleibt schleppend

Jasmin777 (CC0), Pixabay

Ein Jahr nach dem Start des deutschen Organspende-Registers zeigt sich ein ernüchterndes Bild: Nur rund 274.250 Menschen haben sich bislang aktiv eingetragen. Das berichtet die Ärzte Zeitung unter Berufung auf das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Geringe Beteiligung trotz steigendem Bedarf

Das Register wurde geschaffen, um die Organspende-Bereitschaft transparenter und leichter abrufbar zu machen. Anstelle eines physischen Organspendeausweises können Bürgerinnen und Bürger ihre Entscheidung online hinterlegen, sodass Ärzte im Ernstfall schneller darauf zugreifen können.

Doch bislang nutzen nur ein Bruchteil der Bevölkerung diese Möglichkeit. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es rund 84 Millionen Einwohner – die Zahl der bisherigen Eintragungen bleibt verschwindend gering.

Experten kritisieren schleppendes Wachstum

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Armin Grau zeigt sich besorgt: Die Zahl der Einschreibungen steige zwar stetig, die Wachstumskurve sei aber „viel zu flach“. Auch Mediziner und Gesundheitsorganisationen warnen, dass die geringe Beteiligung das Ziel des Registers – eine bessere Nachvollziehbarkeit der Organspende-Bereitschaft – gefährde.

Warum ist das Interesse so gering?

Mögliche Gründe für die geringe Zahl der Eintragungen:
🔹 Fehlende Information: Viele Menschen wissen gar nicht, dass es das Register gibt.
🔹 Komplizierter Prozess: Die Anmeldung erfordert eine digitale Identifizierung, die einige Nutzer abschreckt.
🔹 Organspende-Debatte: Die Diskussion um die Widerspruchsregelung könnte dazu führen, dass viele ihre Entscheidung vertagen.

Wie funktioniert die Registrierung?

Jede Person in Deutschland kann sich freiwillig und kostenlos im Organspende-Register eintragen. Dort kann man eine Zustimmung oder Ablehnung zur Organspende hinterlegen, diese jederzeit ändern oder widerrufen.

📌 Registrierung online möglich unter:
👉 www.organspende-register.de

Fazit: Ohne mehr Engagement bleibt das Register wirkungslos

Das Register ist ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz bei Organspenden – doch die Teilnahme bleibt viel zu niedrig. Damit im Ernstfall schnell und sicher eine Entscheidung getroffen werden kann, müsste die Bekanntheit des Registers steigen und der Anmeldeprozess möglicherweise vereinfacht werden.

💡 Jeder Eintrag zählt – Informieren Sie sich und treffen Sie Ihre Entscheidung bewusst!

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