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Neuseeland: FMA warnt vor Intaforensics-Klon, falschen Registrierungsangaben und PRP Life

Peggy_Marco (CC0), Pixabay

Die neuseeländische Finanzmarktaufsicht FMA hat am 28. Oktober 2026 mehrere Finanzwarnungen aktualisiert. Betroffen sind ein Angebot, das die Identität von Intaforensics missbraucht, die Internetangebote Mancotrade, Corporate Advisory und Angel Mine sowie die von der Behörde als gefälschte Anlageplattform eingestufte PRP Life.

Die Warnungen betreffen unterschiedliche Fallgruppen. Deshalb muss zwischen einem Identitätsmissbrauch, falschen Behauptungen über eine neuseeländische Registrierung und einer gefälschten Handelsplattform unterschieden werden.

Intaforensics: Warnung gilt einem Identitätsmissbrauch

Die FMA führt Intaforensics ausdrücklich mit dem Zusatz „Imposter“. Damit wird klargestellt, dass die Warnung nicht ohne Weiteres gegen ein tatsächlich existierendes Unternehmen dieses Namens gerichtet ist. Beanstandet werden vielmehr unbekannte Personen, die sich als Intaforensics ausgeben oder dessen Identität verwenden.

Der Eintrag steht im Zusammenhang mit sogenannten Kryptowährungs-Rückholbetrügereien. Diese richten sich gezielt an Menschen, die zuvor bereits durch einen Anlage- oder Kryptobetrug Geld verloren haben.

Die Verantwortlichen behaupten häufig, die früher verlorenen Gelder seien gefunden oder zurückgeholt worden. Teilweise zeigen sie angebliche Wallets, in denen sich die Vermögenswerte des Betroffenen befinden sollen. Tatsächlich stehen diese Wallets nach Darstellung der FMA unter der Kontrolle der Täter.

Bevor das vermeintlich zurückgewonnene Geld ausgezahlt werden könne, sollen die Betroffenen weitere Beträge überweisen. Als Begründung werden beispielsweise Steuern, Transaktionsgebühren oder angeblich vorgeschriebene Eigentumsnachweise genannt. Nach einer Zahlung folgen häufig weitere Forderungen. Die versprochene Auszahlung erfolgt nicht.

Menschen sollten daher kein Geld und keine Kryptowährungen an Personen übertragen, die sich als Intaforensics ausgeben und eine Rückholung früherer Verluste versprechen. Die FMA empfiehlt, bei entsprechenden Angeboten äußerste Vorsicht walten zu lassen.

Mancotrade, Corporate Advisory und Angel Mine: angebliche Registrierung in Neuseeland

Eine weitere FMA-Warnung betrifft Unternehmen und Internetseiten, die nach Angaben der Behörde fälschlich behaupten, in Neuseeland registriert zu sein.

Am 28. Oktober 2026 wurden folgende Angebote aufgenommen:

  • Mancotrade – mancotrade.com
  • Corporate Advisory – corporateadvisorys.com
  • Angel Mine – angelmine.co

Die Angebote sind in der FMA-Warnung vor falschen Behauptungen über eine Registrierung in Neuseeland aufgeführt.

Nach Darstellung der FMA verwenden Angebote dieser Art unter anderem gefälschte neuseeländische Gründungsurkunden oder Daten tatsächlich registrierter Unternehmen. Teilweise werden Interessenten über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste angesprochen. Verwendet werden können ausländische Telefonnummern, kostenlose E-Mail-Adressen oder Internetadressen, die denen legitimer Unternehmen ähneln.

Eine bloße Eintragung im neuseeländischen Unternehmensregister wäre ohnehin nicht automatisch mit einer finanzaufsichtsrechtlichen Zulassung gleichzusetzen. Entscheidend ist, ob der konkrete Anbieter im Financial Service Providers Register geführt wird und für die angebotene Finanzdienstleistung die notwendigen Voraussetzungen erfüllt.

Menschen sollten sämtliche Angaben unabhängig überprüfen. Firmenname, Internetadresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse müssen mit den Angaben in den amtlichen Registern übereinstimmen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein angeblich in Neuseeland ansässiges Unternehmen Zahlungen auf ausländische Bankkonten oder in Kryptowährungen verlangt.

Die FMA ordnet die genannten Internetseiten ausdrücklich Angeboten zu, die mit falschen Registrierungsbehauptungen verbunden sind. Dies stellt ein erhebliches Warnsignal dar. Die Einordnung ersetzt jedoch keine gerichtliche Feststellung der persönlichen strafrechtlichen Verantwortung einzelner Beteiligter.

PRP Life als gefälschte Anlageplattform eingestuft

Die FMA hat außerdem PRP Life mit der Internetseite prplife.com in ihre Warnliste gefälschter Anlageplattformen aufgenommen.

Nach den allgemeinen Erkenntnissen der Behörde locken gefälschte Handelsplattformen mit schnellen Gewinnen und angeblich erfolgreichen Investitionen. Der Erstkontakt erfolgt häufig über Werbung in sozialen Netzwerken, unerbetene Anrufe oder Gruppen bei WhatsApp und Telegram.

Zunächst wird oftmals nur eine kleine Einzahlung verlangt. Auf dem anschließend eingerichteten Onlinekonto werden vermeintliche Gewinne angezeigt. Diese Kontostände können frei erfunden sein und belegen nicht, dass tatsächlich Wertpapiere, Kryptowährungen oder andere Vermögenswerte erworben wurden.

Sobald eine Auszahlung verlangt wird, können zusätzliche Gebühren oder Steuern gefordert werden. Selbst nach deren Zahlung wird das angebliche Guthaben häufig nicht ausgezahlt. Die FMA warnt außerdem davor, auf Aufforderung eines angeblichen Beraters Fernwartungssoftware zu installieren. Damit können Dritte möglicherweise auf Bankkonten und andere sensible Daten zugreifen.

Wer bereits Geld an PRP Life oder eines der anderen genannten Angebote überwiesen hat, sollte den Kontakt abbrechen und keine weiteren Beträge zahlen. Die eigene Bank sowie gegebenenfalls die verwendete Kryptobörse sollten unverzüglich informiert werden. Wurde Fernzugriff auf ein Gerät gewährt, sollte zusätzlich fachkundige IT-Hilfe in Anspruch genommen werden.

E-Mails, Chatnachrichten, Telefonnummern, Wallet-Adressen, Kontoangaben, Zahlungsbelege und Bildschirmaufnahmen sollten vollständig gesichert werden. Betroffene sollten außerdem darauf vorbereitet sein, später von angeblichen Rückholunternehmen kontaktiert zu werden. Solche Folgekontakte können Teil eines weiteren Vorschussbetrugs sein.

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