Die Polizei im Rhein-Erft-Kreis warnt vor einer Betrugsmasche, bei der Kriminelle eine gefälschte Internetseite mit einem anschließenden Telefonanruf kombinieren. Ein Mann aus Pulheim wurde dadurch zur Freigabe mehrerer Überweisungen gebracht.
Die neue Warnmeldung wurde am 27. Oktober 2026 um 12:07 Uhr veröffentlicht.
Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt der Geschädigte am Montagmorgen eine E-Mail, in der er aufgefordert wurde, seine persönlichen Daten bei einem Steuerportal zu aktualisieren.
Über einen Link gelangte er auf eine Internetseite, die dem tatsächlichen Steuerportal täuschend ähnlich sah. Dort gab der Mann persönliche Informationen ein.
Mehrere Stunden später erhielt er einen Telefonanruf. Der Anrufer stellte sich als Bankmitarbeiter vor. Auf dem Display erschien sogar der Name des tatsächlichen Kreditinstituts.
Der vermeintliche Bankmitarbeiter erklärte, dass die zuvor begonnene Datenaktualisierung telefonisch abgeschlossen werden müsse.
Im weiteren Verlauf wurde der Mann dazu gebracht, zusätzliche Software herunterzuladen und mehrere Überweisungen mittels TAN zu bestätigen. Die Vorgänge wurden ihm als notwendige Legitimation für die angebliche Datenaktualisierung dargestellt.
Nachdem der Geschädigte den Betrug erkannt hatte, erstattete er Strafanzeige. Das zuständige Kriminalkommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei weist darauf hin, dass Kriminelle Telefonnummern technisch manipulieren können. Dieses Verfahren wird als Call-ID-Spoofing bezeichnet.
Deshalb ist eine auf dem Display angezeigte Bankrufnummer kein zuverlässiger Beweis dafür, dass tatsächlich ein Mitarbeiter des Geldinstituts anruft.
Verbraucher sollten insbesondere dann misstrauisch werden, wenn ein angeblicher Bankmitarbeiter die Installation zusätzlicher Software verlangt oder zur Freigabe von Überweisungen auffordert.
Die genaue Schadenshöhe wurde von der Polizei nicht mitgeteilt.