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Insolvenzgericht Landshut ordnet Sicherungsmaßnahmen bei MW Sysgastro GmbH an

Das Insolvenzgericht Landshut hat im Verfahren mit dem Aktenzeichen IN 781/26 am 27.10.2026 Sicherungsmaßnahmen über das Vermögen der MW Sysgastro GmbH mit Sitz in Freising angeordnet. Nach der Bekanntmachung wurden Maßnahmen ergriffen, um das Schuldnervermögen vor nachteiligen Veränderungen zu schützen.

Was die Anordnung bedeutet

Nach dem Beschluss wurde am 27.10.2026 um 07:32 Uhr eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Zugleich wurde bestimmt, dass Verfügungen der Schuldnerin nur mit Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalterin wirksam sind. Das bedeutet für Laien: Die Gesellschaft kann bestimmte Entscheidungen über ihr Vermögen nicht mehr allein treffen. Die Kontrolle liegt in diesem Punkt zunächst nicht mehr nur bei der Schuldnerin selbst.

In der Bekanntmachung ist außerdem ausdrücklich geregelt, dass zu den zustimmungsbedürftigen Verfügungen auch die Einziehung von Außenständen gehört. Für Betroffene heißt das: Forderungen gegen die Gesellschaft können in dieser Phase von der vorläufigen Insolvenzverwaltung erfasst sein und nicht einfach wie gewohnt abgewickelt werden.

Rolle der vorläufigen Insolvenzverwalterin

Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Christina Koller, Obere Hauptstraße 10, 85354 Freising, bestellt. Ihre Aufgabe ist es nach der Anordnung, das Vermögen der Schuldnerin zu sichern und nachteilige Veränderungen zu verhindern. Die Bekanntmachung nennt damit eine unabhängige Person, die in das Verfahren eingeschaltet ist.

Für Kunden, Anleger oder andere Gläubiger bedeutet eine solche Sicherungsmaßnahme vor allem, dass sich die Zahlungs- und Entscheidungswege ändern können. Wer offene Forderungen hat, sollte damit rechnen, dass weitere Schritte im Insolvenzverfahren nur noch im Rahmen der dort geltenden Regeln möglich sind. Die Anordnung selbst ist noch keine abschließende Entscheidung über das Insolvenzverfahren, sondern eine Sicherungsmaßnahme im laufenden Verfahren.

Was Betroffene jetzt tun können

Betroffene sollten Unterlagen zu offenen Rechnungen, Verträgen oder sonstigen Forderungen sorgfältig aufbewahren. Wer Ansprüche gegen die MW Sysgastro GmbH hat, sollte die Entwicklung des Verfahrens unter dem Aktenzeichen IN 781/26 beim Insolvenzgericht Landshut im Blick behalten. Wenn weitere Schreiben eingehen, sollten diese zeitnah geprüft werden, damit keine Fristen versäumt werden.

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