Die zyprische Finanzaufsicht CySEC warnt vor einer gefälschten Internetseite und vor Personen, die sich unberechtigt als Mitarbeiter der Behörde ausgeben. Die am 23. Oktober 2026 veröffentlichte Warnung betrifft insbesondere die Internetadresse cysekbrok.readdy.co.
Nach Angaben der CySEC steht diese Seite in keiner Verbindung zur zyprischen Finanzaufsicht. Der Internetauftritt soll den Eindruck erwecken, es handele sich um ein offizielles oder von der Behörde unterstütztes Angebot. Gleichzeitig seien weitere Fälle bekannt geworden, in denen Personen gegenüber Anlegern fälschlich behaupteten, für die CySEC tätig zu sein.
Im Mittelpunkt der Vorgehensweise stehen offenbar Menschen, die bereits durch problematische oder nicht regulierte Anlageangebote Geld verloren haben. Ihnen wird eine angebliche Rückholung ihrer Verluste oder eine Beteiligung an einem Entschädigungsverfahren in Aussicht gestellt. Vor einer Auszahlung sollen sie jedoch Gebühren oder andere Geldbeträge überweisen beziehungsweise persönliche und finanzielle Daten übermitteln.
Die CySEC stellt ausdrücklich klar, dass sie Privatpersonen nicht unaufgefordert anruft und keine unerbetenen Nachrichten mit Zahlungsaufforderungen verschickt. Die Behörde verlangt von einzelnen Anlegern auch keine Gebühren, um verlorenes Kapital zurückzuholen. Ebenso wenig organisiert oder überwacht sie private Sammelklagen, Entschädigungsprogramme oder Zahlungen zwischen Unternehmen und geschädigten Anlegern.
Wer nach einem früheren Anlageverlust von angeblichen Behördenmitarbeitern, Rechtsanwälten oder spezialisierten Rückholunternehmen kontaktiert wird, sollte deshalb besonders vorsichtig sein. Bei sogenannten Rückhol- oder Wiederbeschaffungsmodellen besteht die Gefahr, dass Betroffene ein zweites Mal finanziell geschädigt werden. Die Täter können dabei Informationen aus dem ursprünglichen Anlagevorgang verwenden, um ihre Kontaktaufnahme glaubwürdig erscheinen zu lassen.
Empfänger entsprechender Nachrichten sollten weder Geld überweisen noch Ausweiskopien, Kontoangaben oder Zugangsdaten herausgeben. Auch Links und Anhänge in angeblichen Behördennachrichten sollten nicht geöffnet werden. Ob eine Mitteilung tatsächlich von der CySEC stammt, sollte ausschließlich über die Kontaktdaten auf der offiziellen Internetseite cysec.gov.cy überprüft werden. Die Behörde nennt außerdem die Adresse report.fraud@cysec.gov.cy für die Meldung verdächtiger Kontaktaufnahmen.
Die Warnung richtet sich gegen den genannten Internetauftritt und gegen die missbräuchliche Verwendung des Namens der Aufsichtsbehörde. Über die Identität der verantwortlichen Personen oder mögliche strafrechtliche Konsequenzen enthält die Mitteilung keine abschließende Feststellung.