Im Rhein nahe der deutsch-schweizerischen Grenze sind mehrere Säcke mit menschlichen Leichenteilen entdeckt worden. Die Kantonspolizei Aargau geht davon aus, dass der bislang nicht abschließend identifizierte Mann Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet.
Der Fund ereignete sich am Sonntagmorgen, dem 25. Oktober 2026, am Rheinufer der Schweizer Gemeinde Stein. Der Ort liegt unmittelbar gegenüber der deutschen Stadt Bad Säckingen im Landkreis Waldshut.
Drei Männer bemerkten einen Sack im Wasser und zogen ihn an Land. Darin entdeckten sie ein menschliches Bein.
Kurz nach 7.30 Uhr wurde die Kantonspolizei Aargau verständigt.
Weitere Leichenteile im Rhein gefunden
Die Polizei leitete eine umfangreiche Suchaktion ein. Einsatzkräfte untersuchten den Fluss mit einem Boot und Polizeitauchern.
Dabei wurden weitere Säcke mit Teilen einer männlichen Leiche gefunden.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden deuten die Umstände auf ein Tötungsdelikt hin. Die genaue Todesursache ist jedoch noch nicht festgestellt.
Das Institut für Rechtsmedizin Aargau soll die menschlichen Überreste untersuchen und zur Klärung der Identität sowie der Todesumstände beitragen.
Möglicher Bezug zu einer Asylunterkunft
Nach einem Bericht der Schweizer Zeitung „Blick“ erklärte ein Polizeisprecher, dass der Verstorbene möglicherweise einen Bezug zu einer nahe gelegenen Asylunterkunft hatte.
Ob der Mann dort tatsächlich wohnte, ist bislang nicht bestätigt.
Ebenso gibt es keine gesicherten Erkenntnisse darüber, ob die Unterkunft in irgendeinem Zusammenhang mit der mutmaßlichen Tat steht.
Aus dem möglichen Bezug des Verstorbenen zur Unterkunft lassen sich keine Rückschlüsse auf die Herkunft oder Identität möglicher Tatverdächtiger ziehen.
Polizei sucht Zeugen
Bislang ist nicht bekannt, wann und wo der Mann ums Leben kam. Auch der genaue Tatablauf und die Identität möglicher Täter sind ungeklärt.
Der Fundort im Rhein muss nicht mit dem Tatort übereinstimmen.
Die Kriminalpolizei des Kantons Aargau bittet Menschen, die am Rheinufer oder an anderen Orten verdächtige Beobachtungen gemacht haben, um Hinweise.
Diese können per E-Mail an leibleben.kripo@kapo.ag.ch übermittelt werden.
Die Ermittlungen stehen noch am Anfang. Fest steht bislang lediglich, dass im Rhein mehrere Säcke mit menschlichen Überresten entdeckt wurden und die Polizei ein Gewaltverbrechen vermutet. Wer der Verstorbene ist und wer für seinen Tod verantwortlich sein könnte, bleibt offen.