Dark Mode Light Mode

LAIQON startet neuen Aktienfonds in Luxemburg: Zukunftstechnologien im Fokus – hohe Chancen, aber auch erhebliche Risiken

jorono (CC0), Pixabay

Neuer Aktienfonds setzt auf technologische Zukunftsmärkte

Künstliche Intelligenz, Robotik und technologische Infrastruktur gelten als wichtige Bereiche des wirtschaftlichen Wandels.

Immer mehr Unternehmen investieren in automatisierte Produktionsprozesse, leistungsfähige Rechenzentren und neue digitale Technologien.

Auch die Versorgung mit kritischen Rohstoffen gewinnt für zahlreiche Industriezweige an Bedeutung.

Auf diese Entwicklungen setzt die LAIQON AG mit ihrem neuen Luxemburger Aktienfonds.

Der zum 1. Oktober 2026 gestartete Teilfonds trägt den Namen LAIQON SICAV – Global Equities Dynamic und ist Bestandteil einer neu aufgelegten Luxemburger SICAV-Struktur.

Ziel der Anlagestrategie ist es, international tätige Wachstumsunternehmen auszuwählen, die nach Einschätzung des Fondsmanagements von langfristigen technologischen Veränderungen profitieren könnten.

Eine Garantie für eine positive Wertentwicklung besteht allerdings nicht.

Konzentration auf rund 25 Unternehmen

Eine Besonderheit des Fonds ist die geplante Konzentration auf ungefähr 25 Unternehmen.

Damit verfolgt das Management einen vergleichsweise fokussierten Investmentansatz.

Anders als breit gestreute Aktienfonds, die teilweise mehrere Hundert oder Tausend Unternehmen enthalten, soll sich das Portfolio auf eine überschaubare Zahl ausgewählter Titel beschränken.

Diese Strategie bietet Chancen, bringt jedoch auch zusätzliche Risiken mit sich.

Entwickeln sich die ausgewählten Unternehmen besonders erfolgreich, kann der Fonds davon überdurchschnittlich profitieren.

Enttäuschen dagegen einzelne größere Positionen, können sich deren Kursverluste erheblich auf die Gesamtentwicklung auswirken.

Hinzu kommt, dass mehrere Unternehmen trotz unterschiedlicher Geschäftsmodelle von ähnlichen wirtschaftlichen Entwicklungen abhängig sein können.

Besonders im Technologiesektor können steigende Finanzierungskosten, sinkende Wachstumserwartungen oder neue Wettbewerber deutliche Kurskorrekturen auslösen.

Künstliche Intelligenz und Robotik als Wachstumstreiber

Im Mittelpunkt der Anlagestrategie stehen mehrere technologische Zukunftsbereiche.

Dazu gehört insbesondere die künstliche Intelligenz.

Unternehmen, die KI-Anwendungen entwickeln, Halbleiter herstellen oder die erforderliche Recheninfrastruktur bereitstellen, könnten von einer zunehmenden Nachfrage profitieren.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Robotik.

Automatisierungstechnologien werden unter anderem in der Industrie, der Logistik und verschiedenen Dienstleistungsbereichen eingesetzt.

Auch Unternehmen aus dem Bereich technologischer Infrastruktur kommen für das Portfolio infrage.

Dazu zählen grundsätzlich Geschäftsmodelle, die für den Betrieb moderner digitaler Systeme notwendig sind.

Darüber hinaus richtet sich der Blick auf kritische Rohstoffe, die beispielsweise für Elektronik, Energietechnik und industrielle Produktionsprozesse benötigt werden.

Welche konkreten Unternehmen tatsächlich im Portfolio vertreten sein werden, lässt sich aus den vorliegenden Angaben jedoch nicht ableiten.

Fondsstruktur und beteiligte Institute

Der neue Aktienfonds wurde innerhalb einer Luxemburger SICAV-Struktur aufgelegt.

SICAV steht für eine Investmentgesellschaft mit variablem Kapital.

Als Verwaltungsgesellschaft fungiert die Universal-Investment-Luxembourg S.A.

Die Verwahrstelle ist die DZ PRIVATBANK AG, Niederlassung Luxemburg.

Die Aufgaben von Verwaltungsgesellschaft und Verwahrstelle sind im regulierten Fondsgeschäft voneinander getrennt.

Die Verwahrstelle übernimmt unter anderem gesetzlich vorgesehene Kontroll- und Verwahrfunktionen.

Allerdings bedeutet eine regulierte Fondsstruktur nicht, dass das investierte Kapital gegen Kursverluste abgesichert ist.

Sinken die Kurse der im Fonds enthaltenen Aktien, kann auch der Wert der Fondsanteile deutlich zurückgehen.

Welche Anteilklassen gibt es?

Für unterschiedliche Anlegergruppen sind verschiedene Anteilklassen vorgesehen.

Für Privatanleger ist insbesondere die Anteilklasse R relevant.

Sie trägt die internationale Wertpapierkennnummer LU3283426263.

Die angegebenen jährlichen Managementgebühren unterscheiden sich je nach Anteilklasse.

Anteilklasse Jährliche Managementgebühr
Retail-Anteilklasse R 1,50 %
Institutionelle Anteilklasse 1,00 %
Clean-Anteilklasse 0,75 %

Zusätzlich ist für die Anteilklassen eine erfolgsabhängige Vergütung vorgesehen.

Diese beträgt 15 Prozent der Outperformance gegenüber dem jeweiligen Referenzindex.

Dabei soll eine sogenannte High-Watermark-Regelung zur Anwendung kommen.

Die konkreten Berechnungsbedingungen ergeben sich aus den verbindlichen Fondsunterlagen.

Was bedeutet die erfolgsabhängige Vergütung?

Neben der laufenden Managementgebühr kann eine zusätzliche Erfolgsvergütung anfallen.

Diese ist an die relative Wertentwicklung gegenüber einem Referenzindex gekoppelt.

Entwickelt sich der Fonds besser als die festgelegte Vergleichsgröße und sind die weiteren vertraglichen Voraussetzungen erfüllt, kann das Management an dieser Mehrperformance beteiligt werden.

Die High-Watermark-Regelung soll dabei verhindern, dass bestimmte bereits erreichte Wertstände bei der Berechnung der Erfolgsvergütung unberücksichtigt bleiben.

Wie diese Regelung im konkreten Fonds ausgestaltet ist, muss anhand des Verkaufsprospekts geprüft werden.

Für Anleger ist entscheidend, dass die Erfolgsvergütung zusätzlich zu den laufenden Kosten anfallen kann.

Sie reduziert damit gegebenenfalls die tatsächlich verbleibende Rendite.

Auch ist eine Outperformance gegenüber einem Referenzindex nicht automatisch mit einem positiven absoluten Anlageergebnis gleichzusetzen.

Wie hoch sind die tatsächlichen Fondskosten?

Die ausgewiesene Managementgebühr ist nicht zwangsläufig mit den gesamten Kosten des Investments identisch.

Je nach Fonds und Vertriebspartner können weitere Kosten hinzukommen.

Dazu zählen beispielsweise zusätzliche laufende Fondskosten, Transaktionskosten oder Gebühren beim Erwerb und Verkauf der Anteile.

Auch eine mögliche Erfolgsvergütung muss berücksichtigt werden.

Die vollständige Kostenstruktur sollte deshalb vor einer Anlageentscheidung anhand des aktuellen Basisinformationsblatts und des Verkaufsprospekts überprüft werden.

Besonders bei langfristigen Investments können laufende Gebühren einen erheblichen Einfluss auf das Anlageergebnis haben.

Ein aktiv verwalteter Fonds muss deshalb dauerhaft einen ausreichenden Mehrwert erzielen, um seine Kosten gegenüber günstigeren Anlagealternativen zu rechtfertigen.

Ob dem neuen LAIQON-Fonds dies gelingt, lässt sich zum Zeitpunkt seiner Auflegung noch nicht beurteilen.

Mindestanlage von null Euro – was bedeutet das?

Nach Angaben des Anbieters beträgt die Mindestanlage für die Retail- und die Clean-Anteilklasse null Euro.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Anleger bei jedem Anbieter ohne Mindestorder investieren können.

Banken, Broker und andere Vertriebspartner können eigene Vorgaben festlegen.

Auch mögliche Transaktionskosten oder weitere Gebühren sind unabhängig von der angegebenen Mindestanlage zu betrachten.

Interessierte Anleger sollten deshalb vorab prüfen, ob die gewünschte Anteilklasse beim jeweiligen Vertriebspartner verfügbar ist und welche Konditionen gelten.

Welche Risiken bestehen für Anleger?

Der neue Fonds ist ein offensives Aktieninvestment.

Er eignet sich nicht als Ersatz für eine sichere Geldreserve oder eine konservative Kapitalanlage.

Besonders relevant sind folgende Risiken:

Aktienmarktrisiko: Der Wert der Fondsanteile hängt wesentlich von der Entwicklung der enthaltenen Aktien ab. Bei fallenden Kursen können erhebliche Verluste entstehen.

Konzentrationsrisiko: Mit rund 25 geplanten Unternehmen ist die Streuung begrenzter als bei breit diversifizierten Fonds. Einzelne Fehlentwicklungen können sich entsprechend stärker auswirken.

Technologierisiko: Neue Technologien bieten Wachstumspotenzial, unterliegen aber auch schnellen Veränderungen. Geschäftsmodelle können durch neue Wettbewerber oder technische Entwicklungen unter Druck geraten.

Bewertungsrisiko: Aktien wachstumsstarker Unternehmen können besonders empfindlich auf steigende Zinsen oder enttäuschte Gewinnerwartungen reagieren.

Branchenrisiko: Auch Unternehmen aus unterschiedlichen Technologiebereichen können gleichzeitig von einer allgemeinen Marktkorrektur betroffen sein.

Kostenrisiko: Laufende Gebühren und eine mögliche Erfolgsvergütung können die Nettorendite spürbar reduzieren.

Währungsrisiko: Bei internationalen Aktieninvestments können Wechselkursveränderungen die Wertentwicklung aus Sicht von Euro-Anlegern beeinflussen.

Ein erheblicher Wertverlust ist möglich. Auch ein vollständiger Verlust des eingesetzten Kapitals lässt sich bei Aktienanlagen grundsätzlich nicht ausschließen.

Für wen könnte der Fonds interessant sein?

Der LAIQON SICAV – Global Equities Dynamic richtet sich mit seiner Strategie vor allem an Anleger, die gezielt auf internationale Wachstumsunternehmen und technologische Zukunftsmärkte setzen möchten.

Voraussetzung ist eine entsprechend hohe Risikobereitschaft.

Auch ein langfristiger Anlagehorizont kann sinnvoll sein, da Aktienmärkte kurzfristig starken Schwankungen unterliegen können.

Allerdings beseitigt eine lange Haltedauer weder das Konzentrationsrisiko noch die Möglichkeit dauerhafter Verluste.

Wer dagegen eine möglichst breite Streuung, geringe laufende Kosten oder hohe Kapitalstabilität sucht, sollte die Unterschiede zu anderen Anlageformen sorgfältig berücksichtigen.

Insbesondere breit diversifizierte Aktienfonds und ETFs können als Vergleichsmaßstab dienen.

 

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Angebliche Notoperation nach Verkehrsunfall: Polizei Bremen warnt nach Betrug an 73-jähriger Seniorin vor Schockanrufen

Next Post

Österreich: EPH Group plant neue Unternehmensanleihe mit 10 Prozent Zinsen – hohe Rendite trifft auf erhebliche Risiken