24. Oktober 2026. In Bremen stehen zwei wirtschaftlich und gesellschaftlich wichtige Entwicklungen im Mittelpunkt.
Klinikverbund plant umfangreiche Veränderungen
Der kommunale Klinikbetreiber Gesundheit Nord (Geno) plant nach aktuellen Berichten den Abbau von rund 500 Stellen. Hintergrund sind wirtschaftliche Schwierigkeiten und drohende Insolvenzrisiken.
Am Klinikum Bremen-Ost sind zudem Veränderungen des medizinischen Angebots vorgesehen. Künftig soll sich der Standort nach den bekannt gewordenen Plänen auf die Behandlung psychischer Erkrankungen konzentrieren.
Welche Stellen tatsächlich wegfallen und wie die medizinische Versorgung künftig organisiert wird, ist noch nicht abschließend geklärt.
Streit über die Ausbildungsabgabe
Mehrere Unternehmen wollen gegen die Bremer Ausbildungsabgabe gerichtlich vorgehen. Das Modell sieht grundsätzlich vor, dass Betriebe in einen Ausbildungsfonds einzahlen. Ausbildungsbetriebe können daraus Leistungen erhalten.
Der Streit soll nun vor dem Oberverwaltungsgericht weitergeführt werden.
Ob die angegriffenen Regelungen rechtmäßig sind, muss das Gericht entscheiden. Bis zu einer entsprechenden Entscheidung dürfen die rechtlichen Einwände nicht mit einer festgestellten Rechtswidrigkeit gleichgesetzt werden.
Beide Entwicklungen betreffen wichtige Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge: die medizinische Versorgung und die berufliche Ausbildung junger Menschen.